Archiv für 2011
Wieder ein Promi-Pärchen, dass öffentlich bekennt, Nabelschnurblut für seine Kinder eingelagert zu haben: Alessandra und Oliver Pocher, die am 25. September Eltern von Zwillingen wurden, haben das Nabelschnurblut ihrer Söhne zur Gesundheitsvorsorge bei einer Leipziger Nabelschnurblutbank aufbewahren lassen.
Mandy und Thomas Völker aus Oelsnitz im sächsischen Vogtland haben im Juli ihr fünftes Kind bekommen. Auch für die Kleinste haben sie – wie auch schon für die anderen vier Töchter – das Nabelschnurblut konservieren lassen. Vater Thomas spricht im Interview über das Leben zu siebt und ihre Gründe für die Nabelschnurblut-Einlagerungen. Für die Familie steht fest: Ein Urlaub oder ein großes Auto sind unwichtig im Vergleich zu einer lebenslangen Gesundheitsvorsorge für ihre Kinder. weiterlesen »
Am 7. April 2011 erhielt Karina Müller* aus dem Vogtland am Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch eine Infusion ihres eigenen Nabelschnurbluts. Infolge einer Hirnschädigung leidet die Dreijährige an Epilepsie und ist in ihrer Entwicklung verzögert. Karina ist das erste Kind in den Neuen Bundesländern, das mit ihren eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen behandelt wurde. Die Stammzellen wurden ihr zum Zeitpunkt der Geburt als Gesundheitsvorsorge entnommen und bei einer Leipziger Nabelschnurblutbank. Diese organisierte auch den Transport der Stammzellen in die Klinik und die Aufbereitung der Zellen vor Ort. Im Interview schildert Mutter Andrea Müller* ihre Erfahrungen.
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Am vergangenen Wochenende ging der 16. Kongress der European Hematology Association in London zu Ende. Dr. Annalisa Ruggeri vom Hôpital Saint Louis in Paris und Mitarbeiterin von Eurocord, präsentierte hier die Ergebnisse einer Untersuchung.
Demnach sei die Einlagerung und der Einsatz von Nabelschnurblut weltweit mittlerweile bei Blut- und Krebserkrankungen etabliert. Dies ließe sich sowohl an der mittlerweile standardisierten Qualität, der Anzahl der eingelagerten Nabelschnurblut-Präparate als auch an der steigenden Zahl der Anwendungen ablesen.
Weltweit sind derzeit etwa 500.000 Nabelschnurblut-Präparate bei öffentlichen Nabelschnurblutbanken eingeforeren. Etwa 20.000 konnten bereits sicher und wirksam für Therapien bei Kindern und Erwachsenen und bei einer Vielzahl von Blutbildungs- und Krebserkrankungen eingesetzt werden.
* 22.07.2004
Kerstin Zink-Zimmermann hat das Nabeschnurblut ihrer Tochter Zarah-Maureen (Foto, 12 Tage alt) in weiser Voraussicht entnehmen und einlagern lassen. Auch wenn natürlich alle hoffen, dass es nicht zum Einsatz des Nabelschnurblutes kommt, ist es dennoch eine gute Vorsorge für den Ernstfall.
Die Nabelschnurblutbank Vita 34 hat kürzlich ein neues Angebot gestartet, das mit deutlich geringeren Anfangskosten verbunden ist. Während der Anbieter bislang knapp 2000 Euro (plus Jahresgebühren) verlangte, ist jetzt über Vita 34 direkt eine Nabelschnurbluteinlagerung schon ab 690 Euro möglich. Monatlich kommen nochmal 8 Euro dazu.
Vita 34 erklärt auf Nachfrage, dass bei der Qualität der Einlagerung keine Abstriche gemacht würden. Die geringeren Anfangskosten begründet das Unternehmen mit geringerem organisatorischem Aufwand, weil es ein reines Online-Produkt sei.
Über 25 Jahre betrachtet gleichen sich die Kosten des neuen Angebots zwar denen des bisherigen nahezu an, allerdings dürften knapp 700 Euro für werdende Eltern eher zu berappen sein, als knapp 2000.
Familie Gadiah aus Bad Laasphe hat sich entschieden, das Nabelschnurblut ihres Babys bei der Geburt einlagern zu lassen. Heute ist ihr Kind, die kleine Indira (Foto), neun Jahre alt.
Tania Stüve-Beißmann (44) nutzte als eine der ersten schon 1999 für ihre heute elfjährige Tochter Nathalie die Möglichkeit, bei der Geburt die Stammzellen aus der Nabelschnur aufzubewahren. Im Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen und die Neugierde, die die Nabelschnurblutentnahme unter den Studenten in dem Uniklinikum auslöste, in der sie ihre Tochter zur Welt brachte.
Frau Stüve-Beißmann, im Jahr 1999 steckte die Nabelschnurblutaufbewahrung in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Wie sind Sie damals auf das Thema gestoßen?
Ich habe damals eine Anzeige in einer Zeitung gelesen. Ich erinnere mich, dass eine Postkarte in der Zeitschrift war, mit welcher man sich Infomaterial für die Nabelschnurbluteinlagerung bei unserer Stammzellbank zusenden lassen konnte. Als ich mir den Ratgeber gemeinsam mit meiner Mutter angesehen habe, meinte sie zu mir, dass man eigentlich gar nicht anders kann, als die Einlagerung zu machen, wenn man einmal davon weiß. Womit sie meiner Meinung nach Recht hat.
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