Archiv für April, 2009
Katharina Wolter hat sich entschieden, das Nabelschnurblut ihrer Tochter Lilli Sophie aufbewahren zu lassen. Was sie zu dieser Entscheidung bewogen hat und was der Schritt für die Familie bedeutete, erklärt die junge Frau im Interview. Anderen werdenden Müttern rät sie zudem, die Gelegenheit zur Vorsorge nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.
Wie haben Sie von der Möglichkeit erfahren, das Blut aus der Nabelschnur Ihres Kindes einzulagern?
Zum ersten Mal habe ich davon durch eine Zeitungsanzeige erfahren. Daraufhin habe ich mich selbst über das Thema schlau gemacht, indem ich im Internet recherchiert und mich auch über die Servicerufnummer einer privaten Nabelschnurblutbank informiert habe. Auch der Rat des Chefarztes der Klinik, in der ich entbunden habe, war mir wichtig. Er meinte, das wäre auf jeden Fall eine gute Idee, da es immer möglich sei, dass das Blut noch gebraucht werde. weiterlesen »
Nabelschnurblut ist reich an Stammzellen, von denen es verschiedene Arten gibt. Eine davon stellen die sogenannten blutbildenden Stammzellen dar. Diese werden immer öfter bei Erkrankungen eingesetzt, weil sie nach einer Nabelschnurblut-Übertragung im Körper des Empfängers ein neues Immunsystem aufbauen können. Sie verwandeln sich dabei in mehreren Schritten in fertige Blutzellen. Nähere Informationen über das ”Wie” können Sie einer neuen Serie auf einem Internetportal entnehmen, in der die Entstehung einer Blutzelle in mehreren Teilen erklärt wird. Klicken Sie hier, um die erste Folge zu lesen.
Erneut hofft in den USA eine Familie auf das Heilungspotenzial von Nabelschnurblut. Denn der vierjährige Dylan Cain aus dem Bundesstaat Oregon wartet auf eine Übertragung seines eigenen Blutes, die in rund einem Monat stattfinden soll. Dylan erlitt bei der Geburt einen Hirnschaden und kann nicht ohne fremde Hilfe laufen. Außerdem ist der kleine Junge fast vollständig blind und beherrscht kaum ein Dutzend Wörter. Nun erwarten die Eltern, dass sich sein Zustand mit Hilfe der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut deutlich verbessern wird. Der Eingriff wird von der Klinik der Duke University in North Carolina durchgeführt, die schon viel Erfahrung mit ähnlichen Fällen gesammelt hat. Zuversichtlich stimmt die Familie die Tatsache, dass das Blut aus der Nabelschnur bereits bei anderen Kindern mit Hirnschäden dazu beigetragen hat, dass sie ihren Körper besser kontrollieren können. Auch die Sehkraft wurde in mehreren Fällen deutlich stärker.
Bildquelle: Ines Friedrich, www.pixelio.de


