05.11-2009
1.100 Teilnehmer diskutierten vom 29. bis 31. Oktober über neue Erkenntnisse in der Regenerativen Medizin. Veranstaltet vom Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) und von dem Translationszentrum für Regenerative Medizin in Leipzig drehte sich alles hauptsächlich um das Thema der Stammzellgewinnung und deren therapeutischen Anwendung. In den Vorträgen wurden auch fachübergreifende Wissenschaftsbereiche angesprochen. Dabei stand vor allem die Veterinärmedizin im Mittelpunkt. Denn auch bei Tieren wird der Einsatz des eigenen Blutes zur Heilung verschiedener Krankheiten erfolgreich eingesetzt. Wenn zum Beispiel das geliebte Haustier lahmt oder eine Entzündung aufweist, dann wird dem Tier Blut entnommen, aus dem ein Serum hergestellt wird. Dieses weist eine entzündungshemmende Wirkung auf und führt somit zu einer schnelleren Heilung.
Auch zum Thema Nabelschnurblut beziehungsweise über adulte Stammzellen wurden neue Ansätze diskutiert. Zum Beispiel kann das gewonnene Nabelschnurblut vermehrt werden. Dieser noch sehr junge Entwicklungsansatz ermöglicht zum einen eine häufigere Anwendung des gewonnen Blutes für therapeutische Verfahren, und zum anderen kann der Einsatz der neu gewonnenen Stammzellen aus Nabelschnurblut zur Behandlung weiterer Krankheiten genutzt werden. Der Austausch dieser und weiterer Ansätze wurde von den Teilnehmern der Konferenz als erfolgreich angesehen, da man somit dem gemeinsamen Ziel – der Heilung verschiedenster Krankheiten mit Nabelschnurblut oder allgemeiner, mit Stammzellen – wieder ein Stück näher kam.
Tags: Expertentreffen, Nabelschnurblutforschung, Stammzellforschung, Weltkonferenz
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