21. November 2008

Nabelschnurblut - Gemeinsam durch dick und dünnIm Nabelschnurblut befinden sich hochpotente Stammzellen – so weit so gut. Doch was können diese Stammzellen? Eine Sorte der Nabelschnurblutstammzellen bildet unser Blut- und Immunsystem. Eine andere kann sich in Bindegewebe, Knochen- und Knorpelzellen entwickeln. Diese Tatsache nutzte ein internationales Ärzteteam aus, um einer jungen Frau eine neue Luftröhre zu transplantieren. Ein ganzes Organ kann noch nicht gezüchtet werden, deshalb wurde auf ein Spenderorgan zurückgegriffen. Damit das jedoch nicht als fremd erkannt wird, entfernten die Wissenschaftler alle Zellen, bis nur noch ein biologisches Gerüst übrig blieb. Auf dieses Stützskelett siedelten sie dann die körpereigenen, adulten Stammzellen aus dem Knochenmark der Patientin an. Die Stammzellen bildeten daraufhin eine auf die Patientin zugeschnittene Luftröhre, indem sie sich in Knorpel- und Gewebezellen differenzierten. Die Stammzellen aus Knochenmark und Nabelschnurblut sind nahezu identisch – mit dem Unterschied, dass die Vertreter aus Nabelschnurblut besonders jung und damit entwicklungsfreudiger sind. Schon nach wenigen Tagen konnte die junge Mutter das Krankenhaus verlassen und muss zudem auch keine Medikamente nehmen, da ihr Körper das Organ vollends akzeptiert hat.

Bildquelle: www.sxc.hu

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