Archiv für Mai, 2009
Das Nabelschnurblut der zweijährigen Amelie Hamper aus Dreieich wird sicher verwahrt: Denn ihre Mutter Christina möchte ihrer Tochter alle Zukunftschancen offen halten. Ihre Erfahrungen, Ansichten und Eindrücke rund um die Einlagerung von Nabelschnurblut schildert sie im Interview. Außerdem erläutert sie, wie sie über eine Spende des wertvollen Blutes denkt.
Wie ist es für Sie eigentlich, Mutter zu sein, und wie empfanden Sie die ersten Tage mit Ihrem Kind?
Das war eine ganz neue und sehr spannende Erfahrung. Das Leben verändert sich schon ziemlich, wenn plötzlich ein Kind da ist. In den ersten Tagen ging es erst einmal darum, sich aneinander zu gewöhnen und den Menschen kennenzulernen, der soeben auf die Welt gekommen ist. weiterlesen »
Stammzellen aus Nabelschnurblut wurden 1988 zum ersten Mal zur Behandlung einer Krankheit eingesetzt. Damals konnte ein sechsjähriger Junge geheilt werden, der an der Fanconi-Anämie erkrankt war. Die Stammzellen wurden aus dem Nabelschnurblut seiner Schwester gewonnen. Heute können über 40 Krankheiten auf diese Weise behandelt werden. Das sind zumeist verschiedene Formen von Krebs oder Erkrankungen von Knochenmark und Blut. Die Fortschritte in der Regenerativen Medizin nehmen stetig zu. Experten gehen davon aus, dass künftig mehr als 100 Krankheiten mit den aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandelt werden können. In einer Beitragsreihe wollen wir hier die wichtigsten dieser Krankheiten beschreiben. weiterlesen »
Mit den aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen kann man bereits jetzt Krankheiten wie Leukämie, Multiple Sklerose oder die Fanconi-Anämie behandeln und oft auch vollständig heilen. Im Gegensatz zum Knochenmark ist die Gewinnung der Stammzellen wesentlich einfacher und weniger mit Komplikationen behaftet. Aus der Nabelschnur und der Plazenta wird das Blut entnommen und für künftige Behandlungen eingelagert. Das Problem ist aber momentan noch, dass die auf diese Weise gewonnene Menge an Blut für die Behandlung eines Erwachsenen zu gering ist. Gerade einmal 50 Milliliter Nabelschnurblut können im Durchschnitt entnommen werden. Daher ist die Stammzellforschung sehr daran interessiert, neue Methoden für die Vermehrung der Stammzellen zu entwickeln. weiterlesen »
Etwas in der Hinterhand zu haben, das war für Anna-Maria Schneider und ihren Mann Uwe Schneider der Grund, das Nabelschnurblut ihres Sohnes einlagern zu lassen. Dabei setzte die Familie auf Informationen und den Rat von Ärzten – schließlich war die Stammzellforschung vor vier Jahren noch nicht an den heutigen Ergebnissen zu messen. Ein Blick hinter die Kulissen einer Nabelschnurblutbank hat Anna-Maria Schneider schlussendlich komplett überzeugt. Ihr Resümee: ”Ich würde es auch bei meinem zweiten Kind wieder tun.”
Warum haben sie sich dafür entschieden, das Nabelschnurblut Ihres Kindes einzulagern?
Nun, mein Mann und ich haben beschlossen, das Nabelschnurblut aufzubewahren, um unserem Kind im Notfall alle medizinischen Möglichkeiten offen zu halten. Natürlich hoffen wir, dass dieser Fall nie eintritt. weiterlesen »
Marlon Mensing aus Gronau-Epe ist ein Jahr alt. Seine Eltern haben sein Nabelschnurblut bei der Geburt aufbewahrt, um für die Zukunft ihres Kindes vorzusorgen. Das hat auch die Krankenkasse befürwortet, wie die Mutter, Doris Kreimer-Mensing, im Interview berichtet. Außerdem beschreibt sie die positiven Reaktionen auf die Nabelschnurblut-Einlagerung aus ihrem Bekanntenkreis.
Wie sind Sie mit dem Thema Nabelschnurblut in Berührung gekommen – wann haben Sie erstmals von der Möglichkeit erfahren, es aufzubewahren?
Mein Mann und ich sind beide durch Werbeanzeigen in Apothekenzeitschriften darauf aufmerksam geworden. Außerdem fanden wir dort einen Bericht über die Einlagerung von Nabelschnurblut. Ungefähr zur Halbzeit der Schwangerschaft haben wir uns verstärkt mit dem Thema beschäftigt und weitere Informationen über das Internet eingeholt. Ich habe auch mit zwei Ärzten gesprochen – mit meinem Frauenarzt sowie dem Leiter der Klinik, in der ich entbunden habe. Beide haben die Entnahme sehr befürwortet. weiterlesen »
Nabelschnurblut ist nicht nur bei Eltern, die für die Gesundheit ihrer Kinder vorsorgen möchten, ein großes Thema. Auch die Stammzellmedizin und -forschung interessieren sich immer stärker für das Blut aus der Nabelschnur, weil es viele Stammzellen von unterschiedlicher Art enthält. Zudem ist es bei der Geburt leicht zu gewinnen. Daher überrascht es nicht, dass das Thema auch für die Teilnehmer internationaler Forscherkongresse einen hohen Stellenwert hat. Das dürfte auch bei der Konferenz ”Adult somatic stem cells – new perspectives”, bei der sich Ende November Wissenschaftler von Weltformat treffen werden, nicht anders sein. Denn die Tagung im Fürstentum Monaco wird von der Nabelschnurblut-Expertin Prof. Eliane Gluckman geleitet, die als Ärztin im Pariser Krankenhaus Saint-Louis arbeitet. Gluckman setzt sich vor allem dafür ein, dass Europa in der Forschung mit Nabelschnurblut nicht zurückfällt. weiterlesen »
Känguruhtücher für frisch gebackene Mütter, Fläschchen, Minizahnbürsten und Wundcreme für Babys Po. Auf dem gemeinsamen Kongress der Geburtsmediziner, Neugeborenen-Experten und Intensivmediziner für Frühgeburten dreht sich alles um das Wohlergehen der kleinsten Patienten vor und nach der Geburt. Die Veranstaltung findet noch heute und morgen auf dem Gelände des Internationalen Congress Centrums (ICC) in Berlin statt und dient allen teilnehmenden Medizinern und Hebammen der Fortbildung. Daneben stellen Unternehmen ihre Produkte rund um den Nachwuchs vor: Beispielsweise Brutkästen und Beatmungssysteme für Frühchen sowie Babynahrung in den vielfältigsten Formen. weiterlesen »
Die Geburt eines Kindes ist einer der schönsten Momente im Leben einer jungen Familie. Mit dem Nachwuchs verändert sich das ganze Leben. Väter werden rührselig und Mütter streben danach, für ihren Sprössling alles zu tun, damit es ihm gut geht. Das erste Lächeln, der erste Zahn, die ersten Krabbelversuche – all das wird in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren das Leben der Eltern bestimmen. Für Mark und Rosanne de Gregorio aus Gordonvale in Australien sind die Fortschritte, die ihr Sohn Corey macht, mehr als nur alltägliche Freuden. Sie würden es eher als kleines Wunder bezeichnen. Die Tatsache, dass der Dreijährige selbständig aus dem Becher trinken kann, ist für sie wie eine zweite Geburt. Denn der Junge leidet an zerebraler Lähmung. Er kann seine linke Körperhälfte einschließlich der Arme und Finger nicht kontrolliert bewegen. Sich wie ein normales Kind fortbewegen war für ihn nahezu unmöglich. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem seine Eltern darüber nachdachten, den Jungen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut behandeln zu lassen. weiterlesen »
Kerstin Woelk aus Rietschen hat das Nabelschnurblut ihrer vierjährigen Tochter Anika einlagern lassen. Von ihren Beweggründen und davon, wie sie die damit verbundene finanzielle Herausforderung gemeistert hat, erzählt die Mutter im Interview.
Wie haben Ihre Freunde oder Bekannten reagiert, als Sie erzählt haben, dass Sie das Blut aus der Nabelschnur Ihres Babys einlagern lassen?
Sie haben das sehr positiv gesehen und mich sogar aktiv unterstützt. Denn vielen, die mir etwas für das Kind schenken wollten, habe ich gesagt: ”Vom ersten Kind ist noch so viel Kleidung und Spielzeug übrig, und die Kleine braucht keinen zehnten Strampler. Lieber wäre mir ein finanzieller Beitrag für die Einlagerung des Blutes.” Freunde, Bekannte, Oma und Opa – alle, die ich darum bat, haben sich beteiligt. Mit vereinten Kräften war es dann kein Problem, die Aufbewahrung zu bezahlen. weiterlesen »


