Wer im medizinischen Bereich arbeitet, der weiß um die besondere Bedeutung der Gesundheitsvorsorge – etwa mit Stammzellen. Sandra Stör, Arzthelferin aus Pfützthal, ist mit dem Thema Stammzellen noch aus einem anderen Grund verbunden – sie hat sich auch als Knochenmarkspenderin registrieren lassen und sich für eine Einlagerung von Nabelschnurblut entschieden. Im Interview berichtet sie über ihre Beweggründe und die Chance, die sie damit genutzt hat.
Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Als Arzthelferin bin ich sehr engagiert, wenn es um das Thema Gesundheitsvorsorge geht. Ich bin bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) als Knochenmarkspenderin eingetragen und gehe regelmäßig zum Blutspenden. Zudem ist meine Mutter sehr früh an Krebs gestorben. Damals hätte ich alles getan, um ihr zu helfen. Heute gibt es mit der Einlagerung von Nabelschnurblut die Möglichkeit, für meine Kinder vorzusorgen. Deshalb gibt es für mich in diesem Punkt keine Diskussion oder Frage – das Blut muss bewahrt werden. So habe ich die Chance, wenn etwas passiert, auf das Nabelschnurblut zurückzugreifen.
Wie haben Sie von der Möglichkeit erfahren, es einlagern zu lassen?
Zum einen über persönliche Empfehlungen und zum anderen über meine Frauenärztin während der Schwangerschaft. Sie sprach mich direkt darauf an, da sie der der Einlagerung sehr offen gegenüber steht und von dieser Idee begeistert ist. Sie händigte mir verschiedene Prospekte aus. Genauer interessiert habe ich mich dann für Vita 34 in Leipzig, wo ich auch zusätzliches Material angefordert habe. Es war sehr umfangreich und lieferte interessante Einblicke in das Unternehmen. Da ich von Anfang an sehr aufgeschlossen war, fiel die Entscheidung sehr schnell, dass das Blut aus der Nabelschnur aufbewahrt werden muss.
Welche Gedanken haben Sie sich bezüglich der Entnahme des Blutes gemacht?
Ich habe mir darüber keine Sorgen gemacht und dem Klinikpersonal voll vertraut. Außerdem habe ich von der Entnahme selbst nichts mitbekommen.
Bei Ihrer Tochter Karla konnte nur eine relativ geringe Menge Nabelschnurblut entnommen werden. Warum wollten Sie es dennoch einlagern lassen?
Vita 34 hat darüber informiert, dass das Nabelschnurblut eigentlich nur bis 40 Kilogramm Körpergewicht eingesetzt werden könnte. Wir haben uns trotzdem für die Einlagerung entschieden, weil es leider genug Krankheiten gibt, die Kinder schon in jungen Jahren heimsuchen können. Zudem ist die Forschung schon so weit, dass die Stammzellen bald vermehrt werden können. Wir denken, wenn die Kinder das Blut im Erwachsenenalter brauchen, werden die Forschungen soweit sein, dass die Menge kein Problem mehr darstellt.
Was würden Sie Eltern raten, die überlegen, das Nabelschnurblut Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Eine spezielle Empfehlung würde ich nicht geben wollen, weil jeder diese Entscheidung für sich selbst treffen muss. Aber aus meiner Sicht ist es eine gute Sache und ich würde es jederzeit wieder tun. Wir investieren das Geld lieber in die Einlagerung des Blutes, als es anderweitig zu hinterlegen.
Tags: Einlagerung, Nabelschnurblut
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