Michael Hartmann und seine Frau Tanja haben für ihre drei Kinder das Nabelschnurblut einlagern lassen. Aufgrund der frühen Geburten enthielt das Nabelschnurblut der ersten beiden Kinder relativ wenig Stammzellen. Doch die Familie hofft auf die Forschung und darauf, dass die Stammzellen in der Zukunft vermehrt werden können. Nun steht bald die Geburt des vierten Kindes an. Für die Familie stand sofort fest: sie möchten auch dieses Mal die Möglichkeit nutzen, das Nabelschnurblut aufzubewahren.
Der Skisprungweltmeister Jens Weißflog setzt für seine Tochter Greta auf Nabelschnurblut-Stammzellen. Das Mädchen erblickte am 11. Oktober das Licht der Welt und ist gesund und munter. Um für zukünftige Verletzungen oder Krankheiten gerüstet zu sein, hat der Ex-Profisportler vorgesorgt: Zur Geburt ließen er und seine Lebensgefährtin Doreen Fiebich das Nabelschnurblut ihrer Tochter entnehmen und bei einer Nabelschnurblutbank in Leipzig einlagern.
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08.01.2010

Die regenerative Medizin forscht nun seit gut 20 Jahren, um die Potenziale von Nabelschnurblut zu ergründen. Immer wieder wird von erfolgreichen Behandlungen berichtet, bei denen Stammzellen aus Nabelschnurblut zum Einsatz gekommen sind. Nichtsdestotrotz wirft dieses Thema zahlreiche Fragen auf. Betrachtet man den Wissensstand der Bevölkerung, wird deutlich, dass sowohl Forscher als Mediziner, aber auch die Nabelschnurblut-Banken hier noch einige Aufklärungsarbeit zu leisten haben, schließlich stößt man bei den Menschen immer wieder auf Skepsis oder sogar Ablehnung. Und dies begründet sich nicht zuletzt damit, dass diese Menschen unzulänglich über das Thema Nabelschnurblut informiert sind. Fakt ist, dass Nabelschnurblut lebensrettende Stammzellen enthält. Doch noch immer werden mehr als 90 Prozent davon nach der Geburt des Kindes einfach in den Müll geworfen. weiterlesen »
Das öffentliche Bewusstsein um die Chancen, die im Nabelschnurblut stecken, ist in Europa im Vergleich zu den USA oder Asien kaum ausgeprägt. Nabelschnurblut enthält die zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Hirn- und Lungenschäden, Herzinfarkt oder Diabetes einsetzbaren adulten Stammzellen. Unmittelbar nach der Geburt kann das Blut aus der Nabelschnur entnommen und über Jahrzehnte konserviert werden. Die Entnahme des Nabelschnurblutes ist dabei ohne jedes Riskiko – weder für Mutter noch für Kind. Dennoch wird in Europa bei nicht einmal fünf Prozent aller Geburten das Nabelschnurblut entnommen. weiterlesen »
Etwas in der Hinterhand zu haben, das war für Anna-Maria Schneider und ihren Mann Uwe Schneider der Grund, das Nabelschnurblut ihres Sohnes einlagern zu lassen. Dabei setzte die Familie auf Informationen und den Rat von Ärzten – schließlich war die Stammzellforschung vor vier Jahren noch nicht an den heutigen Ergebnissen zu messen. Ein Blick hinter die Kulissen einer Nabelschnurblutbank hat Anna-Maria Schneider schlussendlich komplett überzeugt. Ihr Resümee: ”Ich würde es auch bei meinem zweiten Kind wieder tun.”
Warum haben sie sich dafür entschieden, das Nabelschnurblut Ihres Kindes einzulagern?
Nun, mein Mann und ich haben beschlossen, das Nabelschnurblut aufzubewahren, um unserem Kind im Notfall alle medizinischen Möglichkeiten offen zu halten. Natürlich hoffen wir, dass dieser Fall nie eintritt. weiterlesen »
Vor kurzem präsentierte eine US-Stiftung die Neuauflage eines Internetportal zum Thema Nabelschnurblut: Der ”Parent’s Guide To Cord Blood Banks” (”Nabelschnurblutbanken-Führer für Eltern”), der in Amerika bereits einen hohen Bekanntheitsgrad besitzt, liegt jetzt in deutscher Sprache vor. Auf der Internetseite, die neutral zum Thema Nabelschnurbluteinlagerung aufklären will, finden sich umfangreiche Informationen. Dazu gehört zum Beispiel eine Aufzählung der Gründe, die dafür sprechen, das Blut aus der Nabelschnur aufzubewahren. Erläutert wird auch, welche Fragen Eltern einer privaten Nabelschnurblutbank stellen sollten, wenn sie über eine Einlagerung bei dieser Institution nachdenken. Interessierte können außerdem über die Website eine umfangreiche Liste internationaler Blutbanken – ob privat oder öffentlich – abrufen. Um sich das Internetportal anzusehen, klicken Sie hier.
Anja und Elmar Im Brahm haben das Nabelschnurblut ihrer kleinen Töchter Helena und Tabea bei deren Geburt aufbewahren lassen. Im Interview erzählt Anja Im Brahm, wie sie zu dieser Entscheidung gelangten. Außerdem erklärt die junge Mutter, weshalb jeder die Möglichkeit nutzen sollte, mit dem Blut aus der Nabelschnur für die Gesundheit seiner Kinder vorzusorgen.
Wie haben Sie zum ersten Mal von der Möglichkeit erfahren, das Nabelschnurblut Ihrer Kinder einzulagern? Und auf welchen Wegen haben Sie sich dann weiter über das Thema schlau gemacht?
Erstmals darauf aufmerksam geworden bin ich, als ich schwanger war. Da habe ich Prospekte gesehen, die bei meiner Frauenärztin auslagen. Nachdem mein Mann und ich mehr erfahren wollten, haben wir weiteres Infomaterial von einer privaten Nabelschnurblutbank angefordert. Dieses hat uns relativ schnell davon überzeugt, das Nabelschnurblut unseres Kindes einlagern zu lassen. Als dann unsere zweite Tochter kam, fiel die Entscheidung nicht mehr schwer. Denn wenn wir es bei einem Kind tun, dann auch beim anderen – so viel stand für uns von vornherein fest. weiterlesen »
Katharina Wolter hat sich entschieden, das Nabelschnurblut ihrer Tochter Lilli Sophie aufbewahren zu lassen. Was sie zu dieser Entscheidung bewogen hat und was der Schritt für die Familie bedeutete, erklärt die junge Frau im Interview. Anderen werdenden Müttern rät sie zudem, die Gelegenheit zur Vorsorge nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.
Wie haben Sie von der Möglichkeit erfahren, das Blut aus der Nabelschnur Ihres Kindes einzulagern?
Zum ersten Mal habe ich davon durch eine Zeitungsanzeige erfahren. Daraufhin habe ich mich selbst über das Thema schlau gemacht, indem ich im Internet recherchiert und mich auch über die Servicerufnummer einer privaten Nabelschnurblutbank informiert habe. Auch der Rat des Chefarztes der Klinik, in der ich entbunden habe, war mir wichtig. Er meinte, das wäre auf jeden Fall eine gute Idee, da es immer möglich sei, dass das Blut noch gebraucht werde. weiterlesen »
Jasmin Breitkreutz aus Berlin hat das Nabelschnurblut ihres Sohnes Justin einlagern lassen. Besonders überzeugend fand sie die Möglichkeit, sich vor Ort in einer Nabelschnurblutbank von allen Arbeitsschritten persönlich ein Bild zu machen. Ihrer Meinung nach wissen noch immer zu wenige werdende Mütter über die Möglichkeit Bescheid, Nabelschnurblut entnehmen und einlagern zu lassen. Deshalb plädiert Jasmin Breitkreutz für mehr öffentlichen Diskurs zu diesem Thema.
Warum haben Sie sich für die Einlagerung des Blutes aus der Nabelschnur Ihres Sohnes entschieden?
Weil mein Mann und ich davon überzeugt sind, dass es eine sinnvolle Maßnahme ist. Es gibt sehr viele verschiedene Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten, von denen viele nicht ausreichend erforscht sind. Doch der wissenschaftliche Fortschritt steht nicht still. Ich kann heute noch nicht abschätzen, wozu die Medizin in einigen Jahren fähig ist. Deshalb möchte ich meinem Kind für die Zukunft alle Möglichkeiten offen halten. weiterlesen »

Dr. Andreas Ottlik klärt als Frauenarzt werdende Mütter zum Thema Einlagerung von Nabelschnurblut auf. Warum ihm dieses Thema am Herzen liegt und welche Ratschläge er den Müttern mit auf den Weg gibt, erklärt der Arzt aus Oschatz im Interview. Sein Fazit zur Aufbewahrung von Nabelschnurblut: ”Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es tun!”
Was motiviert Sie, werdende Mütter aufzuklären?
Gerade Schwangere sind sensibel und empfänglich, was die Gesundheit Ihres Kindes angeht. Sie sollten daher objektiv über Vorsorgemöglichkeiten informiert werden. Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist eine moderne Option für die Zukunft und sollte in der Beratung angesprochen werden. weiterlesen »