Marens Meinung zu einem unserer Muttiinterviews:
“Es gibt immer zwei Seiten. In diesem Fall wurde sich sicher nur einseitig informiert. Selten liest man über Erfolgserlebnisse oder Heilungen im Zusammenhang mit Nabelschnurblut. Gerade in diesem Fall, ist das Aufbewahren umtritten, denn das Baby kam etwas zu früh auf die Welt und es war nicht ausreichend Blut aus der Nabelschnur vorhanden. Für mich nur Geldmacherei. Aber es gibt eben naive Eltern.”
Daraufhin antwortete Marion:
Ich habe vor 4 Jahren das Nabelschnurblut meiner Tochter einlagern lassen. Als Naturwissenschaftlerin verfolge ich dieses Thema sehr intensiv und sehe das Potenzial der Stammzellen, im Rahmen von Therapien eingesetzt zu werden, in den nächsten Jahren wachsen. Wenn man bedenkt, dass man vor etwas mehr als 10 Jahren mit der Einlagerung von Nabelschnurblut in Deutschland begonnen hat und heute bereits klinische Studien laufen, in denen Nabelschnurblut zur Behandlung von Kindern mit Diabetes Typ I oder sauerstoffbedingten Hirnschäden erfolgt, dann geht der Fortschritt in sehr großen Schritten voran. Sicherlich wird häufig die Frage gestellt ”Und was kann man heute mit Stammzellen aus Nabelschnurblut machen?â€. Der Einsatz von Stammzellen erfolgt heute im Rahmen klassischer Therapien zum Wiederaufbau von Knochenmark nach Strahlen- oder Chemotherapie. Hier hat sich ja auch in den letzten Jahren gezeigt, dass Nabelschnurblut gleichwertig zu Knochenmark eingesetzt werden kann und sogar Vorteile besitzt. Ich persönlich bin trotzdem sehr froh, dass das Nabelschnurblut meiner Tochter noch nicht angewendet werden musste und kann nur sagen ”Zum Glück ist die Wahrscheinlichkeit einer schwerwiegenden Erkrankung im Kindesalter gering!â€. Letztendlich sollte jeder eine persönliche Entscheidung treffen, ob er Nabelschnurblut für sein Kind einfrieren lässt oder eventuell spendet. Naiv würde ich jedoch die Entscheidung ”Pro Nabelschnurblut†nicht bezeichnen.
Hier lesen Sie das Interview, das den Meinungsaustausch entfacht hat.
Tags: Lesermeinung, Nabelschnurblut
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2 Kommentare für “Nabelschnurblut – Leserkommentar”Kommentar schreiben |
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02.02.2009 um 22:10
wenn man sich intensiv damit beschäftigt und auch alternative methoden in betracht zieht, dann überlegt man es sich sicherlich genau, ob man 2000 – 3000 euro für die einlagerung von nsb bezahlt. wie schon gesagt, stammzellen lassen sich auch aus knochmark gewinnen. wird das bei den ganzen anbietern die nsb einlagern in der beratung auch erwähnt? mir wurde nicht davon berichtet.
ich bleibe dabei, es ist geldmacherei. aber wer sein gewissen reinkaufen will, kann das gerne tun! dann lieber das geld der forschung spenden!
17.07.2009 um 11:32
Ich finde es schon fast frech jemanden zu verurteilen, weil er Nabelschnurblut für sein Kind einlagern lässt.
Jeder ist doch alt genug, um zu entscheiden, ob er das möchte oder nicht. Ich finde es gut und würde es auch machen. Leider hatte ich vor 3 Jahren nicht die finanziellen Mittel dazu. Aber wer das Geld hat soll es tun. Schaden kann es sicher nicht.