12.03.2010
Wie die Münsterland Zeitung am 5. März 2010 berichtete, konnte das Nabelschnurblut eines Neugeborenen aus Ahaus einem an Leukämie erkrankten Patienten das Leben retten. Diese Nachricht erhielt das Krankenhaus St. Marien in Ahaus von der Nabelschnurblutbank des Heinrich-Heine-Universitätsklinikums in Düsseldorf. Allerdings wurde bisher nicht bekannt, von wem die Spende kam.
Gut zwei Jahre besteht in der geburtshilflichen Abteilung des Krankenhauses für die werdenden Eltern die Möglichkeit, das Nabelschnurblut ihres Kindes einlagern zu lassen – sei es für private Zwecke oder eben, wie im oben bereits genannten Fall, als Spende. Die Klinik arbeitet hier sehr eng mit der Nabelschnurblutbank der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf zusammen. Die Nabelschnurblutbank wiederum wird unterstützt durch die José Carreras Leukämie-Stiftung.
Dieser aktuelle Fall verdeutlicht nun einmal mehr, wie viel Heilungspotenzial in den Stammzellen des Nabelschnurblutes schlummert. Zumal es bei der Gewinnung sowohl für die Mutter als auch für das Kind – anders als bei der Knochenmarksspende – keinerlei Risiko gibt. Heute werden noch mehr als 95 Prozent des zur Verfügung stehenden Nabelschnurblutes bei den Geburten entsorgt. Bedenkt man, dass weltweit schon viele Menschen mit diesen Stammzellen geheilt werden konnten, so ist dies ein völlig unverständlicher Umstand. Täglich werden in Deutschland etwa 30 neue Fälle von Leukämie diagnostiziert. Für viele der Betroffenen ist eine Stammzellspende die einzige Rettung. Und die aus der Nabelschnur gewonnenen Zellen sind in besonderer Art und Weise geeignet, da die Stammzellen sehr jung und noch nicht vollkommen ausgereift sind. Gerade letzteres bewirkt, dass es bei der Transplantation weit seltener zu Abstoßungsreaktionen kommt.
Der Patient, der mithilfe der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut des Neugeborenen aus Ahaus gerettet werden konnte, ist einer von zahlreichen positiven Anwendungsbeispielen. Es könnten aber noch weit mehr sein. Umso wichtiger ist es, dass solche positiven Fälle publik gemacht werden, damit künftig immer mehr Menschen die Gelegenheit der Einlagerung von Nabelschnurblut nutzen.
[Bildquelle: www.sxc.hu]
Tags: Einlagerung, Leukämie, Nabelschnurblut, Spende
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