11.08.2009
Ein neues Patientenhandbuch beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Stammzelltherapie.
Die noch junge Stammzellforschung schürt bei Patienten und Angehörigen große Hoffnungen in Bezug auf die Heilung schwerer rheumatischer und immunologischer Krankheiten. Mithilfe von Nabelschnurblut können beispielsweise im Rahmen einer Stammzelltherapie Krankheiten wie Fanconi-Anämie, Diabetes oder Leukämie behandelt werden. Doch die Forschung steht noch am Anfang und die Sicherheit einiger Stammzelltherapien kann noch nicht in jedem Fall hundertprozentig gewährleistet werden.
Sich selbst ein umfassendes Wissen zum Thema Stammzelltherapie und Einlagerung von Nabelschnurblut anzueignen, ist jedoch für viele Patienten und Eltern mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Das neue Patientenhandbuch klärt nun kurz und bündig über die wichtigsten Fragen zum Thema auf. Denn “nur informierte Patienten können die schwarzen Schafe unter den Anbietern von Stammzelltherapien, die oft nicht nur physische, sondern auch psychische und wirtschaftliche Gefahren mit sich bringen, erkennen.”, wie Prof. Oliver Brüstle, der Sprecher der Biomediziner im nordrhein-westfälischen Stammzellnetzwerk, weiß. weiterlesen »
Erneut hofft in den USA eine Familie auf das Heilungspotenzial von Nabelschnurblut. Denn der vierjährige Dylan Cain aus dem Bundesstaat Oregon wartet auf eine Übertragung seines eigenen Blutes, die in rund einem Monat stattfinden soll. Dylan erlitt bei der Geburt einen Hirnschaden und kann nicht ohne fremde Hilfe laufen. Außerdem ist der kleine Junge fast vollständig blind und beherrscht kaum ein Dutzend Wörter. Nun erwarten die Eltern, dass sich sein Zustand mit Hilfe der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut deutlich verbessern wird. Der Eingriff wird von der Klinik der Duke University in North Carolina durchgeführt, die schon viel Erfahrung mit ähnlichen Fällen gesammelt hat. Zuversichtlich stimmt die Familie die Tatsache, dass das Blut aus der Nabelschnur bereits bei anderen Kindern mit Hirnschäden dazu beigetragen hat, dass sie ihren Körper besser kontrollieren können. Auch die Sehkraft wurde in mehreren Fällen deutlich stärker.
Bildquelle: Ines Friedrich, www.pixelio.de
Ein zweijähriger Junge aus Texas in den USA, der an einem Neuroblastom – der zweithäufigsten Krebserkrankung bei Kindern – litt, ist seit der Behandlung mit seinen eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen Ende 2007 ohne Symptome. Das Nabelschnurblut wurde nach der Geburt entnommen und konserviert. Nach der Chemotherapie halfen die darin enthaltenen Stammzellen, das geschädigte Immunsystem des Kindes schnell zu regenerieren. Hier erfahren Sie mehr. Bildquelle: www.sxc.hu


