21. Juli 2008

Wer sich im Internet informiert, merkt schnell welche Fortschritte die Forschung im Bereich Stammzellen aus Nabelschnurblut macht. Mit diesem Wissen fällt es leicht, eine Entscheidung für sein Kind zu treffen. Familie Streubel hat sie inzwischen für drei Kinder getroffen – Fredericke, Constantin und Pauline.

Nabelschnurblut - StreubelWarum haben Sie sich dazu entschieden, das Nabelschnurblut Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Jens Streubel: Als die Frauenärztin uns von der Möglichkeit erzählte, dass das Nabelschnurblut eingelagert werden kann, war für uns schnell klar, dass wir uns dafür entscheiden. Für unsere Kinder ist es, im Falle einer Krankheit, die Chance auf Heilung. Das Blut der eigenen Kinder gibt es auch nur zum Zeitpunkt der Geburt. Wir möchten nicht in die Verlegenheit kommen, wenn wir es wirklich irgendwann mal brauchen, nicht vorgesorgt zu haben. Natürlich hoffen wir, das Nabelschnurblut niemals verwenden zu müssen, aber wir wollen einfach das Risiko so gering wie möglich halten. Das eingelagerte Blut beruhigt ungemein. Es ist für uns wie eine Versicherung.

Wie haben Sie sich über die Einlagerung von Nabelschnurblut informiert?
Jens Streubel: Wir haben uns im Internet und in Fachzeitschriften darüber informiert und es schien uns, dass die positiven Aspekte im Zusammenhang mit Nabelschnurblut überwiegen. Daraufhin ist uns die Entscheidung für die Einlagerung sehr leicht gefallen. Die Forschung geht immer weiter und wir glauben, dass in Zukunft viel mehr möglich sein wird. Als wir das Blut aus der Nabelschnur unserer ersten Tochter eingelagert hatten, war es für die folgenden zwei Kinder auch keine Frage – es wurde auch für sie gemacht.

Nachdem Sie sich für die Einlagerung entschieden haben: Wie empfanden Sie den weiteren Ablauf bei VITA 34?
Jens Streubel: Wir haben dort angerufen und kurz darauf ein Informationspaket mit einer Vielzahl an Broschüren bekommen. Alles in allem war es eine sehr umfassende Betreuung, was uns darin bestärkte, das Blut unserer Kinder in gute Hände abzugeben.

Haben Sie sich Sorgen bezüglich der Nabelschnurblutentnahme gemacht?
Janet Renate Streubel: Bedenken hatten wir wegen der Entnahme nicht. Nur bei unserem Jüngsten gab es ein Problem: Die Nabelschnur war sehr kurz – nur 40 Zentimeter lang. Fakt ist, das es nur für ein Kind bis 40 Kilo reichen würde. Die Qualität der Stammzellen war jedoch sehr gut und wir entschieden uns trotzdem für die Einlagerung. Zudem arbeitet die Forschung an der Vermehrung von Stammzellen. Wir sehen die Einlagerung von Nabelschnurblut als eine Art Unfallversicherung und ich sage immer – ”besser man hat, als man hätte”.

Haben Sie die Entnahme mitbekommen?
Janet Renate Streubel: Bei unseren beiden Töchtern habe ich absolut nichts mitbekommen. Denn alles ging so schnell und ich hatte in dem Augenblick nur Augen für das Kind auf meiner Brust, da war mir alles andere egal. Nur bei unserem Jüngsten war die Entnahme etwas präsenter, da es bei ihm ein bisschen länger gedauert hat.

Was würden Sie Müttern empfehlen, die auch Nabelschnurblut einlagern lassen wollen?
Janet Renate Streubel: Generell würde ich dazu raten, es zu machen. Aber Mütter, die mit diesem Gedanken spielen, sollten sich gut informieren. Zum Beispiel steht in den Elternbriefen, wofür die Stammzellen schon heute eingesetzt werden – bei Diabetes oder Hirnschlägen. Eine gute Beziehung zum Arzt und die Fragebögen ehrlich ausfüllen – so kann bei der Einlagerung später nichts schief gehen.

Welches Fazit ziehen Sie aus Ihren Erfahrungen?
Janet Renate Streubel: Wir sind froh, dass wir es gemacht haben. Falls ungeahnte Dinge eintreffen – was ich nicht hoffe, möchte oder will – ist es doch beruhigend, die Vorsorge getroffen zu haben. Es gibt ja nur einen einzigen Zeitpunkt, diese Stammzellen zu bekommen. Ich hoffe auch, dass die Forschung dort entscheidende Fortschritte macht.

VN:F [1.9.10_1130]
Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0.0/5 (0 Bewertungen abgegeben)

Tags:

 

Kommentar schreiben

*

 
Babyclub.de Community