Die Eltern von Emely Sophie Goßmann aus Dessau wollten auf Nummer sicher gehen und haben ihr Nabelschnurblut eingelagert. Mirko Wolf, der Vater des vier Jahre alten Mädchens, gab nabelschnurblut4you.de dazu ein Interview. Darin erzählt er nicht nur, wie er den großen Moment der Geburt seiner Tochter erlebte, sondern erklärt auch, welches Potenzial er in der Aufbewahrung von Nabelschnurblut sieht und warum die Krankenkassen diese stärker unterstützen sollten.
Was ist es für Sie für ein Gefühl, Vater zu sein?
Vater zu werden, war das Größte, was mir bisher in meinem Leben passiert ist. Die Geburt kam mir wie ein Wunder vor. Das hätte ich vorher nicht gedacht. Was ein Geburtsvorgang eigentlich bedeutet, wird einem erst klar, wenn man zum ersten Mal ”live dabei” ist. Außerdem blieben mir insbesondere die ersten Tage nach der Geburt in Erinnerung: Einerseits, weil ich mich über das neu geborene Kind gefreut habe, und andererseits wegen der schlaflosen Nächte. Die Erziehung eines eigenen Kindes ist natürlich eine besondere Herausforderung, obwohl ich früher schon einmal bei der Bundeswehr im pädagogischen Bereich tätig war. Aber das ist natürlich etwas ganz anderes. weiterlesen »
Annika Kemper, * 14.01.06
Mutter: Elke Kemper aus Erwitte
Das Nabelschnurblut der kleinen Annika liegt sicher verwahrt bei minus 196 Grad Celsius in einem Stickstofftank. So kann Ihren wertvollen Stammzellen nichts passieren.
Das aus dem Nabelschnurblut gewonnene Zellmaterial spielt für die regenerative Medizin eine immer größere Rolle. In der Herzchirurgie beispielsweise wird intensiv mit Stammzellen geforscht, um neue Möglichkeiten der Behandlung bei schweren Herzkrankheiten zu finden. Ziel der Wissenschaftler ist es, die Zahl der risikoreichen Operationen zu verringern und letztlich einmal ganz vermeiden zu können.
Besonders wichtig ist es, Behandlungsalternativen für Kinder mit schweren Herzfehlern zu finden. Das Problem momentan ist, dass bei Kindern, anders als bei älteren Patienten, beispielsweise keine Herzklappen aus tierischem Gewebe eingesetzt werden können. Während derartige Herzklappen bei älteren Menschen routinemäßig implantiert werden können, degeneriert bei Kindern das Implantat deutlich schneller und ist nach wenigen Monaten, wenn nicht sogar Wochen nicht mehr funktionstüchtig. weiterlesen »
Familie Rauen aus Merzkirchen hat das Nabelschnurblut ihres Sohnes Felix aufbewahrt. Im Interview erklärt Silvia Rauen, die Mutter des heute Dreijährigen, warum sie und ihr Mann sich zu diesem Schritt entschlossen haben. Außerdem erzählt sie, welche Fortschritte sie sich von der Forschung mit Nabelschnurblut-Stammzellen erhoffen.
Was für ein Gefühl ist es für Sie, Mutter zu sein, und wie empfanden Sie die ersten Tage mit Ihrem Kind?
Es ist schön – rundum schön. Die ersten Tage waren sehr aufregend, denn plötzlich Mutter zu sein, ist eine große Umstellung – aber eine angenehme. weiterlesen »
Heidi Rapp aus Albstadt möchte so gut wie möglich für ihren Sohn Philipp vorsorgen. Deshalb hat sie das Nabelschnurblut des Jungen, der heute sechs Jahre alt ist, aufbewahrt. Im Gespräch erzählt sie, was diese Entscheidung für sie bedeutet und wie sie über die Möglichkeit denkt, das Blut zu spenden.
Was hat die Entscheidung, das Blut aus Philipps Nabelschnur einzulagern, für Sie bedeutet?
Ich habe auf diese Weise für den Notfall vorgesorgt. Im unwahrscheinlichen Fall, dass meinem Sohn etwas passiert und dass ihm dadurch geholfen werden kann, dass man auf sein Nabelschnurblut zurückgreift, soll es vorhanden sein. Ich wollte ganz einfach mein Möglichstes tun, um mein Kind abzusichern. weiterlesen »
Das öffentliche Bewusstsein um die Chancen, die im Nabelschnurblut stecken, ist in Europa im Vergleich zu den USA oder Asien kaum ausgeprägt. Nabelschnurblut enthält die zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Hirn- und Lungenschäden, Herzinfarkt oder Diabetes einsetzbaren adulten Stammzellen. Unmittelbar nach der Geburt kann das Blut aus der Nabelschnur entnommen und über Jahrzehnte konserviert werden. Die Entnahme des Nabelschnurblutes ist dabei ohne jedes Riskiko – weder für Mutter noch für Kind. Dennoch wird in Europa bei nicht einmal fünf Prozent aller Geburten das Nabelschnurblut entnommen. weiterlesen »
Stammzellen aus Nabelschnurblut werden seit Ende der 1980er zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt. Zu diesen gehören unter anderem verschiedene Krebsvarianten und Bluterkrankungen. Nachdem im letzten Beitrag dieser Reihe die Fanconi-Anämie vorgestellt wurde, soll nun mit Leukämie eine weitere Krankheit beschrieben werden, die sich mit Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt lässt und an der jährlich etwa 1.800 Kinder in Deutschland erkranken.
Leukämie ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems, um genau zu sein, handelt es sich um eine spezielle Form von Blutkrebs. Sie wurde bereits 1845 von Rudolf Virchow beschrieben. Leukämien bilden unter anderem verstärkt weiße Blutkörperchen in funktionsuntüchtigen Vorstufen aus. Weiße Blutkörper sind normalerweise für die Immunabwehr verantwortlich. Doch diese defekten Zellen breiten sich im Knochenmark aus und verdrängen dort die übliche Blutbildung. Mit anderen Worten, die Leukämiezellen führen zu einer Verringerung der normalen Blutbestandteile und beeinträchtigen auf diese Weise die Funktionen des Blutes, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff oder eben die Immunabwehr. weiterlesen »
Stammzellen aus Nabelschnurblut wurden 1988 zum ersten Mal zur Behandlung einer Krankheit eingesetzt. Damals konnte ein sechsjähriger Junge geheilt werden, der an der Fanconi-Anämie erkrankt war. Die Stammzellen wurden aus dem Nabelschnurblut seiner Schwester gewonnen. Heute können über 40 Krankheiten auf diese Weise behandelt werden. Das sind zumeist verschiedene Formen von Krebs oder Erkrankungen von Knochenmark und Blut. Die Fortschritte in der Regenerativen Medizin nehmen stetig zu. Experten gehen davon aus, dass künftig mehr als 100 Krankheiten mit den aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandelt werden können. In einer Beitragsreihe wollen wir hier die wichtigsten dieser Krankheiten beschreiben. weiterlesen »
Etwas in der Hinterhand zu haben, das war für Anna-Maria Schneider und ihren Mann Uwe Schneider der Grund, das Nabelschnurblut ihres Sohnes einlagern zu lassen. Dabei setzte die Familie auf Informationen und den Rat von Ärzten – schließlich war die Stammzellforschung vor vier Jahren noch nicht an den heutigen Ergebnissen zu messen. Ein Blick hinter die Kulissen einer Nabelschnurblutbank hat Anna-Maria Schneider schlussendlich komplett überzeugt. Ihr Resümee: ”Ich würde es auch bei meinem zweiten Kind wieder tun.”
Warum haben sie sich dafür entschieden, das Nabelschnurblut Ihres Kindes einzulagern?
Nun, mein Mann und ich haben beschlossen, das Nabelschnurblut aufzubewahren, um unserem Kind im Notfall alle medizinischen Möglichkeiten offen zu halten. Natürlich hoffen wir, dass dieser Fall nie eintritt. weiterlesen »
Marlon Mensing aus Gronau-Epe ist ein Jahr alt. Seine Eltern haben sein Nabelschnurblut bei der Geburt aufbewahrt, um für die Zukunft ihres Kindes vorzusorgen. Das hat auch die Krankenkasse befürwortet, wie die Mutter, Doris Kreimer-Mensing, im Interview berichtet. Außerdem beschreibt sie die positiven Reaktionen auf die Nabelschnurblut-Einlagerung aus ihrem Bekanntenkreis.
Wie sind Sie mit dem Thema Nabelschnurblut in Berührung gekommen – wann haben Sie erstmals von der Möglichkeit erfahren, es aufzubewahren?
Mein Mann und ich sind beide durch Werbeanzeigen in Apothekenzeitschriften darauf aufmerksam geworden. Außerdem fanden wir dort einen Bericht über die Einlagerung von Nabelschnurblut. Ungefähr zur Halbzeit der Schwangerschaft haben wir uns verstärkt mit dem Thema beschäftigt und weitere Informationen über das Internet eingeholt. Ich habe auch mit zwei Ärzten gesprochen – mit meinem Frauenarzt sowie dem Leiter der Klinik, in der ich entbunden habe. Beide haben die Entnahme sehr befürwortet. weiterlesen »


