11.09.2009
Das Gesundheitspersonal in den Kliniken und Arztpraxen in Ohio wird dazu angehalten, Schwangere und werdende Eltern über Nabelschnurblut und dessen Einlagerung zu informieren. Ein entsprechendes Gesetz wurde bereits vom Ohio Senate for Health, Human Services & Aging Committee und dem Ohio House verabschiedet und liegt nun dem Gouverneur vor. Darin wird das Gesundheitsministerium Ohios verpflichtet auf seiner Internetpräsenz Informationen zum Thema Einlagerung und Spende von Nabelschnurblut zu veröffentlichen sowie das Gesundheitspersonal darauf hinzuweisen verstärkt über Nabelschnurblut und seine Einsatzmöglichkeiten zu informieren. Mit diesem Gesetz geht Ohio einen weiteren wichtigen Schritt in der gesundheitlichen Aufklärung. weiterlesen »
Louis Pape
* 06.06.05
Hollnseth
Eltern: Heiko und Melanie Pape
Auch die Eltern des heute vierjährigen Louis haben sich dafür entschieden, das Nabelschnurblut ihres Kindes für den möglichst niemals eintretenden Fall einer schweren Krankheit einzulagern. Bereits heute ist die Forschung schon so weit, dass zahlreiche Krankheiten mit den Stammzellen aus Nabelschnurblut therapiert werden können – und es werden immer mehr. Dennoch hofft nicht nur die Familie Pape, dass das Nabelschnurblut für eine lange Zeit in den Kryotanks eingelagert bleiben kann.
Das Nabelschnurblut des fünfjährigen Michael aus Althengstett wurde eingelagert, um für seine Gesundheit vorzusorgen. Seine Mutter erklärt im Interview, weshalb ihr dieser Schritt sehr wichtig war. Sie hatte ihr Krankenhaus dazu bewegen können, das Blut zu entnehmen, obwohl die Klinik diesen Service bis dahin gar nicht angeboten hatte.
Sie haben Michaels Nabelschnurblut bei der Geburt entnehmen lassen. Verlief dabei alles glatt, oder gab es irgendwelche Probleme?
Bei der Entnahme selbst nicht – aber es war schwierig, damals ein Krankenhaus zu finden, dass die Entnahme überhaupt durchführte. Nicht alle Kliniken waren zu diesem Zeitpunkt dazu bereit. Denn als mein Sohn geboren wurde, war das Verfahren noch nicht ganz so gängig wie heute. Gerade in jenem Krankenhaus, in dem ich entbunden hatte, galt die Entnahme des Blutes zunächst als nicht möglich. weiterlesen »
01.09.2009
Eine weitere Erfolgsgeschichte des Nabelschnurblutes ist nun aus der Hanyang Universitätsklinik in Seoul zu berichten. Erstmals ist es einem Mediziner gelungen, mit Stammzellen aus Nabelschnurblut nicht nur die Symptome der äußerst seltenen Erbkrankheit zu beheben, sondern auch das betroffene Gen zu korrigieren. Der koreanische Forscher Young-Ho Lee nahm diesen Eingriff bei zwei jungen Patienten vor, bei denen das Wiskott-Aldrich-Syndrom kurz nach der Geburt festgestellt wurde. Da es sich hierbei um X-chromosomal rezessiv vererbte Erkrankung handelt, wurde hierbei Nabelschnurblut eines nicht mit den beiden Patienten verwandten Spenders eingesetzt. Obwohl eines beziehungsweise sogar zwei der sechs HLA-Gewebemerkmale nicht übereinstimmten, sind durch die Transplantation keine Abstoßungsreaktionen hervorgerufenen worden. Zurückzuführen ist dieser Umstand darauf, dass Nabelschnurblut äußerst verträglich ist. weiterlesen »
Die Rothenhöfers aus Lauffen haben zwei Kinder – Jona und Luisa. Von beiden haben sie das Nabelschnurblut aufbewahrt. Im Interview erzählt Mutter Ute von den Freuden des Elternseins und von ihrer Entscheidung, das Blut bei der Geburt einzulagern. Über die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zeigt sie sich bestens informiert und glaubt an zukünftige Forschungserfolge auf diesem Gebiet.
Was ist es für ein Gefühl, Mutter zu sein, und wie empfanden Sie die ersten Tage in dieser Rolle?
Ich bin sehr gerne Mutter. Das ist eine schöne Erfahrung, auch wenn es natürlich manchmal anstrengend ist, Kinder zu erziehen. Aber ich habe zwei sehr liebe Kinder: Einen acht Jahre alten Sohn und eine fünfjährige Tochter. Es macht mir sehr viel Spaß, ihnen beim Wachsen zuzusehen und zu verfolgen, wie sich ihre Persönlichkeit entwickelt. Die ersten Tage waren natürlich besonders spannend. weiterlesen »
11.08.2009
Ein neues Patientenhandbuch beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Stammzelltherapie.
Die noch junge Stammzellforschung schürt bei Patienten und Angehörigen große Hoffnungen in Bezug auf die Heilung schwerer rheumatischer und immunologischer Krankheiten. Mithilfe von Nabelschnurblut können beispielsweise im Rahmen einer Stammzelltherapie Krankheiten wie Fanconi-Anämie, Diabetes oder Leukämie behandelt werden. Doch die Forschung steht noch am Anfang und die Sicherheit einiger Stammzelltherapien kann noch nicht in jedem Fall hundertprozentig gewährleistet werden.
Sich selbst ein umfassendes Wissen zum Thema Stammzelltherapie und Einlagerung von Nabelschnurblut anzueignen, ist jedoch für viele Patienten und Eltern mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Das neue Patientenhandbuch klärt nun kurz und bündig über die wichtigsten Fragen zum Thema auf. Denn “nur informierte Patienten können die schwarzen Schafe unter den Anbietern von Stammzelltherapien, die oft nicht nur physische, sondern auch psychische und wirtschaftliche Gefahren mit sich bringen, erkennen.”, wie Prof. Oliver Brüstle, der Sprecher der Biomediziner im nordrhein-westfälischen Stammzellnetzwerk, weiß. weiterlesen »
Dr. Dietmar Egger ist Herstellungleiter in einer privaten Nabelschnurblutbank. Unsere Redakteure haben ihn gefragt, was der bewegendet Moment in seiner bisherigen Arbeit mit Nabelschnurblut war?
Unsere erste Transplantation in Hannover war für mich die bislang eindrucksvollste Erfahrung. Die Eltern eines kranken Jungen, der an einer Blutbildungsstörung litt, bekamen Nachwuchs und lagerten das Blut aus der Nabelschnur im Rahmen unserer Geschwisterinitiative ein. weiterlesen »
28.07.2009
Angeborene Herzfehler bei Neugeborenen stellen eine enorme Beeinträchtigung für die kleinen Patienten dar. Oftmals müssen die Betroffenen bereits im ersten Lebensjahr eine Operation über sich ergehen lassen und zumeist sind weitere Eingriffe notwendig. Dies stellt eine große Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Bei etwa zehn Prozent der mit Herzfehler geborenen Kinder handelt es sich um die Krankheit Fallot’sche Tetralogie. Hier ist insbesondere die rechte Herzkammer betroffen. Eine der Folgen dieser Krankheit ist, dass das Blut nicht in der Lage ist, genügend Sauerstoff aufzunehmen. Die bisher unumgängliche Operation ist jedoch keineswegs in der Lage, den Klappenfehler vollständig zu beheben.
Hoffnung auf eine neue Behandlungsmethode machen die Ergebnisse einer Studie, die Wissenschaftler der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie an der Universität Rostock nun im Fachblatt ”Cell Transplantation” veröffentlicht haben. weiterlesen »
Erfahren Sie nun im zweiten Teil des Interviews mit Mirko Wolf, Vater der vierjährigen Emely Sophie, warum er gemeinsam mit seiner Frau sich dafür entschied, dass Nabelschnurblut ihrer Tochter einlagern zu lassen und welche Hoffnungen sie damit verbinden.
Hatte es auch einen familiären Hintergrund, dass Sie das Nabelschnurblut einlagern ließen?
Meine Mutter hatte – noch zu DDR-Zeiten – Lungenkrebs, und ihr musste die Hälfte der Lunge entfernt werden. Ich hoffe, dass die Forschung eines Tages auch in solchen Fällen mit Stammzellen etwas ausrichten kann. weiterlesen »
21.07.2009
Die Regenerative Medizin und die Nabelschnurblutforschung können zunehmend größere Erfolge vorweisen können. Bereits heute werden bei etwa 70 Krankheiten, wie verschiedene Formen von Anämien und Krebs sowie bei genetischen Störungen und Organschäden, die aus dem Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen eingesetzt. Trotz dessen wird zum Beispiel in Europa noch 95 Prozent des Nabelschnurblutes nach der Geburt ungenutzt entsorgt. weiterlesen »


