Die Nabelschnurblutbank Vita 34 hat kürzlich ein neues Angebot gestartet, das mit deutlich geringeren Anfangskosten verbunden ist. Während der Anbieter bislang knapp 2000 Euro (plus Jahresgebühren) verlangte, ist jetzt über Vita 34 direkt eine Nabelschnurbluteinlagerung schon ab 690 Euro möglich. Monatlich kommen nochmal 8 Euro dazu.
Vita 34 erklärt auf Nachfrage, dass bei der Qualität der Einlagerung keine Abstriche gemacht würden. Die geringeren Anfangskosten begründet das Unternehmen mit geringerem organisatorischem Aufwand, weil es ein reines Online-Produkt sei.
Über 25 Jahre betrachtet gleichen sich die Kosten des neuen Angebots zwar denen des bisherigen nahezu an, allerdings dürften knapp 700 Euro für werdende Eltern eher zu berappen sein, als knapp 2000.
Tania Stüve-Beißmann (44) nutzte als eine der ersten schon 1999 für ihre heute elfjährige Tochter Nathalie die Möglichkeit, bei der Geburt die Stammzellen aus der Nabelschnur aufzubewahren. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen und die Neugierde, die die Nabelschnurblutentnahme unter den Studenten in dem Uniklinikum auslöste, in der sie ihre Tochter zur Welt brachte.
Frau Stüve-Beißmann, im Jahr 1999 steckte die Nabelschnurblutaufbewahrung in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Wie sind Sie damals auf das Thema gestoßen?
Ich habe damals eine Anzeige in einer Zeitung gelesen. Ich erinnere mich, dass eine Postkarte in der Zeitschrift war, mit welcher man sich Infomaterial für die Nabelschnurbluteinlagerung bei unserer Stammzellbank zusenden lassen konnte. Als ich mir den Ratgeber gemeinsam mit meiner Mutter angesehen habe, meinte sie zu mir, dass man eigentlich gar nicht anders kann, als die Einlagerung zu machen, wenn man einmal davon weiß. Womit sie meiner Meinung nach Recht hat.
weiterlesen »

Anke Hartmann aus Leipzig war vor der Geburt ihres Sohnes Arne (5) unentschlossen, ob sie die Stammzellen aus der Nabelschnur einlagern lassen sollte. Kurz vor der Geburt war es ein Video einer Stammzellbank, das sie ihre Entscheidung noch einmal überdenken ließ. Das Klinikpersonal setzte alle Hebel in Bewegung, um so kurzfristig die Entnahme noch zu ermöglichen. Heute ist die 43-Jährige froh, dass sie sich für die Nabelschnurbluteinlagerung entschieden hat.
Wie geht es Ihnen und Ihrer Familie und vor allem dem kleinen Arne, Frau Hartmann?
Sehr gut, danke der Nachfrage. Vor allem gesundheitlich geht es Arne gut, da gab es bisher zum Glück keinen Anlass, dass er in irgendeiner Form medizinisch betreut werden musste.
weiterlesen »
Um ihrem Sohn Juewa (3) die Nabelschnurbluteinlagerung zu ermöglichen, hatte Familie Steinbrück aus Wölfersheim Freunde und Verwandte zur Geburt um Geldgeschenke statt Kuscheltiere gebeten. Denn diese Chance wollten sie sich nicht entgehen lassen. Wir haben mit Mutter Sabine Steinbrück über ihre Entscheidung gesprochen
Wie geht es Juewa denn so?
Ihm geht es gut, er ist gesund, abgesehen von einer kleinen Lebensmittelallergie, aber das ist nichts Dramatisches.
Wie haben Sie als Sie schwanger waren von der Möglichkeit gehört, Nabelschnurblut aufzubewahren? weiterlesen »
21.04.2010
Wenn man sich über das Thema Nabelschnurblut informieren will, gibt es natürlich die Meldungen in den Medien, die beispielsweise über positive Anwendungsbeispiele berichten. Ausführliche Informationen erhält man u.a. von Medizinern, speziell den Frauenärzten, in Fachblättern oder in den Broschüren der Nabelschnurblutbanken. Der Fokus liegt hier verständlicher Weise auf der Einlagerung in Deutschland. Aber wie sieht es denn eigentlich in anderen Ländern aus? Haben diese in gleicher Weise die technischen und logistischen Voraussetzungen, wie sie Eltern hier vorfinden? Wissen die Menschen in anderen Ländern überhaupt von der Möglichkeit, Nabelschnurblut einlagern oder spenden zu lassen? Und wenn ja, kennen sie auch die verschiedenen Anwendungsbeispiele von den Stammzellen aus Nabelschnurblut? weiterlesen »
Ellen- Daniela Jahn aus Markkleeberg war sich schon bei der Geburt von Sohn Lucas vor acht Jahren sicher, dass die Aufbewahrung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut eine gute Sache ist. Aus finanziellen Gründen kam es damals aber nicht in Frage und das Nabelschnurblut zu spenden war in Leipzig und Umgebung noch nicht möglich. Als sich Töchterchen Emily 2006 ankündigte, stand für sie und ihren Partner Andreas Müller fest: ”Das ist einfach das, was für die Zukunft wichtig ist.”
Können Sie sich noch erinnern, wie Sie während Ihrer ersten Schwangerschaft auf das Thema Nabelschnurbluteinlagerung aufmerksam geworden sind?
Ich glaube, ich habe ein Infopaket für werdende Mütter bekommen, in dem eine Broschüre über die Nabelschnurbluteinlagerung enthalten war. Ich habe mich dann im Internet belesen, worum es sich dabei überhaupt handelt, weil man vorher überhaupt nichts darüber gehört hatte. Damals gab es zum Beispiel noch nicht die Fernsehwerbung oder Anzeigen in Zeitschriften über diese Art der Vorsorge. Man hat das Thema damals noch gar nicht wahrgenommen. weiterlesen »
Für Familie Meßner aus Sprockhövel steht fest: Wenn Tochter Corinna ein Geschwisterchen bekommt, wird das Nabelschnurblut wieder eingelagert. Denn wenn die Entbindungsklinik schon nach einer Spende fragt, muss es etwas wertvolles sein. Und Mutter Elisabeth Meßner ist heute noch begeistert vom Service ihrer Nabelschnurblutbank.
Sie haben für Ihre Tochter Corinna das Nabelschnurblut eingelagert. Wie sind Sie auf die Möglichkeit der Stammzellenaufbewahrung aufmerksam geworden?
Zum einen haben Freunde unserer Familie für ihr Kind die Stammzellen aufbewahrt und uns davon erzählt. Zum anderen haben wir uns auch selbst informiert. Ich lese verschiedene Zeitschriften, wie z.B. ”Eltern”, in denen Anzeigen für die Nabelschnurbluteinlagerung enthalten waren. Zudem lagen bei meiner Frauenärztin diverse Infobroschüren aus. Ich habe mich schließlich im Internet kundig gemacht, welche Firmen die Einlagerung von Nabelschnurblutstammzellen anbieten, mir deren Internetseiten angeschaut und welche genaueren Informationen man dort zum Thema erhält. Mein Mann und ich haben uns dann gemeinsam für eine Leipziger Nabelschnurblutbank entschieden. weiterlesen »
* 14.01.2002
Für die Eltern von Emilie Sura (Foto, Weihnachten 2003) stand fest, dass sie das Nabelschnurblut ennehmen und einlagern lassen möchten.
Natürlich hoffen sie, dass Emilie ein gesundes und aufgewecktes Kind bleibt und das Nabelschnurblut nicht zum Einsatz kommen muss.
Silke Meschke ist Mutter von drei Kindern. Für die beiden jüngsten, Lea und Luisa, hat sie das Nabelschnurblut eingelagert. Bei Sohn Peter, der 1997 geboren wurde, gab es die Möglichkeit der Nabelschnurbluteinlagerung noch nicht – was Sohn und Mutter gleichermaßen bedauern.
Sie sind 2000 noch eine Art Vorreiterin in Sachen Nabelschnurbluteinlagerung gewesen. Wie sind Sie damals auf das Thema aufmerksam geworden?
Als ich mit Lea 2000 schwanger war, habe ich darüber in einer Zeitung gelesen. Ich habe bei einem Anbieter angerufen und mir dann Infomaterial zuschicken lassen. Ich habe mit meinem Mann alles genau durchgelesen, wir haben uns besprochen und dann gesagt ”das machen wir”.
Dann fiel die Entscheidung ja ziemlich schnell…
Ja, es war aber auch ziemlich knapp geworden. Ich war ja schon weit über die 20. Woche hinaus. Aber dann lief alles problemlos: Erst der Vertrag, dann kam auch schon das Päckchen fürs Krankenhaus. Als ich mich im Kreissaal angemeldet habe, habe ich schon gesagt, dass wir das Nabelschnurblut entnehmen lassen wollen. weiterlesen »
Im zweiten Teil unseres Interviews mit Kitty Elmendorff, Mutter des kleinen Yves, spricht die Hallenserin über familiäre Hintergründe, die mitentscheidend dafür waren, dass sie sich mit ihrem Mann für die Einlagerung des Nabelschnurblutes bei der Geburt ihres Sohnes entschieden hatten und wie sehr sie es bedauert, dass man diese Möglichkeit nicht in jedem Krankenhaus geboten bekommt. weiterlesen »


