26. August 2010

Nabelschnurblutbehandlung bei HirnschadenNoch vor einem halben Jahr litt Niklas wegen einer schweren Hirnschädigung an Entwicklungsverzögerungen. Heute integriert er sich im Kindergarten und möchte beim Spiel mit anderen Kindern mitmachen. Niklas’ Eltern entschieden sich für eine neuartige Behandlung mit seinen eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen. Seitdem macht der Vierjährige offenbar große Fortschritte.

Niklas hatte schon im Mutterleib einen Hirnschaden erlitten, der zu einer einseitigen Spastik und zu einer verzögerten geistigen und körperlichen Entwicklung führte. Die jungen Eltern wandten sich an die Nabelschnurblutbank Vita 34, bei der sie das Nabelschnurblut von Niklas eingelagert hatten. Durch eine Behandlung mit seinen Nabelschnurblut-Stammzellen erhofften sie sich eine Regeneration der geschädigten Hirnareale.

Die Redaktion von nabelschnurblut-4you.de hat mit den Eltern gesprochen.

Warum haben Sie ursprünglich Nabelschnurblut eingelagert?
Wir haben das Nabelschnurblut unserer beiden Kinder eingelagert, weil wir sie für den Fall schwerer Krankheiten absichern wollten. Wir hatten uns während der Schwangerschaft darüber informiert und ware der Meinung, dass es vielleicht hilfreich wäre, wenn etwas mit unseren Kindern sein sollte. Für uns war das eine ganz normale Gesundheitsvorsorge. Nachdem Niklas auf der Welt war, war natürlich klar, dass wir für Lukas ebenfalls das Nabelschnurblut einlagern.

Woran ist Ihr Kind erkrankt?
Unser ältester Sohn Niklas hatte von Geburt an einen unilateralen Hydrocephalus – bei ihm lagerte sich Hirnflüssigkeit im Gehirn ein. Aufgrund des Hydrocephalus ist er in der Entwicklung verzögert.

Wie verlief die Behandlung?
Wegen der Erkrankung hatten uns an Vita 34 gewandt. Vita 34 hatte uns den Kontakt zu mehreren Ärzten in Deutschland vermittelt. Wir entschieden uns dann jedoch, unseren Sohn bei Prof. Dr. Joanne Kurtzberg vom Duke Hospital in Durham (USA) behandeln zu lassen, weil sie weltweit die größten Erfahrungen in der Behandlung von Hirnerkrankungen mit eigenem Nabelschnurblut hat. Vita 34 hat im Vorfeld alle notwendigen Untersuchungen durchgeführt, die Details mit den amerikanischen Ärzten abgesprochen und die Genehmigungen für den Kuriertransport eingeholt. Anfang März hat Vita 34 dann das Nabelschnurblut unseres Sohnes mit dem Flugzeug in die USA geschickt. Man muss sagen, dass die Organisation sehr gut war. Wir mussten uns um nichts kümmern und der Transport des Nabelschnurblutes ging reibungslos von statten. An der Duke haben die Ärzte haben Niklas nochmals untersucht, das Nabelschnurblut aufgetaut und dann verabreicht. Und danach hieß es abwarten.

Wie geht es Ihrem Sohn heute, rund drei Monate später?
Niklas geht es sehr gut. Wir haben das Gefühl dass sich seine Entwicklung seit der Behandlung beschleunigt hat. Er hat immer gute Fortschritte gemacht, seit der Behandlung ist seine Entwicklung aber sehr schnell. Seine verbale Kommunikation hat sich deutlich verbessert, er stellt viele gute Fragen und erklärt seinem kleinen Bruder nun Bildergeschichten. Die größten Fortschritte hat er allerdings in seiner sozialen Kompetenz gemacht. Vor wenigen Monaten war es noch recht aggressiv, nun ist er viel entspannter und geht liebevoll mit seinem Bruder (und uns) um. Darüber hinaus integriert er sich besser im Kindergarten und ist mehr an dem Spiel der anderen Kinder interessiert und möchte mitmachen. Wir wissen natürlich nicht ob all dies tatsächlich auf die Behandlung zurückzuführen ist, wir haben aber keinen Zweifel, dass es die richtige Entscheidung war.

Was würden Sie anderen Eltern in Bezug auf Nabelschnurblut empfehlen?
Allen Eltern, die Nabelschnurblut eingelagert haben, kann ich nur raten, sich mit Vita 34 in Verbindung zu setzen, wenn ihr Kind ernsthaft erkrankt ist. Uns haben die Mitarbeiter von Vita 34 in allen Fragen sehr geholfen. Werdenden Eltern möchten wir sagen, dass sie sich rechtzeitig informieren und gründlich mit dem Thema Nabelschnurblut auseinander setzen sollten. Denn wenn das Nabelschnurblut gebraucht wird, dann geht es um sehr schwere Krankheiten, bei denen man froh ist, dass das Blut da ist.

* Namen auf Wunsch der Eltern geändert

VN:F [1.9.10_1130]
Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0.0/5 (0 Bewertungen abgegeben)

Tags: , , , ,

 

Kommentar schreiben

*

 
Babyclub.de Community