11.09.2009
Das Gesundheitspersonal in den Kliniken und Arztpraxen in Ohio wird dazu angehalten, Schwangere und werdende Eltern über Nabelschnurblut und dessen Einlagerung zu informieren. Ein entsprechendes Gesetz wurde bereits vom Ohio Senate for Health, Human Services & Aging Committee und dem Ohio House verabschiedet und liegt nun dem Gouverneur vor. Darin wird das Gesundheitsministerium Ohios verpflichtet auf seiner Internetpräsenz Informationen zum Thema Einlagerung und Spende von Nabelschnurblut zu veröffentlichen sowie das Gesundheitspersonal darauf hinzuweisen verstärkt über Nabelschnurblut und seine Einsatzmöglichkeiten zu informieren. Mit diesem Gesetz geht Ohio einen weiteren wichtigen Schritt in der gesundheitlichen Aufklärung.
Das Ziel dieser neuen Gesetzesinitiative ist es, Schwangeren eine objektive Entscheidungsgrundlage zu bieten. Nur mithilfe ausführlicher Informationen können sich diese bewusst für oder gegen die Einlagerung von Nabelschnurblut entscheiden. Außerdem sollen Journalisten auf diese Weise Zugang zu objektiven Informationen bekommen, um die breite Öffentlichkeit für das Thema Nabelschnurblut zu sensibilisieren. Die vom Gesundheitsministerium bereitzustellenden Informationen sollen sowohl allgemeine Fakten über Nabelschnurblut und dessen Einlagerung beinhalten wie auch Informationen über die Chancen der Behandlung mit dem Stammzellen aus dem Nabelschnurblut. Dabei werden auch die zukünftigen Anwendungsgebiete und die Heilungschancen bei schweren Krankheiten thematisiert. Selbstverständlich wird auch über die Kosten der Einlagerung und die Vor- und Nachteile von öffentlichen Spenden und privater Einlagerung informiert. Außerdem werden die Mütter über die eventuellen Risiken für sie und das Kind aufgeklärt.
Bisher werden noch etwa 95 Prozent des Nabelschnurblutes bei Entbindung ungenutzt entsorgt. Diese Prozentzahl soll deutlich reduziert werden, um die Diversität der Spenden zu erhöhen und auf diese Weise noch mehr Patienten eine Behandlung mit den Stammzellen aus Nabelschnurblut zu ermöglichen. Denn bereits heute können über 70 Krankheiten wie Leukämie, Sichelzellanämie oder auch Lymphknotenerkrankungen mithilfe dieser Stammzellen therapiert werden.
Bildquelle: www.sxc.hu
Tags: Aufklärung, Gesetz, Nabelschnurblut, USA
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