29.01.2010

Deutschlandradio berichtet über NabelschnurblutMütter und Väter, die sich bisher zur Einlagerung des Nabelschnurblutes ihres Neugeborenen entschieden haben, taten dies im sicheren Gefühl, dass die Wissenschaft in den nächsten Jahren Fortschritte auf dem Gebiet machen würde und die Zahl der Anwendungsmöglichkeiten sich weiter erhöhen wird. Das Nabelschnurblut stellt für sie eine Lebensversicherung für ihr Kind dar. Auch wenn die Zahl der Krankheiten, die mit den Stammzellen aus Nabelschnurblut therapiert werden können, anfänglich noch relativ gering war, vertrauten sie auf Potenziale dieser besonderen Zellen. Ausschlaggebend für die Entscheidung zur Einlagerung war zudem das Wissen, das man dies nicht zu einem späteren Zeitpunkt nachholen könne. So ließen sich die Eltern auch nicht von der Kritik der Medien abschrecken, die speziell die private Einlagerung populistisch als Geschäft mit Angst verschrien. Die Erfolge der letzten Jahre, sowohl in medizinischer Anwendung der Stammzellen als auch in der Forschung geben den Eltern recht, die bereits vor Jahren das Nabelschnurblut ihrer Kinder einlagern ließen beziehungsweise dieses spendeten. Und so ist nun auch immer mehr ein Wandel in der Berichterstattung der Medien zu verzeichnen. Erst am vergangenen Sonntag lief im Deutschlandradio ein Beitrag, der sich mit Nabelschnurblut beschäftigt hat.

Die Hörer bekamen dabei interessante Hintergrundinformationen von Experten wie den Leukämieexperten Prof. Dr. Welte, der einen Einblick in die wissenschaftlichen Aspekte dieser Thematik bot. So erfuhr man von ihm mehr über die neusten Forschungsergebnisse des amerikanischen Teams vom Fred Hutchinson Cancer Research Center, dem es gelungen war, Stammzellen aus Nabelschnurblut im Labor zu vermehren, und diese erfolgreich bei einem Leukämiepatienten zu transplantieren. „Ich bin ein großer Fan von diesen Nabelschnurstammzellen, weil sie einfach noch frisch sind, unverbraucht, ein hohes Potential haben und das Überleben von Kindern zum Beispiel mit Leukämien verbessern können im Vergleich zu anderen Quellen für Transplantationen,” erklärt der Mediziner im Beitrag.

Das Thema Nabelschnurblut hat medial eine neue Bewertung erfahren. Das wird auch im Beitrag des Deutschlandradios deutlich, wenn am Ende von „medizinisch wertvollen Zellen“ die Rede ist. Nachzulesen ist dieser übrigens hier.

Bildquelle: www.sxc.hu

Tags: ,

 

Kommentar schreiben