15. August 2008

Nabelschnurblut-EntnahmesetZum Inhalt gehört unter anderem die Zubehörbox, die alle Utensilien zur Desinfektion der Nabelschnur enthält: ein grünes OP-Abdecktuch, zwei Mullkompressen, drei desinfizierende Povidone-Jodine-Tupfer und zusätzlich Monovetten und Kanülen. Eine Anleitung, die beschreibt, wie die Nabelschnur vor der Entnahme richtig desinfiziert wird, ist auf der Zubehörbox aufgedruckt.

In die Monovetten kommen die Proben des mütterlichen Blutes. Denn neben dem Nabelschnurblut des Neugeborenen werden auch immer Proben des Blutes der Mutter entnommen. Beide Proben werden eingehend medizinisch untersucht. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Blut für die Einlagerung und zur späteren Therapie geeignet ist. Die Monovetten und alle Papiere sind bereits mit dem Namen der Mutter, sowie einer Vertragsnummer beschriftet. Somit ist eine Verwechslung ausgeschlossen.


14. August 2008

Nabelschnurblut - EntnahmesetKernstück des Nabelschnurblut-Entnahmesets ist eine 35 mal 23 mal 23 Zentimeter große Styroporbox, die zur Isolierung und zum mechanischen Schutz dient. Die Box ist außen mit einem stabilen Karton verkleidet, der sie während des Transports zusätzlich schützt. Auf dem Deckel der Box ist ein Temperaturmessstreifen angebracht, der jederzeit die herrschende Außentemperatur anzeigt. Der Messstreifen besteht aus thermochromatischem Material, das entsprechend der Temperatur die Farbe ändert. In der Styroporbox befindet sich zudem ein elektronischer Temperaturlogger, der kontinuierlich die Temperatur im Inneren erfasst – vom Moment, an dem das Paket an die Eltern verschickt wird, bis zu der Zeit, wo es wieder im Labor ankommt. Dieser wird anschließend computerunterstützt ausgewertet.

Damit bei der Entnahme auch nichts schief gehen kann und alle behördlichen Auflagen erfüllt werden, liegen dem Päckchen mehrere Dokumente bei. Dazu gehören eine Checkliste für den Inhalt des Entnahmesets, das Entnahmeprotokoll, eine Kurzanleitung zum Entnahmeset und zur Entnahmetechnik von Nabelschnurblut sowie eine ärztliche Bestätigung über die Aufklärung, Einwilligung und Eignung der Schwangeren zur Nabelschnurblutentnahme.


7. August 2008

“Wir haben das Nabelschnurblut unserer drei Kinder einlagern lassen, obwohl es nicht optimal geeignet war. Wir denken, dass es bald möglich sein wird, Stammzellen zu vermehren. Ich würde auf jeden Fall das Blut mit den Stammzellen meiner Kinder einfrieren lassen, denn niemand kann sagen, was in Zukunft alles möglich sein wird.”

Yvonne Benger


6. August 2008

Als werdender Vater hat sich Mario Freiherr von Maltzahn aus Leppersdorf mit den unterschiedlichsten Themen rund um den neuen Erdenbürger beschäftigt. Dazu gehört auch die Gesundheitsvorsorge in Form der Nabelschnurbluteinlagerung. Mit seiner Frau Mandy Ehnert hat er inzwischen zwei Kinder: Lancelot Perseus Mario, geboren am 15. November 2007 und Vincenc Pegasus, geboren am 21. Januar 2006. Beide für die Zukunft gerüstet – mit tiefgefrorenen Nabelschnurblut.

Nabelschnurblut - Mario Freiherr von MaltzahnWarum haben Sie sich dazu entschieden, Nabelschnurblut ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Frau Ehnert: Die Idee kam von meinem Mann. Er hatte schon das Nabelschnurblut seines ersten Kindes aus einer vorhergehenden Beziehung einlagern lassen und wollte es natürlich auch bei unseren beiden gemeinsamen Kindern machen. Er hat sich über alles informiert und die Organisation übernommen.
Herr Maltzahn: Für mich ist es wichtig, meinen Kindern ein gesundes Leben und eine abgesicherte Zukunft zu bieten. Und dabei spielt die Einlagerung von Nabelschnurblut eine große Rolle. weiterlesen »


31. Juli 2008

Nabelschnurblut - Dr. rer. nat. Marion BartelDer Umgang mit werdenden Eltern benötigt besonderes Fingerspitzengefühl. Schliesslich müssen sie ständig wichtige Entscheidungen für ihren Nachwuchs treffen. Dr. rer. nat. Marion Bartel ist studierte Biochemikerin und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie arbeitet in der Fachberatung einer privaten Nabelschnurblutbank. Im Interview berichtet Sie über ihren Antrieb, Eltern umfangreich über Nabelschnurblut und dessen Möglichkeiten aufzuklären.

Was motiviert sie persönlich, Eltern zu beraten?
Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern. Bei der Geburt meines Sohnes habe ich noch nichts von Nabelschnurblut gewusst und kein Blut aufbewahrt. Bei der Geburt unserer Tochter vor drei Jahren war das anders. Dabei haben mein Mann und ich gesagt, wir lagern das Nabelschnurblut ein. Das ist eine Situation, die mir auch im Gespräch mit Eltern immer wieder begegnet. ”Wir haben das ja gar nicht gewusst”, heißt es dann. Und das möchte ich gerne ändern. Mir ist es wichtig, dass alle Eltern wissen, dass die Möglichkeit gibt, Nabelschnurblut aufzubewahren. Und dass sie verstehen, wofür das gut ist. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Nabelschnurblut-Stammzellen in Zukunft eine immense Bedeutung für die Medizin haben werden.

Wenn Sie zukünftigen Eltern in punkto Nabelschnurblut einen Rat mit auf den Weg geben könnten, welcher wäre das?
Jeder sollte sich zunächst über das Thema Nabelschnurblut-Einlagerung informieren. Es ist ein spannendes Thema und es passiert wahnsinnig viel auf dem Gebiet der Stammzellmedizin. Nabelschnurblut ist die ideale Quelle zur Gewinnung von Stammzellen, weil diese Stammzellen sehr jung, gesund und risikolos in der Entnahme sind. Natürlich hoffe ich, dass unsere kleinen Kunden die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut niemals benötigen werden und ein Leben lang gesund bleiben. Aber die Entscheidung für die Einlagerung des Nabelschnurblutes müssen alle Eltern für sich allein treffen. Wichtig ist mir nur, dass sich die Eltern vorab informiert haben und auf Basis von Fakten und nicht von Vorurteilen entscheiden.


31. Juli 2008

Nabelschnurblut gegen NeuroblastomEin zweijähriger Junge aus Texas in den USA, der an einem Neuroblastom – der zweithäufigsten Krebserkrankung bei Kindern – litt, ist seit der Behandlung mit seinen eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen Ende 2007 ohne Symptome. Das Nabelschnurblut wurde nach der Geburt entnommen und konserviert. Nach der Chemotherapie halfen die darin enthaltenen Stammzellen, das geschädigte Immunsystem des Kindes schnell zu regenerieren. Hier erfahren Sie mehr. Bildquelle: www.sxc.hu


16. Mai 2008

Nabelschnurblut-RauprichPetra Rauprich, Biologin und Schulungsbeauftragte klärt über die “Faszination Stammzelle aus Nabelschnurblut” auf.

Warum sind Stammzellen für sie so faszinierend?

Als Biologin habe ich mich ursprünglich innerhalb der Forschung ausgiebig mit Stammzellen beschäftigt. Sie faszinieren und begleiten mich demnach schon eine ganze Weile. Mein Wissen konnte ich dann bei VITA 34 einbringen, wo ich nun seit sechs Jahren für die Schulungen zur Nabelschnurblut-Entnahme verantwortlich bin. Durch meine Arbeit erkannte ich auch immer mehr die Therapiemöglichkeiten mit Stammzellen.

Was muss bei der Entnahme beachtet werden?

Um möglichst viel Blut aus der Nabelschnur zu gewinnen, sollte die Entnahme direkt nach der Abnabelung des Kindes durchgeführt werden. Denn zu diesem Zeitpunkt ist in den allermeisten Fällen noch genügend Blut in der Nabelschnurvene vorhanden. Besonders wichtig ist eine gründliche Desinfektion, um eine bakterielle Kontamination des Blutes zu verhindern. Alles Notwendige hierfür ist in unserem Entnahmeset enthalten, das die Eltern zur Geburt mit in die Klinik nehmen und an die Ärzte übergeben. Die Menge des entnommenen Nabelschnurblutes ist übrigens trotz standardisierter Methoden variabel. Denn auch Nabelschnur ist nicht gleich Nabelschnur: Es gibt zum Beispiel lange und kurze Nabelschnüre oder einfach jene, bei denen die Venen gleich nach dem Abnabeln des Kindes erschlaffen.

Babyclub.de Community