Lea ist ein gesundes, munteres Baby. Vor zwei Monaten kam sie in der Berliner Charité zur Welt. Neben den Eltern und dem Kreißsaal-Team war auch ein Entnahmepaket von VITA 34 bei der Geburt dabei. Denn Leas Eltern hatten sich entschieden, das Nabelschnurblut ihrer Tochter aufzubewahren.
6:01 Uhr In Berlin-Mitte beginnt der Berufsverkehr. Im Kreißsaal der Charité-Klinik verkündet Lea mit einem lauten Schrei, dass sie auf der Welt ist. Mit 50 Zentimetern und einem Gewicht von 3244 Gramm ist sie eine zierliche junge Dame. Ganz die Mutter.
6:02 Uhr Behutsam durchtrennt Leas Vater die Nabelschnur. Unmittelbar danach entnimmt die Hebamme das wertvolle Nabelschnurblut. Die junge Mama und Lea spüren davon nichts.
6:10 Uhr Das geschulte Personal verpackt den Blutbeutel in der Transportbox, die die kostbare Fracht bis zum Eintreffen im Labor in Leipzig schützt. Die kleine Lea nimmt inzwischen ihr erstes Bad.
6:20 Uhr Eine Krankenschwester informiert VITA 34 per Telefon, dass Leas Blut entnommen wurde. Die kleine Dame schlummert derweil in den Armen ihrer stolzen Mutter.
6:21 Uhr VITA 34 informiert den Spezialkurier, welcher die Abholung des Blutes von der Charité organisiert.
8:30 Uhr Der Kurierfahrer klingelt im Kreißsaal. Eine Schwester überreicht ihm das Päckchen mit Leas Nabelschnurblut. Alles wird sorgfältig protokolliert. Leas stolzer Papa fotografiert derweil seine schlafende Tochter und die müde aber glückliche Mutter.
9:15 Uhr Der Kurierfahrer hat den Berliner Hauptbahnhof erreicht und begibt sich schnurstracks zum Abfertigungsschalter des “IC Kurier” . Hier erhält das Paket genau wie jeder andere Reisende seine Fahrkarte – und alle weiteren Begleitpapiere. Lea nimmt in der Charité den ersten vorsichtigen Schluck Muttermilch zu sich.
09:53 Uhr Jetzt schlafen Mutter und Tochter tief und erholen sich von der aufregenden Geburt. Leas Vater überbringt per Telefon, SMS und E-mail allen Verwandten und Bekannten die frohe Botschaft. Unterdessen macht sich der ICE auf den Weg nach Leipzig. Leas Nabelschnurblut liegt dabei sicher verwahrt in der abgeschlossenen Kabine des Zugführers.
11:05 Uhr Der Zug erreicht pünktlich sein Ziel am Leipziger Hauptbahnhof. Hier wird das Paket vom Zugpersonal in das Büro des “IC Kuriers” gebracht. Lea ist bereits wieder munter und verlangt einen Nachschlag an Muttermilch.
11:42 Uhr Ein Kurierfahrer aus Leipzig nimmt vom Bahnhofspersonal das Paket mit Leas Nabelschnurblut im Empfang. Auch hier wird alles protokolliert. Doch Leas Paket ist nicht das einzige, das der Fahrer abholt. Es sind in den vergangenen 45 Minuten vier weitere Pakete mit Nabelschnurblut eingetroffen, eines aus Hamburg, zwei aus Süddeutschland und eines aus dem Ruhrgebiet. Der Kurierfahrer bringt die Pakete in die BIO CITY, wo sich das Labor von VITA 34 befindet.
12:03 Uhr 6 Stunden nach der Geburt erreicht Leas Blut das Labor. Die technischen Assistenten haben es bereits erwartet. Leas Mutter stärkt sich zum Mittag mit einem Eintopf, Lea schläft noch.
12:10 Uhr Das Blut wird im Vorbereitungslabor kontrolliert. Es wird alles für die Aufbereitung im Reinraum vorbereitet.
12:55 Uhr Leas Nabelschnurblut wird in den Reinraum eingeschleust und unter
Schutzbedingungen von einer Labormitarbeiterin für die Langzeitlagerung vorbereitet. In ihrem grünen Schutzanzug sieht die junge Frau ein wenig wie ein Raumfahrer aus.
13:25 Uhr Im Einfrierraum startet eine weitere Labormitarbeiterin den Freezer – das Gerät, mit dem Leas Stammzellen schonend tiefgefroren werden. Leas Vater versucht sich das erste Mal im Windeln seiner Tochter. Die Hebamme ist ganz zufrieden mit seiner Leistung.
14:35 Uhr In der Charité empfangen Lea und ihre Eltern die ersten Besucher. Die frisch gebackenen Großeltern haben Obst und Blumen mitgebracht. Das tiefgefrorene Nabelschnurblut wird unterdessen vorsichtig in den Lagertank mit der Nummer 48 verpackt. Für viele Jahre lagert es nun hier im Dornröschenschlaf sicher bei Temperaturen um minus 190 Grad – und wird hoffentlich nie gebraucht.
Tags: Nabelschnurblut
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1 Kommentar für “Vom Kreißsaal ins Stammzelldepot – Leas Nabelschnurblut geht auf Reisen”Kommentar schreiben |
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11.06.2008 um 16:13
[...] Daten, Zahlen und Tabellen auch das ein oder andere Bild findet, welches imstande ist, die VITA34-Welt nach außen hin transparenter zu machen, registrieren wir dieses Machwerk mit einem milden [...]