31. Oktober 2008

”Wenn Nabelschnurblut so wertvolle Stammzellen enthält, warum braucht die Forschung dann so lange, um diese auch einzusetzen?” Diese Frage stellen sich viele werdenden Eltern. Gefolgt von der Vermutung, dass die möglichen Anwendungen ihren Weg in die Klinik zu spät finden. Doch dem ist nicht so: Die Forschung bewegt sich – ständig! Aber es dauert seine Zeit, bis neue Therapien mit Nabelschnurblut so weit erkundet sind, dass sie ohne Risiko am Menschen angewandt werden dürfen. Schließlich sollen die Neuerungen nicht unvorhersehbaren Schaden anrichten, sondern den Patienten beim gesund werden helfen. Dafür ist es notwendig, dass die Testreihen mehrmals wiederholt werden, um einerseits ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten und andererseits Langzeitwirkungen zu erkennen. Dafür benötigen die Forscher finanzielle Mittel. Diese werden durch Institutionen wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) allerdings erst dann bereit gestellt, wenn sich die Untersuchungen als innovativ und zukunftsträchtig darstellen. Fazit: Sicher sind viele Menschen der Meinung, dass die Erforschung neuer Behandlungen zu lange dauert, aber die Zeit wird dringend benötigt. Nur so können in Zukunft unheilbare Krankheiten mit Nabelschnurblut therapiert werden, ohne dass Risiken für die Patienten bestehen.

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