Janine und Denis Gottschalk aus Lichterfeld vertrauen fest auf die Anwendung von Stammzellen in der Regenerativen Medizin. Aus diesem Grund haben sie das Nabelschnurblut ihrer drei Kinder bei einer privaten Nabelschnurblutbank einlagern lassen. Auch der jüngste Spross, der Anfang 2009 das Licht der Welt erblicken soll, wird von dieser Vorsorgemöglichkeit profitieren.
Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Janine Gottschalk: Ich hoffe, dass im Ernstfall Stammzellen die Regeneration von zerstörtem Körpergewebe ermöglichen. Deswegen haben wir uns bei allen drei Kindern dafür entschieden.
Denis Gottschalk: Ich bin auch der Überzeugung, dass es irgendwann möglich ist, aus diesen Stammzellen weitere Möglichkeiten der Anwendung zu entwickeln. Deswegen habe ich das mit der Einlagerung von Anfang an befürwortet.
Wie haben Sie von dieser Vorsorgemöglichkeit erfahren?
Janine Gottschalk: Die Anzeigen von VITA 34, einer Nabelschnurblutbank, sind immer in den Babyzeitschriften zu finden. Zudem hatte mein Mann damals auch gezielt im Internet danach gesucht.
Als Sie von der Vorsorgemöglichkeit erfahren haben: Ist Ihnen die Entscheidung für die Einlagerung leicht gefallen oder mussten Sie lange überlegen?
Denis Gottschalk: Die Entscheidung ist uns leicht gefallen. Wir waren uns sehr schnell einig.
Könnten Sie kurz erklären wie der Ablauf war, als Sie sich für eine Einlagerung entschieden hatten?
Janine Gottschalk: Ich habe bei der Hotline der privaten Nabelschnurblutbank angerufen und danach einen Ratgeber und eine DVD zugeschickt bekommen. Die für die Nabelschnurblut-Entnahme üblichen Voruntersuchungen beim Gynäkologen mussten natürlich auch gemacht werden. Wichtig ist, dass im Vorfeld auch die Hebamme und das Krankenhaus informiert sind. Nach ein paar Tagen kam das Entnahmepaket, welches wir dann mit in die Entbindungsklinik genommen haben. Das Blut wurde nach der Geburt aus der Nabelschnur entnommen und dann per Kurier nach Leipzig geschickt. Wir haben das Blut von inzwischen drei Kindern einlagern lassen, ein weiteres kommt im Januar 2009 und auch von diesem werden wir das Nabelschnurblut einlagern lassen.
Ist es Ihnen schwer gefallen, eine Klinik zu finden, die die Entnahme vornimmt, oder konnten Sie entbinden wo Sie wollten?
Janine Gottschalk: Nachdem die Geburtsklinik geschlossen wurde, in der unsere beiden Kinder Max und Emily geboren wurden, mussten wir uns zur Entbindung unserer Jüngsten für eine andere Klinik entscheiden. Aber auch in dieser Klinik war das Personal geschult und die Nabelschnurblutentnahme problemlos möglich.
Wie haben Sie die Entnahme empfunden?
Denis Gottschalk: Ich habe den Auffangbeutel bei der Entnahme gehalten. Bei Emily, unserem ersten Kind, war es noch spannend -Â bei Annelie, unserem dritten Kind war alles schon Routine.
Was würden Sie Müttern empfehlen, die auch Nabelschnurblut einlagern lassen wollen?
Janine Gottschalk: Ich rate allen werdenden Eltern, sich mit dem Thema zu beschäftigen und sich über die Möglichkeiten der späteren Anwendung zu informieren. Hilfreich ist dabei das Internet. Hier werden ständig erfolgreiche Verfahren vorgestellt, die mit Stammzellen möglich sind.
Tags: Anwendung, Einlagerung, Nabelschnurblut, Stammzellen
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02.12.2008 um 19:08
[...] beschäftigen. Um der Unwissenheit vor allem in neuen Bereichen wie der Einlagerung aus Nabelschnurblut entgegenzuwirken, bieten immer mehr private Nabelschnurblutbanken sogenannte Infoabende an. [...]