Das Nabelschnurblut von Neugeborenen enthält wertvolle Materialien, die im Stande sind, das Blut- und das Abwehrsystem wiederherzustellen. Dass diese so genannten Stammzellen im Blut aus der Nabelschnur vorkommen, ist erst seit zirka 20 Jahren bekannt. Mehr als doppelt so lange sind die ”Alleskönner” aus Knochenmark im Einsatz. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich auf diesem Gebiet vermehrt Forschungserfolge verzeichnen lassen. Vor kurzem wieder in Amerika: Dort wurden Multiple Sklerose (MS)-Patienten erfolgreich mit ihren eigenen blutbildenden Stammzellen aus dem Knochenmark behandelt. Zunächst wurden die kranken Zellen, die das Nervensystem angriffen, durch eine Chemotherapie zerstört. Die danach transplantierten Stammzellen erwiesen sich als voll funktionstüchtig und linderten die Symptome der behandelten Personen. Wie Studien zeigen, ist das nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Arbeiten müssen fortgesetzt werden, um die Wirksamkeit zu bestätigen. Zudem hilft diese Art der Behandlung bisher nur Patienten, die am Anfang der Erkrankung stehen. Trotzdem legen die Ergebnisse den Einsatz von Nabelschnurblut nahe, da in ihm die gleichen Stammzellen wie Knochenmark sitzen – nur in einer jüngeren Version.
Tags: Anwendung, Multiple Sklerose, Nabelschnurblut, Stammzellen
|
|
|||
1 Kommentar für “Nabelschnurblut ist ein Lieferant für Blut- und Immunsystem bildende Stammzellen”Kommentar schreiben |
|||
|
|



16.03.2009 um 16:39
[...] 900 Krankenhäuser mit Geburtsabteilung. Diese Zahlen zeigen: Die Gelegenheit zur Prävention mit Nabelschnurblut wird inzwischen flächendeckend angeboten. Somit ist ein wichtiger Schritt dahin getan, dass das [...]