Der 25-jährige Dennis Eilhoff steht “schon sein ganzes Leben im Tor” und hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er ist Profifußballspieler bei TuS Koblenz (Zweitligist), zur Zeit aber von Arminia Bielefeld (Erstligist) ausgeliehen. Der Sportler hat 2001 sein Abitur gemacht und Ende 2007 seine Frau Jeannette geheiratet. Seit 3. März 2008 ist Darren Jaden der Mittelpunkt der Familie – weitere Kinder nicht ausgeschlossen. Im Interview erklärt der Fußballstar, was Ihn zu der Entscheidung Nabelschnurblut einlagern zu lassen, bewogen hat.
Warum haben Sie sich für die Einlagerung entschieden?
Wir haben diese hilfreiche Möglichkeit genutzt, um unseren Sohn Darren Jaden für die Zukunft abzusichern. Im Grunde nur für den Fall, dass er krank wird, wovon wir zwar nicht ausgehen und was wir natürlich nicht hoffen. Deshalb ist es beruhigend zu wissen, dass wir auf das eingelagerte Nabelschnurblut zurückgreifen können.
Wer war die treibende Kraft? Sie oder Ihre Frau?
Wir beide. Wir erfuhren über unsere Nachbarn davon, dass man Nabelschnurblut einlagern lassen kann. Zusammen schauten wir dann im Internet nach und informierten uns über die Entnahme. Wir finden die Idee sinnvoll, das eingefrorene Blut später zur Heilung von Krankheiten zu benutzen.
Haben Sie für die Entscheidung lange überlegt oder war es eine spontane Entscheidung?
Als wir davon erfuhren, hielten wir es sofort für eine gute Sache. Es war deshalb eher eine spontane Entscheidung. Endgültig entschlossen haben wir uns dann nach weiteren Gesprächen mit Bekannten und zusätzlicher Internetrecherche.
Bei den Gesprächen mit Nachbarn und Bekannten: Wie war die Resonanz?
Als wir unseren Freunden davon erzählten, wussten viele gar nicht, dass es so was gibt. Die meisten hätten das bei Ihren jetzigen Kindern gern gemacht und ziehen die Einlagerung für zukünftige Kinder in Betracht.
Haben Sie die Entnahme mitbekommen? Wenn ja, können Sie den Ablauf kurz beschreiben?
Ja, ich war bei der Geburt dabei. Wir haben das Entnahmeset von VITA 34 zugeschickt bekommen. Meine Frau hatte einen Blasensprung, wir haben uns das Paket geschnappt und sind in die Klinik gefahren. Dort haben wir das Paket abgegeben und es erst wieder bei der Geburt im Kreissaal gesehen. Direkt nachdem unser Sohn auf die Welt gekommen ist, habe ich die Nabelschnur durchgeschnitten. Die Krankenschwestern haben das Blut dann erst entnommen, als sie von Kind und Mutter abgenabelt war. Es war also völlig risiko- und schmerzfrei und lief ohne Komplikationen ab.
Was würden Sie Eltern raten, die eine Einlagerung in Erwägung ziehen?
Das Blut seines Kindes einzulagern, ist ein gute Entscheidung für die Gesundheit des Kindes und sinnvoll dazu, wenn man später Krankheiten damit heilen kann.
Glauben Sie, dass sie als Sportler solche Entscheidungen bewusster zu treffen oder mehr in die Gesundheit Ihres Kindes investieren?
Sicher habe ich als Sportler ein besonderes Bewusstsein was Gesundheit und Körpergefühl angeht. Doch es geht bei dieser Entscheidung um das Kind und seine Zukunft. Da sollte jeder drüber nachdenken.
Was halten Sie davon, das eingelagerte Blut für eine fremde Person zu spenden?
Ich finde, das ist eine sinnvolle Sache. Wenn man das Blut nicht für sein eigenes Kind einlagern lassen will, sollte man es ruhig der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.
Würden Sie sich beim nächsten Kind wieder dafür entscheiden?
Ja, meine Frau und ich sind uns in diesem Punkt einig. Wir sind froh, dass wir das Nabelschnurblut unseres ersten Kindes, Darren Jaden, eingefroren haben und wollen es auch bei zukünftigen Kindern tun.
Tags: Nabelschnurblut
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1 Kommentar für “Dennis Eilhoff: “Nabelschnurblut ist eine Lebensversicherung””Kommentar schreiben |
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27.10.2008 um 22:19
Das war mir bisher auch nicht bekannt.
In der Tat wäre das mal eine gute Lebensversicherung – ich sollte das mal Websites wie lebenversicherung.ch oder auch anderen Versicherungsseiten schicken, damit sie es aufnehmen-denn DAS ist wirklich mal eine Versicherung, bzw eine Vorsorge, die Leben retten kann. Ich finde es klasse, und hoffe, dass viele sich daran ein Beispiel nehmen werden.