Bevor das Nabelschnurblut im letzten Raum des Ganges angelangt ist, wird es mit einem speziellen Nummerncode versehen: Jede Zahlenfolge verweist auf die Herkunft des Blutes – auf die Familie, die sich dafür entschieden hat. Nur ein Platz ist dafür in den runden Stickstofftanks vorgesehen: Verwechslung bei über 50.000 eingelagerten Proben ausgeschlossen. Hinzu kommt die sanfte Abkühlung des Nabelschnurblutes – schließlich sollen die Stammzellen in den eisigen Bedingungen der Stickstofftanks nicht zerstört werden. Als organische Materie und ”Lebensretter” müssen auch kurz vor der letzten Etappe des Rundgangs die strengen Vorgaben zur Einlagerung eingehalten werden.
Nun stehen wir vor den riesigen Metalltanks. “Hier im Einfrierraum des Gläsernen Labors befinden sich die so genannten Kryotanks. Hier wird das Nabelschnurblut bei minus 196 Grad Celsius eingelagert”, erklärt Dr. Kunert. “Und woher wissen Sie, welche Probe zu welcher Familie gehört?”, fragt eine Dame, die hinter mir steht. ”Alle Daten werden in das Computersystem eingegeben und mit einem Barcode, wie Sie ihn aus dem Supermarkt kennen, versehen. Dieser befindet sich auf dem Blutbeutel, allen Röhrchen und Dokumenten und ist eindeutig identifizierbar”, erklärt der Fachmann das Prinzip. Im Einfrieraum selbst beobachte ich den zuständigen Laborleiter, der gerade die Kryotanks überprüft. “Etwa 1.500 Nabelschnurblutproben haben in einer Art Regalsystem angeordnet in den Tanks Platz”, fügt der Experte an. Der genaue Platz jedes Präparates wird dokumentiert – damit ist es innerhalb weniger Minuten gefunden und einsatzbereit.
Doch bevor die eigentliche Einlagerung vollzogen wird, werden die Proben computergesteuert auf minus 150 Grad Celsius heruntergekühlt und dann innerhalb von Sekunden in die großen Kryotanks überführt, wo sie dann jahrzehntelang lagern können”, so Dr. Kunert weiter. ”Über 40 Stück dieser Metallriesen stehen schon bei VITA 34.”
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09.06.2008 um 10:41
[...] ist, dass es relativ einfach zur Verfügung steht und sehr gut und über längere Zeit kältekonserviert werden kann. So altert es nicht mit dem Organismus [...]