18.12.2009
Die Anzahl der Diabeteserkrankungen, gerade bei Kindern ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen. Diese Entwicklung ist aber bedrohlich. Die Wissenschaft ist seit Jahrzehnten auf der Suche nach den Ursachen dieser Autoimmunerkrankung. Bis heute können noch keine abschließenden Aussagen darüber getätigt werden, welche Faktoren letztlich zur Ausbildung dieser schweren Erkrankung verantwortlich sind. Auf einem Expertenportal, dass sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Nabelschnurblut befasst, ist nun ein Interview erschienen, dass diese Thematik behandelt. Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler ist Expertin auf diesem Gebiet. Seit 25 Jahren befasst sich die Oberärztin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin am Städtischen Klinikum München-Schwabing intensiv mit der Diabetesforschung. weiterlesen »
Nabelschnurblut enthält wertvolle und einzigartige Stammzellen, die einem Kind bei einer schweren Erkrankungen die Chance auf einen gesundheitlichen Neuanfang bieten. Deswegen entscheiden sich immer mehr Eltern dafür, das Blut aus der Nabelschnur ihrer Kinder aufzubewahren. Aber auch persönliche Erfahrungen oder Erlebnisse von Bekannten spielen eine Rolle, wie das Beispiel von Markus und Bettina Meile aus Ködnitz zeigt.
Warum haben sie sich dazu entschieden, das Nabelschnurblut ihrer Zwillinge einzulagern?
Ich habe kurz von der Geburt eine Freundin besucht: Deren Kind – gerade in die Schule gekommen – war mit fünfeinhalb Jahren an jugendlichem Diabetes erkrankt. Wir waren wirklich geschockt, dass so eine Krankheit von heute auf morgen plötzlich auftritt. Dank einer Vielzahl von Informationen stellten wir fest, dass es für viele Erkrankungen gute Heilungschancen mit Hilfe der Stammzellen aus Nabelschnurblut gibt. Während meiner Schwangerschaft habe ich mich in den Broschüren einer privaten Blutbank zu diesem Thema kundig gemacht. Als ich dann meinem Mann davon erzählte, haben wir gemeinsam beschlossen, das Blut von unseren Zwillingen einlagern zu lassen. weiterlesen »
An der Universität Florida unter der Leitung von Prof. Dr. J. Michael Haller wurden im Rahmen einer klinischen Studie sieben Kinder, die an jugendlichem Diabetes Typ I litten, erfolgreich mit ihren eigenen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut behandelt. Die Ergebnisse wurden auf dem Jahrestreffen der ”American Diabetes Association” 2007 in Chicago präsentiert und 2008 in der Juni Ausgabe von ”Experimental Hematology” veröffentlicht. Die Eltern hatten das Nabelschnurblut bei der Geburt ihrer Kinder einlagern lassen. Nach der Therapie verbesserten sich bei allen Kindern die Blutwerte und sie benötigten nur halb so viel Insulin, wie ohne Therapie.
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