”PLANET BABY®” – ist der Name des Geburtshauses der selbständigen Hebamme Kira Macht. Neben Vorbereitungskursen, Beratungsgesprächen und Geburten in gemütlichem Ambiente gibt es eine Besonderheit: Die Hebamme hat sich für die Entnahme des Nabelschnurblutes schulen lassen. Eltern müssen demnach nicht unbedingt in der Klinik entbinden, um das Blut aus der Nabelschnur ihrer Kinder für die Zukunft aufzubewahren.
Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Nabelschnurblut Ihrer Kinder einzulagern?
Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen wurde ich von Berufs wegen damit konfrontiert und habe mich damit auseinander gesetzt. Davon abgesehen war es für meinen Mann und mich schon immer selbstverständlich, alles zu tun, um die Gesundheit unserer Kinder zu sichern. Zumal unsere Familie mit Krebs vorbelastet ist. Deshalb sage ich: ”Was man hat, das hat man”.
Wann haben Sie das erste Mal von der Vorsorgemöglichkeit der Einlagerung von Nabelschnurblut erfahren?
Vor ungefähr zehn Jahren stand eine junge, schwangere Frau mit einem Päckchen bei uns vor der Tür und wollte, dass ich das Blut ihres Kindes abnehme. Daraufhin beschäftigte ich mich damit näher und konsultierte als meine erste Informationsquelle, meinen Vater, der Gynäkologe ist – ihm war die Thematik schon damals bekannt. Später besuchte ich Fortbildungsveranstaltungen und recherchierte im Internet.
Konnten Sie bei Ihren eigenen Geburten Beruf Beruf sein lassen?
Nein – ich war sozusagen meine eigene Hebamme. Denn die Geburt wird so oder so vom Körper diktiert und durch mein Geburtshaus hatte ich alle Gerätschaften parat. Beim ersten Kind war dennoch eine Ärztin dabei, bei der zweiten mein Vater, der selbst Gynäkologe ist.
Wie haben Sie die Entnahme des Nabelschnurblutes empfunden?
Bei anderen Geburten verlassen sich die Schwangeren voll und ganz auf mich – ich trage die Verantwortung, dass die Entnahme reibungslos läuft. Diese Verantwortlichkeit habe ich auch bei meinen eigenen Kindern nicht abgelegt. Zwischen den Presswehen habe ich mich deshalb immer wieder erkundigt, ob alles vorbereitet ist. Die Entnahme selber habe ich dann natürlich auch mit Argusaugen verfolgt.
Was würden Sie werdenden Eltern empfehlen, die auch Nabelschnurblut einlagern lassen wollen?
Wenn sich Eltern schon für die Einlagerung entschieden haben gibt es keine Empfehlung mehr, die auszusprechen wäre – es ist eine gute Entscheidung. Wir sind froh, dass es diese Möglichkeit gibt und glücklich es gemacht zu haben. Bei jedem Kind, das noch kommen möge, würden wir es wieder tun – keine Frage.
Bildquelle: Kerstin Pukall, www.pukall.de
Tags: Entnahme, Hebamme, Nabelschnurblut
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