23. Juni 2008

Was wissen die Leipziger über Nabelschnurblut? Zwei Redakteure haben sich im Clara-Zetkin-Park umgehört und interessante Meinungen zusammengetragen.

Nabelschnurblut-Doege

Gisela Döge aus Leipzig

“Ich finde die Einlagerung von Nabelschnurblut ist eine richtig gute Sache. Ich lese in Gesundheitszeitschriften häufig über neue Forschungsergebnisse und finde solche Berichte immer sehr spannend. Die Forschung auf dem Gebiet muss in jedem Fall unterstützt werden, denn neue Erkenntnisse zur Heilung von Krankheiten sind sehr wichtig!”

Nabelschnurblut-Swiderski

Familie Swiderski aus Leipzig

“Wir haben über unsere Hebamme von der Nabelschnurbluteinlagerung gehört. Die Entscheidung dafür fiel dann ziemlich spontan. Wir sehen es als eine Art Lebensversicherung für unser Kind: Sowohl in meiner Familie, als auch in der meines Mannes sind die Großeltern an Krebs erkrankt. Sollte diese schlimme Krankheit auch bei unserem Kind vorkommen, hoffen wir, dass die eingelagerten Stammzellen ihm helfen können. Natürlich wünschen wir uns, dass wir das eingelagerte Blut niemals brauchen werden! Aber wenn, können wir unserem Kind damit trotzdem eine gesicherte Zukunft bieten. Mein Mann und ich haben diese Entscheidung nie bereut und würden uns auch immer wieder dafür entscheiden.”

Nabelschnurblut-Baum

Holger Baum

“Ich war damals bei der Geburt meines Sohnes dabei und durfte auch die Nabelschnur durchtrennen. Von der Möglichkeit, Nabelschnurblut einlagern zu lassen, höre ich heute zum ersten Mal. Doch es klingt wirklich sinnvoll. Falls ich noch ein weiteres Kind haben sollte, würde ich mich dazu auf jeden Fall etwas schlauer machen. Der größte Vorteil scheint zu sein, dass wir uns als Eltern keine Gedanken darüber machen müssten, was passiert, wenn das Kind wirklich mal erkrankt und eine Spende benötigt wird. Denn die Chance einen passenden Spender zu finden, ist immer sehr gering. Menschen, die etwas gegen die Einlagerung haben, sind wahrscheinlich noch nie mit einem kranken Kind in der Familie konfrontiert worden – anders kann ich mir ihre Ablehnung nicht erklären.”

Nabelschnurblut-Schanze

Barbara und Klaus Schanze

“Es war geplant, dass von unserem Enkelkind Nabelschnurblut eingelagert werden sollte. Aber dann kam das Kleine viel zu früh. Unsere Kinder feierten in Dresden Silvester, als die Wehen plötzlich einsetzten. Dann ging alles sehr schnell. Das Entnahmepaket stand in Leipzig in der Wohnung. Keiner hatte zu diesem Zeitpunkt mit der Geburt gerechnet. So konnte leider kein Blut aus der Nabelschnur entnommen werden.

Wir haben das Vorhaben unserer Kinder damals sehr unterstützt. Die Idee hat uns von Anfang an begeistert. Um uns weiter zu informieren und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, waren wir auch bei dem Vortrag von VITA 34 und haben das Gläserne Labor besichtigt . Wir sind so überzeugt von dem Nutzen, dass wir es bedenkenlos weiter empfehlen würden.”

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