Für Familie Meßner aus Sprockhövel steht fest: Wenn Tochter Corinna ein Geschwisterchen bekommt, wird das Nabelschnurblut wieder eingelagert. Denn wenn die Entbindungsklinik schon nach einer Spende fragt, muss es etwas wertvolles sein. Und Mutter Elisabeth Meßner ist heute noch begeistert vom Service ihrer Nabelschnurblutbank.
Sie haben für Ihre Tochter Corinna das Nabelschnurblut eingelagert. Wie sind Sie auf die Möglichkeit der Stammzellenaufbewahrung aufmerksam geworden?
Zum einen haben Freunde unserer Familie für ihr Kind die Stammzellen aufbewahrt und uns davon erzählt. Zum anderen haben wir uns auch selbst informiert. Ich lese verschiedene Zeitschriften, wie z.B. ”Eltern”, in denen Anzeigen für die Nabelschnurbluteinlagerung enthalten waren. Zudem lagen bei meiner Frauenärztin diverse Infobroschüren aus. Ich habe mich schließlich im Internet kundig gemacht, welche Firmen die Einlagerung von Nabelschnurblutstammzellen anbieten, mir deren Internetseiten angeschaut und welche genaueren Informationen man dort zum Thema erhält. Mein Mann und ich haben uns dann gemeinsam für eine Leipziger Nabelschnurblutbank entschieden.
Sie haben also mehrere Anbieter miteinander verglichen…
Ja, und wir haben uns für das Leipziger Unternehmen entschieden, da die Informationen auf der Internetseite viel ausführlicher waren als auf Internetseiten von anderen Anbietern. Die Firma kam mir sehr professionell vor. Es wurde zum Beispiel auch das Thema behandelt, welche Absicherung man hat, falls die Firma insolvent gehen sollte. Wie gesagt, ganz entscheidend für uns waren die Informationen, die man vorab bekommen hat. Und da machte die Firma für uns den kompetentesten Eindruck.
Haben sie sich ausschließlich aufgrund der Internetseite entschieden oder haben sie sich noch weiter informiert, vielleicht Ihren Gynäkologen zusätzlich zu dem Thema befragt?
Nein. Wir haben uns ausschließlich aufgrund der Informationen entschieden, die wir selbst gefunden haben. Unsere Freunde, die ebenfalls Nabelschnurblut für Ihr Kind eingelagert haben und uns davon berichtet hatten, waren aber bei einem anderen Anbieter.
Hätten Sie sich noch mehr Informationen gewünscht?
Ich habe das Informationsmaterial der Nabelschnurblutbank angefordert und eine Broschüre erhalten. Und die darin enthaltenen Informationen waren ausreichend. Wobei ich mich erinnere, dass ich sogar einmal bei dieser kostenfreien Hotline angerufen habe. Da habe ich mich dann in ein oder zwei Punkten noch einmal rückversichert und dann war die Entscheidung für uns gefallen.
Gab es für Sie eigentlich bestimmte Gründe für Sie, das Nabelschnurblut aufzubewahren?
Es gibt keinen speziellen Grund. Es ist für uns einfach so, dass wir uns überlegt haben, dass der medizinische Fortschritt immer weiter voran schreitet und wir wissen nicht, welche Möglichkeiten es vielleicht in zehn oder 20 Jahren gibt. Das heißt, wir treffen da eine Entscheidung, die vielleicht für die komplette gesundheitliche Zukunft unseres Kindes entscheidend ist. Da es die Möglichkeit Nabelschnurblut einzulagern nur bei der Geburt gibt, haben wir uns dafür entschieden. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor war für uns, dass die Klinik uns angesprochen hatte, ob sie das Nabelschnurblut von Corinna für Forschungszwecke aufbewahren und verwenden könnten. Also haben wir uns gesagt, dann muss es doch irgendwie wertvoll sein und es muss etwas damit machbar sein.
Was bedeutet es heute für Sie, das Nabelschnurblut aufbewahrt zu haben?
Es ist einfach eine Sicherheit für die Zukunft. Wenn Corinna eine Krankheit bekommen würde, dann haben wir eventuell die Möglichkeit, sie mit ihren eigenen Stammzellen zu behandeln.
Wie ist die Entnahme des Nabelschnurbluts denn abgelaufen, wie haben Sie diese erlebt?
Ich glaube, wir waren an dem Klinikum in Leverkusen die ersten oder zumindest eine der ersten, die das Nabelschnurblut für ihr Kind aufbewahrt haben. Es ist aber alles problemlos abgelaufen. Die Ärzte mussten nur noch einmal nachfragen, wie es funktioniert.
Haben Sie von der Entnahme selbst etwas mitbekommen?
Nein, überhaupt nichts.
Halten Sie sich über den aktuellen Stand der Stammzellforschung auf dem Laufenden?
Ja, ich lese den Newsletter, den wir regelmäßig von unserer Nabelschnurblutbank erhalten. Dort informiere ich mich über den aktuellen Stand der Forschung und versuche so auf dem Laufenden zu bleiben. Eventuell wird für uns eine Nabelschnurbluteinlagerung in Zukunft noch einmal interessant.
Sie planen noch ein zweites Kind?
Ja, deshalb sind wir natürlich weiter an diesem Thema interessiert. Es steht für uns auch fest, dass wenn wir ein zweites Kind bekommen, wir wieder Nabelschnurblut einlagern. Ich erkundige mich dann auch gar nicht mehr bei anderen Anbietern. Die Erfahrungen mit unserer Nabelschnurblutbank sind insgesamt durchweg positiv, so dass ich auch gar nicht mehr vergleiche. Mich interessiert auch nicht, ob eine andere Nabelschnurblutbank 100 Euro günstiger ist, das ist dann für mich nicht mehr ausschlaggebend.
Was haben Sie denn konkret für Erfahrungen gemacht?
Ich hatte sechs Wochen vor der Geburt eine Magen-Darm-Erkrankung. Es kamen Wehen hinzu, es hätte also sein können, dass die Kleine deutlich früher auf die Welt kommt als geplant. Wir hatten damals noch nicht das Entnahmeset zu Hause. Mein Mann hat dann bei unserer Nabelschnurblutbank angerufen und man hat sich sofort gekümmert und wir haben das Set in kürzester Zeit erhalten. Wir haben dieses dann Gott sei dank aber doch nicht so schnell gebraucht.
Aber sicher ist sicher…
Ja, wir waren einfach von dieser Professionalität begeistert. Wie schnell man auf diese Situation reagieren konnte. Das hat uns zum einen gut gefallen und zum anderen die laufenden Updates: Wir haben permanent Schreiben bekommen, wie der aktuelle Stand der Einlagerung ist. Wann das Blut im Labor angekommen ist und eingelagert wurde und welche Tests gemacht wurden. Dieser ständige Informationsfluss war hervorragend. Das sind die Punkte, an die wir sehr positiv zurückdenken.
Haben Sie im Nachhinein mit Freunden oder Ihre Familie über die Einlagerung gesprochen? Wie haben sie darauf reagiert, dass Sie das Nabelschnurblut für Corinna einlagern lassen haben?
Wir haben natürlich mit anderen darüber gesprochen. Es ist immer noch ein recht unbekanntes Thema. Das ist sehr schade, wie ich finde. Aber es ist durchweg so, wenn man diesen Leuten die Hintergründe erklärt, sie alle auch verstehen, warum man diese Chance genutzt hat. Sie sagen dann, das sie es selbst auch so machen würden, wenn sie die Möglichkeit gehabt hätten oder haben.
Was raten Sie denn werdenden Eltern, wenn Sie auf das Thema zu sprechen kommen?
Ich erkläre einfach, warum wir das gemacht haben. Und der Punkt mit dem medizinischen Fortschritt ist sehr überzeugend: Jeder weiß, dass es in 20 Jahren Möglichkeiten geben wird, die wir uns heute noch nicht ausmalen können. Es wird wahrscheinlich einige Möglichkeiten durch das Nabelschnurblut geben, Krankheiten zu heilen oder zumindest den Zustand zu verbessern.
Herzlichen Dank für das Interview. Alles Gute für Sie und Ihre Familie.
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