25. September 2009

Erfolgreiche Nabelschnurblut-Einlagerung vom kleinen Yves ElmendorffYves ist das erste Kind der Familie Elmendorff aus Halle an der Saale. Er kam am 19. 06. 2007 im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Halle per Kaiserschnitt zur Welt. Lange vor der Geburt des heute Zweijährigen hatten sich seine Eltern entschieden, das Nabelschnurblut ihres Sohnes einlagern zu lassen. Im Interview spricht Kitty Elmendorff mit uns über ihre Beweggründe und welche Erwartungen sie an die Forschung hat.

1. Wie empfanden Sie die ersten Tage mit Ihrem Kind?
Aufregend, spannend. Man musste sich ja erst einmal gegenseitig kennen lernen. Das war dann natürlich auch etwas anstrengend, aber jetzt haben wir uns eine super Familie aufgebaut.

2. Haben Sie noch weitere Kinder?
Yves ist bisher unser einziges Kind. Wir wollen uns aber auf jeden Fall noch vergrößern. Mindestens ein zweites Geschwisterkind für Yves möchten mein Mann und ich schon noch haben.

3. Sie haben für Ihren Sohn das Nabelschnurblut einlagern lassen. Wie sind Sie auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden?
Es gab da verschiedene Quellen. Informationen findet man ja in Zeitschriften wie die Apotheken-Rundschau oder Elternzeitschriften. Daneben liegen Flyer bei den Ärzten aus, so dass wir schon sehr früh auf das Thema gestoßen sind und lange vor der Geburt damit geliebäugelt haben, das Nabelschnurblut von Yves einlagern zu lassen.

4. Auf welchen Wegen haben Sie sich über Nabelschnurblut informiert?
Wir haben Broschüren von privaten Banken angefordert. Zudem konnten wir einige unserer Fragen auch telefonisch klären. Man hätte bei einem Anbieter auch die Möglichkeit gehabt, sich das Gläserne Labor anzuschauen. Leider haben wir trotz großen Interesses es aus zeitlichen und beruflichen Gründen nicht geschafft. Aber das Vertrauen war so groß – gerade durch die zunehmende Zahl an Anwendungen von Nabelschnurblut -, dass ich ein gutes Bauchgefühl dabei hatte.

5. Welche Gründe waren ausschlaggebend für Ihre Entscheidung?

Die Erforschung von Nabelschnurblut steht heute noch relativ am Anfang. Ich setzte aber mein Vertrauen auf die Wissenschaft. Wenn ich sehe, dass heute bereits Krankheiten wie Diabetes oder Leukämie mit Nabelschnurblut behandelt werden können, bin ich optimistisch, dass die Forschung in zehn bis 15 Jahren soweit ist, dass immer mehr schwere Krankheiten damit geheilt oder auch neue Organe damit gezüchtet werden können. Falls einmal wirklich das Schlimmste eintreten sollte und unser Kind an einer schwerwiegenden Erkrankung leidet, kann sein Nabelschnurblut vielleicht schon dann zum Wohl unseres Sohnes eingesetzt werden.

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