Sonja Eichhorn* ist drei Jahre alt und leidet an jugendlichem Diabetes. Im Februar 2008 stellten die Ärzte bei Sonja Typ-1-Diabetes fest, eine Form der Zuckerkrankheit, die schon Kinder und Jugendliche treffen kann. Für ihre Eltern Susanne und Matthias* ein Schock. Doch Sonja kann nun als erste Patientin in Deutschland von einer neuen Therapiemethode mit ihrem eigenen Nabelschnurblut profitieren. Denn ihre Eltern Susanne und Matthias haben sich für die Teilnahme an einer neuen Diabetes-Studie an der TU München entschieden, bei der das eigene Nabelschnurblut im Kampf gegen die Krankheit eingesetzt wird. Wir haben kurz mit Susanne Eichhorn gesprochen.
Warum haben Sie das Nabelschnurblut für Ihre Tochter eingelagert?
Die Nabelschnurblut-Einlagerung haben wir in der Hoffnung vorgenommen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt aufgrund des medizinischen Fortschritts für unsere Tochter oder für andere Familienmitglieder von Vorteil sein könnte. Eine Diabetes-Erkrankung war für uns zu der Zeit nicht abzusehen, wir hatten auch bisher in der Familie keinerlei Vorerkrankungen.
Warum haben Sie an der Studie teilgenommen? Was erwarten Sie sich?
Zum einen möchten wir die Stammzellforschung unterstützen und damit aktiv am medizinischen Fortschritt teilhaben. Außerdem erhoffen wir uns natürlich durch die Nabelschnurblut-Behandlung eine Abmilderung des Krankheitsverlaufs bei Sonja. Dank der relativ großen Menge an verfügbarem Nabelschnurblut musste glücklicherweise nicht das gesamte Blut eingesetzt werden. Das Blut wurde
in zwei Beuteln eingefroren und nur einer wurde verwendet.
Wie verlief die Behandlung in der Klinik?
Der Ablauf war völlig reibungslos und professionell. Die Vorbereitungen verliefen ganz still im Hintergrund. Wir haben ehrlich gesagt nur am Rande mitbekommen, dass da erheblicher logistischer und personeller Aufwand betrieben wurde. Ansonsten haben wir uns natürlich voll und ganz auf Sonja konzentriert. Sie hat die Transplantation sehr gut überstanden und nichts gemerkt. Nun sind wir gespannt, was herauskommt.
*Die Namen wurden auf Wunsch der Eltern geändert
[Bildquelle: www:sxc.hu]
|
|
|||
Kommentar schreiben |
|||
|
|

