Langsam setzt sich die Besuchergruppe wieder in Richtung Ausgang in Bewegung. “Parallel wird in der Hämatologie Nabelschnurblut auf seine Qualität geprüft”, erklärt uns Dr. Kunert. Und im benachbarten Zellkulturlabor werden in den kommenden Tagen weitere wichtige Untersuchungen stattfinden. ”Der Vitalitätstest beispielsweise gibt uns Auskunft über die Anzahl der Stammzellen”, so Kunert.
“Unsere Mitarbeiter arbeiten übrigens an sieben Tagen die Woche, auch an Feiertagen, im Zweischichtsystem, so dass Einlagerungen jederzeit vorgenommen werden können”, sagt Dr. Kunert und nimmt mir damit meine Zweifel an meinem errechneten Geburtstermin. Mein Sohn soll an einem Sonntag zur Welt kommen. An der Eingangstür angekommen, betont Dr. Kunert nochmals das Potenzial der Stammzellen aus Nabelschnurblut. “Eigene Stammzellen, wie die aus dem Nabelschnurblut, werden bei einer Anwendung vom Körper nicht abgestoßen. Sie können eingesetzt werden, um Krebs, Diabetes und viele weitere Erkrankungen zu bekämpfen. So könnten die eingelagerten Stammzellen für Ihr Kind oder auch einen anderen Menschen einmal Lebensretter sein.”
Nachdenklich blicken wir Dr. Kunert an, der uns noch Informationsmaterial reicht. Freundlich verabschiedet er sich von jedem Einzelnen. Auch der kleine Junge blickt ihn verschmitzt an und lächelt.
Draußen vor der BIO CITY scheint noch immer die spätnachmittägliche Sonne. Eines steht für mich fest: Ich werde noch heute Abend mit meinem Mann über die Einlagerung sprechen.
Tags: Einlagherung, Nabelschnurblut, Stammzellen
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