
Die ehemalige deutsche Skirennläuferin Martina Ertl-Renz und ihr Mann Sven, Ex-Triathlet, haben das Nabelschnurblut ihrer Tochter Romy-Sophia bei VITA 34 einlagern lassen. In einem Interview spricht sie über ihre Beweggründe, das Verfahren und was sie Eltern rät, die auch vor der Entscheidung der Einlagerung stehen.
Frau Ertl-Renz, warum haben Sie sich dazu entschieden, Blut aus der Nabelschnur Ihres Kindes einlagern zu lassen?
Als Mutter will man alles für sein Kind tun. Und da das Blut im Falle einer Krankheit zur Genesung beitragen kann, soll es davon profitieren können.
Wie haben Sie von dieser Vorsorgemöglichkeit erfahren?
Ich bin von der Arzthelferin meiner Frauenarztpraxis darauf hingewiesen worden. Der Zeitraum war sehr knapp und ich bin froh, dass mich die Dame rechtzeitig angesprochen hat. Ich finde es hilfreich, informiert zu werden und auf diese Art für mein Kind vorzusorgen. Mir war es einfach wichtig, alles für mein Kind zu tun, auch schon vor der Geburt.
Als sie von VITA 34 erfahren haben: Haben Sie die Entscheidung spontan getroffen oder mussten Sie lange überlegen?
Weil die Gesundheit meines Kindes das Wichtigste ist, ist es mir dementsprechend leicht gefallen. Im Falle einer Krankheit kann ich einfach ruhigen Gewissens sagen: ”Da gibt es etwas, das ich schon mit der Geburt gemacht habe und es trägt dazu bei mein Kind abzusichern”. Ständig wird so viel Geld für irgendwelche Dinge ausgegeben und in diesem Fall kann es sinnvoll in die Gesundheit investiert werden.
Könnten Sie kurz erklären wie der Ablauf bei VITA 34 war, als Sie sich für die Einlagerung entschieden haben?
Ich bekam von der Arzthelferin eine Broschüre und habe mich daraufhin im Internet informiert. Dann habe ich mit meinem Mann darüber geredet und zusammen haben wir uns für die Einlagerung entschlossen. Ein paar Tage später bekamen wir das Entnahmeset per Post und es wanderte direkt neben die gepackte Tasche für das Krankenhaus. Wichtig ist, dass alles rechtzeitig erledigt wird, um im Fall einer Frühgeburt vorgesorgt zu haben. Am Tag der Geburt habe ich das Paket mit in die Klinik genommen und es dort den Ärzten übergeben. Das Krankenhaus hatte ich im Vorfeld informiert. Daher war alles kein Problem und lief reibungslos ab.
Was würden Sie Müttern empfehlen, die auch Nabelschnurblut einlagern lassen wollen?
Meine Empfehlung ist, sich umfassend zu informieren. Im Grunde müssen sich Eltern die Frage beantworten: ”Wie viel ist mir die Gesundheit meines Kindes wert?” Ich kann werdenden Eltern nur dazu raten, das Blut einlagern zu lassen. Denn ich denke, dass in Zukunft noch viel mehr als heute möglich sein wird. Für unseren ”kleinen Wurm” ist es die beste Vorsorge.
Glauben Sie, als Sportler solche Entscheidungen bewusster zu treffen oder mehr in die Gesundheit Ihres Kindes zu investieren?
Nein, nicht unbedingt. Auch wenn ich keinen Sporthintergrund hätte, würde ich mich für die Einlagerung des Blutes entscheiden. Ich denke nämlich nicht an Verletzungen, die einem Sportler besonders treffen könnten, sondern eher an Krankheiten vor denen niemand gefeit ist. Diese Entscheidung treffe ich für die Zukunft meines Kindes!
Woran arbeiten Sie gerade und bekommen Sie Beruf und Familie unter einen Hut?
Zurzeit arbeite ich jeweils an den Wochenenden für zwei Fernsehanstalten als Expertin für den Alpinen Skiweltcup. Dann ist die Kleine dann meistens bei meinem Mann Außerdem nehme ich viele Sponsorentermine für die unterschiedlichsten Unternehmen, natürlich auch Skifirmen war. Ich bin oft medienwirksam unterwegs. Mein Mann hat ein Geschäft, auch dort helfe ich wo es geht. In erster Linie bin ich aber für mein Kind da. Im Winter allerdings, wenn es zu den Skiweltmeisterschaften geht, bin ich auch mal länger unterwegs. Meine Mutter ist dann immer zur Stelle. Ich habe noch vier Neffen und so hat sie als fünffache Oma viel Erfahrung. Die Kinder sind oft zusammen und ich finde es schön, wenn sie so aufwachsen. Wir haben alles geregelt und es läuft dementsprechend gut.
Würden Sie sich beim nächsten Kind wieder dafür entscheiden?
Ja, auf alle Fälle. Ich habe auch schon vorgesorgt. Sollten wir noch eines bekommen, werden wir auf jeden Fall wieder das Nabelschnurblut einfrieren.
Als Sie im Freundeskreis von Ihrer Entscheidung berichtet haben, wie waren die Reaktionen?
Es ist eine sehr persönliche Sache und darum habe ich es nicht groß publik gemacht. Für mich stand einfach die Schwangerschaft im Mittelpunkt. Nur meine Eltern und Geschwister wussten Bescheid. Auch zwei meiner Freundinnen, die zur selben Zeit schwanger waren, erzählte ich davon. Denn es war mir wichtig, dass sie von dieser Vorsorgemöglichkeit erfahren. Dass ich mich über die Einlagerung informiert und letztendlich dafür entschieden habe, verdanke ich hauptsächlich der Arzthelferin, die mich darüber aufgeklärt hat. Sie hat mir sehr weiter geholfen. Sie war schon Großmutter und erzählte mir, dass sie es ihren Enkelkindern geschenkt hat. Und da die Großeltern oft nicht wissen wie sie ihren Liebsten etwas Gutes tun können, hat sie diese Möglichkeit ergriffen. Sie hatte ein gutes Gefühl dabei, welches sich auf mich übertragen hat.
Tags: Nabelschnurblut
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