24. Juli 2009

emely-sophie-gosmann-11Erfahren Sie nun im zweiten Teil des Interviews mit Mirko Wolf, Vater der vierjährigen Emely Sophie, warum er gemeinsam mit seiner Frau sich dafür entschied, dass Nabelschnurblut ihrer Tochter einlagern zu lassen und welche Hoffnungen sie damit verbinden.

Hatte es auch einen familiären Hintergrund, dass Sie das Nabelschnurblut einlagern ließen?

Meine Mutter hatte – noch zu DDR-Zeiten – Lungenkrebs, und ihr musste die Hälfte der Lunge entfernt werden. Ich hoffe, dass die Forschung eines Tages auch in solchen Fällen mit Stammzellen etwas ausrichten kann.

Was, glauben Sie, wird künftig mit den Stammzellen aus dem Blut machbar sein?

Ich würde mir zumindest wünschen, dass man mit ihrer Hilfe eines Tages Krebserkrankungen besiegen kann. Außerdem wäre es möglich, in Zukunft künstliche Organe oder Herzklappen zu züchten. Hier hoffe ich auf einen medizinischen Durchbruch in der nächsten Zeit.

Haben Sie bei der Einlagerung des Nabelschnurblutes Unterstützung von Ihrer Krankenkasse erhalten?

Nein, die Krankenversicherung meiner Freundin war dazu nicht bereit – meine Versicherung habe ich nicht gefragt. Insgesamt aber habe ich den Eindruck, dass die Einlagerung noch zu zögerlich unterstützt wird. Würden die Kassen mehr in Vorsorgemaßnahmen wie diese investieren, dann ließen sich die Kosten im Gesundheitssystem meiner Meinung nach langfristig senken. Hoffentlich bewegt sich da in den nächsten Jahren etwas.

Haben Sie Verwandten, Freunden und Bekannten erzählt, dass Sie das Blut aus Emelys Nabelschnur aufbewahrt haben?

Ja, wir haben davon erzählt. Viele hatten auch bereits vorher von dieser Möglichkeit gehört. Und manche meinten im Nachhinein, dass sie das Blut bei der Geburt ihrer Kinder auch hätten aufbewahren sollen. Ich würde auch jeden, der dazu finanziell in der Lage ist, ermutigen, es zu tun.

VN:F [1.9.10_1130]
Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0.0/5 (0 Bewertungen abgegeben)

Tags: , , ,

 

Kommentar schreiben

*

 
Babyclub.de Community