Eine Entnahme von Nabelschnurblut bei der Geburt könnte nicht nur in Zukunft Leben retten, sondern wird bereits heute für erfolgreiche Therapien eingesetzt. Amerikanischen Ärzten gelang es 2008, zwei todkranken Menschen in Minneapolis (USA) Stammzellen zu transplantieren, die aus dem Nabelschnurblut deutscher Babys stammen. Die Kinder kamen im evangelischen Krankenhaus in Hagen-Haspe (Nordrhein-Westfalen) zur Welt, im Volksmund liebevoll ”Mops” genannt. Dort ist die Einlagerung von Blut aus der Nabelschnur seit Jahren etabliert, und nun trägt das Engagement der Ärzte und vieler junger Familien endlich Früchte. Bei zwei US-Bürgern und einem Franzosen stimmten verschiedenste relevante Merkmale genau mit dem Nabelschnurblut von ”Mops”-Babys überein. ”Darauf ist hier jeder sehr stolz”, lässt die Oberärztin der Hagener Frauenklinik Eva-Maria Fasselt wissen. Ein Grund mehr, weiterhin aktiv die Einlagerung von Blut aus der Nabelschnur zu unterstützen. Denn noch immer werden in deutschen Krankenhäusern im Jahr viele Liter des Blutes ungenutzt entsorgt. Dabei stelle eine Entnahme keineswegs nur eine Option auf eine ungewisse Zukunft dar, wie der Chefarzt des ”Mops” Dr. Jacek Kociszewski erklärt. ”Bereits heute kann mit Nabelschnurblut weltweit Menschen das Leben gerettet werden. Das ist doch wunderbar!”
Bildquelle: www.sxc.hu
Tags: Anwendung, Nabelschnurblut, Stammzellen
|
|
|||
Kommentar schreiben |
|||
|
|


