Archiv für 2009
13.10.2009
Die Erkenntnisse in der regenerativen Medizin, speziell die Erforschung über die Potenziale von Nabelschnurblut, schreitet immer weiter voran. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um Professor Dr. Martin Ulrich sind nun zu neuen Ergebnissen auf diesem Gebiet gelangt. Ihnen ist es gelungen, aus den Zellen des Nabelschnurblutes so genannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) herzustellen. Damit ist es nun möglich, spezielle Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zu produzieren, die nahezu unbegrenzt zu vermehren sind. Eine Erkenntnis, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, war doch die geringe Blutmenge eines der Probleme, die bisher die Anwendungsmöglichkeiten von Nabelschnurblut begrenzt haben. “Bisher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch Nutzen aus seinem eigenen aufbewahrten Nabelschnurblut zieht, extrem gering. Eingelagertes Nabelschnurblut wurde bisher vor allem zur Therapie von Leukämien verwendet.” Mit den Ergebnissen des Forscherteams besteht nun die berechtigte Hoffnung auf neue Einsatzgebiete von Nabelschnurblut und neue Therapien. weiterlesen »
Ein befreundeter Mediziner erzählte Aurelias Familie von der Möglichkeit der Nabelschnurbluteinlagerung. Als die Kleine dann zur Welt kam, entschied sich die Familie dafür, das Blut ihrer Tochter einlagern zu lassen. Aurelias Vater berichtet im Interview über die Hintergründe.
Wie sind Sie auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, Nabelschnurblut einlagern zu lassen?
Vor etwa fünf Jahren hörten wir das erste Mal etwas von dieser Möglichkeit, als uns ein befreundeter Arzt von der Nabelschnurbluteinlagerung und dem Nutzen der Stammzellen erzählte. Ein anderer Freund hatte das Nabelschnurblutes seines Kindes selbst auch einlagern lassen. Als meine Frau dann schwanger wurde, hatten wir das Thema noch im Hinterkopf und haben uns dann noch mal informiert. weiterlesen »
29.09.2009
Aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung bei der Geburt leidet der Sohn von Mark und Jinger Cain an zerebraler Kinderlähmung. Bis zu seinem vierten Lebensjahr konnte Dylan weder alleine laufen noch mehr als ein Dutzend Wörter sprechen. Er war auf ständige Betreuung angewiesen.
In diesem Jahr wurde Dylan dann für das Stammzellenforschungsprogramm der Duke University of Medicine in Durham, N.C. ausgewählt. Seitdem geht es ihm besser. Im Mai erhielt er eine Infusion mit Stammzellen seines eigenen Nabelschnurblutes und seither berichten seine Eltern von stetigen Fortschritten. “Seine kognitiven Fähigkeiten haben sich definitiv verbessert”, so Jinger Cain. Obwohl das Personal der Duke University die Eltern darauf einstimmte, dass im ersten halben bis einem Jahr keine merklichen Verbesserungen zu erwarten seien, verbesserte sich Dylans Verfassung zusehends. weiterlesen »
Yves ist das erste Kind der Familie Elmendorff aus Halle an der Saale. Er kam am 19. 06. 2007 im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Halle per Kaiserschnitt zur Welt. Lange vor der Geburt des heute Zweijährigen hatten sich seine Eltern entschieden, das Nabelschnurblut ihres Sohnes einlagern zu lassen. Im Interview spricht Kitty Elmendorff mit uns über ihre Beweggründe und welche Erwartungen sie an die Forschung hat. weiterlesen »
22.09.2009
Eine neue Untersuchung aus Amerika erweitert nun die Anwendungsmöglichkeiten von Nabelschnurblut. Die Mediziner der University of Minnesota (USA) kamen durch die Auswertung von Patientendaten zu dem Ergebnis, dass die Transplantation von zwei Präparaten, die von unterschiedlichen Spendern stammen, dass Risiko eines Rückfalls bei akuter Leukämie deutlich verringert. Von dieser Erkenntnis profitieren insbesondere ältere und gewichtigere Menschen. weiterlesen »

Yovana Strogaris hat sich bei der Geburt ihrer Tochter, Luz Juana Vetter (2 Jahre, Foto), entschieden:
Das Nabelschnurblut wird aufbewahrt!
Und welche Schätze die Kleine wohl am Strand vergräbt…?
15.09.2009
Ein dreijähriges Kind hatte infolge eines Herzstillstandes einen Hirnschaden erlitten und war daraufhin erblindet und ins Wachkoma gefallen. Dank einer Therapie mit Stammzellen aus Nabelschnurblut kann es nur kanpp acht Monate nach der Behandlung wieder sehen und beginnt nun langsam auch zu sprechen.
Das Kind wurde von einem Bochumer Ärzteteam behandelt, das neue Therapien mit Stammzellen aus Nabelschnurblut erforscht. weiterlesen »
11.09.2009
Das Gesundheitspersonal in den Kliniken und Arztpraxen in Ohio wird dazu angehalten, Schwangere und werdende Eltern über Nabelschnurblut und dessen Einlagerung zu informieren. Ein entsprechendes Gesetz wurde bereits vom Ohio Senate for Health, Human Services & Aging Committee und dem Ohio House verabschiedet und liegt nun dem Gouverneur vor. Darin wird das Gesundheitsministerium Ohios verpflichtet auf seiner Internetpräsenz Informationen zum Thema Einlagerung und Spende von Nabelschnurblut zu veröffentlichen sowie das Gesundheitspersonal darauf hinzuweisen verstärkt über Nabelschnurblut und seine Einsatzmöglichkeiten zu informieren. Mit diesem Gesetz geht Ohio einen weiteren wichtigen Schritt in der gesundheitlichen Aufklärung. weiterlesen »
Louis Pape
* 06.06.05
Hollnseth
Eltern: Heiko und Melanie Pape
Auch die Eltern des heute vierjährigen Louis haben sich dafür entschieden, das Nabelschnurblut ihres Kindes für den möglichst niemals eintretenden Fall einer schweren Krankheit einzulagern. Bereits heute ist die Forschung schon so weit, dass zahlreiche Krankheiten mit den Stammzellen aus Nabelschnurblut therapiert werden können – und es werden immer mehr. Dennoch hofft nicht nur die Familie Pape, dass das Nabelschnurblut für eine lange Zeit in den Kryotanks eingelagert bleiben kann.
Das Nabelschnurblut des fünfjährigen Michael aus Althengstett wurde eingelagert, um für seine Gesundheit vorzusorgen. Seine Mutter erklärt im Interview, weshalb ihr dieser Schritt sehr wichtig war. Sie hatte ihr Krankenhaus dazu bewegen können, das Blut zu entnehmen, obwohl die Klinik diesen Service bis dahin gar nicht angeboten hatte.
Sie haben Michaels Nabelschnurblut bei der Geburt entnehmen lassen. Verlief dabei alles glatt, oder gab es irgendwelche Probleme?
Bei der Entnahme selbst nicht – aber es war schwierig, damals ein Krankenhaus zu finden, dass die Entnahme überhaupt durchführte. Nicht alle Kliniken waren zu diesem Zeitpunkt dazu bereit. Denn als mein Sohn geboren wurde, war das Verfahren noch nicht ganz so gängig wie heute. Gerade in jenem Krankenhaus, in dem ich entbunden hatte, galt die Entnahme des Blutes zunächst als nicht möglich. weiterlesen »


