Archiv für Februar, 2009


27. Februar 2009

Nabelschnurblut - Dr. Andreas Ottlik

Dr. Andreas Ottlik klärt als Frauenarzt werdende Mütter zum Thema Einlagerung von Nabelschnurblut auf. Warum ihm dieses Thema am Herzen liegt und welche Ratschläge er den Müttern mit auf den Weg gibt, erklärt der Arzt aus Oschatz im Interview. Sein Fazit zur Aufbewahrung von Nabelschnurblut: ”Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es tun!”

Was motiviert Sie, werdende Mütter aufzuklären?
Gerade Schwangere sind sensibel und empfänglich, was die Gesundheit Ihres Kindes angeht. Sie sollten daher objektiv über Vorsorgemöglichkeiten informiert werden. Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist eine moderne Option für die Zukunft und sollte in der Beratung angesprochen werden. weiterlesen »


25. Februar 2009

Nabelschnurblut - Familie Hoeppener ist glücklich über die Entscheidung zur EinlagerungSusann Hoeppener ist eine von vielen Müttern, die sich dafür entschieden haben, das Nabelschnurblut ihrer Kinder einzulagern. Genauer gesagt, ist mit dem Blut ihrer Tochter das 50.000. Präparat bei einer privaten Nabelschnurblutbank in Leipzig eingegangen. Die junge Mutter ist sich sicher, dass sie diese Chance immer wieder nutzen würde. In einem Interview berichtet Susann Hoeppener von ihren Erfahrungen.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Niemand kann in die Zukunft sehen. So kann auch ich nicht voraussagen, ob meine Kinder einmal schwer krank werden oder nicht. Deshalb ist es gut zu wissen, dass das Blut eingelagert worden ist, auf das im Notfall zurückgegriffen werden kann, um zu helfen. weiterlesen »


23. Februar 2009

Das Nabelschnurblut von Neugeborenen enthält wertvolle Materialien, die im Stande sind, das Blut- und das Abwehrsystem wiederherzustellen. Dass diese so genannten Stammzellen im Blut aus der Nabelschnur vorkommen, ist erst seit zirka 20 Jahren bekannt. Mehr als doppelt so lange sind die ”Alleskönner” aus Knochenmark im Einsatz. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich auf diesem Gebiet vermehrt Forschungserfolge verzeichnen lassen. Vor kurzem wieder in Amerika: Dort wurden Multiple Sklerose (MS)-Patienten erfolgreich mit ihren eigenen blutbildenden Stammzellen aus dem Knochenmark behandelt. Zunächst wurden die kranken Zellen, die das Nervensystem angriffen, durch eine Chemotherapie zerstört. Die danach transplantierten Stammzellen erwiesen sich als voll funktionstüchtig und linderten die Symptome der behandelten Personen. Wie Studien zeigen, ist das nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Arbeiten müssen fortgesetzt werden, um die Wirksamkeit zu bestätigen. Zudem hilft diese Art der Behandlung bisher nur Patienten, die am Anfang der Erkrankung stehen. Trotzdem legen die Ergebnisse den Einsatz von Nabelschnurblut nahe, da in ihm die gleichen Stammzellen wie Knochenmark sitzen – nur in einer jüngeren Version.


20. Februar 2009

Nabelschnurblut - Von links: Hannah, Vincent, Leah GrütznerFamilie Grützner hat 2007 Drillinge bekommen und sich für eine Einlagerung von Nabelschnurblut ihrer drei Kinder entschieden. Dabei spielten Religion und Fortschrittsglaube eine wichtige Rolle. Zum einen wird die Entnahme von Stammzellen aus der Nabelschnur von der katholischen Kirche als unbedenklich eingestuft, was für die Entscheidung der Familie ungemein wichtig war. Zum anderen haben sie sich für eine Einlagerung entschieden, obwohl die Menge an Nabelschnurblut nach heutigem Stand zu gering war. Die Grützners glauben fest an den Fortschritt in der Medizin, die Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden und daran, dass auch kleine Mengen Nabelschnurblut in Zukunft das Leben ihrer Kinder retten könnte.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der  Nabelschnur Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Wir sind uns sicher, dass der medizinische Fortschritt die Einlagerung letztendlich rechtfertigen wird. Es werden sich Behandlungsmethoden erschließen, die wir ohne das Blut nicht in Anspruch nehmen könnten. Zumal es aus ethisch-religiösen Gründen unbedenklich ist,  Stammzellen daraus  zu entnehmen und einzulagern. weiterlesen »


18. Februar 2009

Nabelschnurblut in der Leipziger VolkszeitungDas Uniklinikum in Leipzig freut sich über die neue Kooperation mit dem Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender Register (NKR). Sie ermöglicht es Eltern, das Nabelschnurblut ihres Kindes zu spenden und es damit Menschen, weltweit zur Verfügung zu stellen. Damit nimmt Leipzig, nach Angaben der Leipziger Volkszeitung, eine Vorreiterrolle in den neuen Bundesländern ein. Durch die Zusammenarbeit kann das Klinikum nun drei Varianten der Nabelschnurblut-Einlagerung anbieten: die kostenfreie Spende, die gebührenpflichtige Einlagerung zur persönlichen Vorsorge oder die private Einlagerung mit Spende-Option.

Bildquelle: Leipziger Volkszeitung vom 17. Februar 2009


16. Februar 2009

Nabelschnurblut - Isabell LiedkeHätte Familie Liedke bereits bei ihren ersten vier Kindern von der Möglichkeit gewusst, dass Nabelschnurblut eingelagert werden kann, hätten sie die Chance genutzt. Als sie sich bei ihrem fünften Kind für die Aufbewahrung des Nabelschnurblutes entschieden, stießen sie bei ihren Verwandten und Bekannten auf wenig Verständnis. Trotz alledem ließen sie sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen und stehen nach wie vor zu dieser Entscheidung.

Wann haben Sie zum ersten Mal davon gehört, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut eingelagert werden können?

Das war Ende des Jahres 1999. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade mein viertes Kind zur Welt gebracht. Ich fand es schade, dass ich erst danach – und somit zu spät – von dieser Möglichkeit gehört habe, denn so konnte ich bei meinen ersten vier Kindern nicht davon Gebrauch machen. Doch während meiner fünften Schwangerschaft habe ich mich bei einer privaten Nabelschnurblutbank genau informiert und Isabells Blut einlagern lassen. Wir hoffen, dass wir im Notfall auch unseren anderen Kindern helfen können, wenn sie die Stammzellen für die Therapie einer schweren Krankheit benötigen. weiterlesen »


13. Februar 2009

Die privaten Nabelschnurblutbanken haben genau durchgezählt. Das Ergebnis: Vorsorglich eingelagertes Nabelschnurblut wird immer häufiger angewendet. Im Vergleich zu 2007 stiegt die Zahl der Transplantationen um 64 Prozent, auf 2006 bezogen sogar um 370 Prozent. In den meisten Fällen wurde das Blut für den Spender selbst eingesetzt aber auch enge Verwandte profitierten von konservierten Stammzellen. In den USA wird das Blut aus der Nabelschnur am häufigsten angewendet – vor allem bei Hirnschäden, Diabetes Typ-1, Leukämie und Sichelzellanämie. Auch in Deutschland tut sich Einiges: Anfang des Jahres startete eine Studie zur Wirksamkeit von Nabelschnurblut bei Kindern mit Diabetes Typ-1. Lesen Sie hier die Pressemitteilung der privaten Nabelschnurblutbank.


11. Februar 2009

Nabelschnurblut - Eilika Thielking-NeesNachdem in ihrem Familien- und Bekanntenkreis einige schwere Krebserkrankungen auftraten, hat sich Brigitte Thielking-Nees bei ihrem dritten Kind für die Vorsorge entschieden: 2002 ließ sie das Nabelschnurblut ihrer Tochter Eilika einlagern, auch wenn ihr damals nur wenige Informationen zu diesem Thema zugänglich waren. Sie und ihr Mann hoffen damit, im Notfall auch ihren ältesten Kindern – heute neun und 16 Jahre alt – helfen zu können.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Nabelschnurblut Ihres Kindes einlagern zu lassen?

Wir haben uns entschlossen, es aufzubewahren, da in unserem näheren Umfeld einige schwere Erkrankungen aufgetreten sind. Zum einen ist unser ältester Sohn von Geburt an herzkrank und muss dementsprechend versorgt werden. Zum anderen gab es in unserem Bekannten- und Verwandtenkreis zwei schlimme Krebsfälle, die wir hautnah miterlebten. Zuerst starb meine Mutter mit 49 Jahren an dieser Krankheit. Und kurz danach ist der Sohn unserer Freundin im Alter von vier Monaten plötzlich an Leukämie erkrankt, obwohl es vorher noch nie einen ähnlichen Fall in der Familie gab. Diese beiden Schicksalsschläge zeigten uns, dass es jeden treffen kann. Aus diesem Grund haben wir uns für die Aufbewahrung des Blutes aus der Nabelschnur entschieden. Denn sollte bei unserer Tochter eine Krankheit festgestellt werden, könnte das Blut ihre Rettung sein. weiterlesen »


9. Februar 2009

Die Aufbewahrung von Nabelschnurblut ist neben der Heilung von Krankheiten für eine weitere Disziplin von Bedeutung – der Forschung. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts in Münster ist es gelungen, Zellen herzustellen, die embryonalen sehr ähnlich sind – sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS). Diese sind für die Forschung wichtig und müssen nun nicht mehr aus Embryonen gewonnen werden. Das Team nutzte für seine Entdeckung Material, das schon von Natur aus viele der gewünschten Merkmale besaß. Auch Nabelschnurblut enthält Zellen, die beste Voraussetzungen für derartige Untersuchungen bieten: Es enthält die jüngsten adulten Stammzellen. Damit bekommt die Konservierung von Nabelschnurblut eine weitere Bedeutung. Wer es nicht für den persönlichen Gebrauch und zur Heilung des eigenen Kindes einlagern will, kann es wissenschaftlichen Instituten spenden – immer noch besser als es im Müll zu entsorgen.


6. Februar 2009

In Bochum wurde ein zweijähriges Kind mit seinem eigenen Nabelschnurblut behandelt. Es litt seit einer Operation an spastischen Lähmungen. Die Eltern entdeckten auf der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten die Ärzte am Knappschaftskrankenhaus Langendreer. Diese hatten in ihren Forschungen den positiven Effekt des Blutes aus der Nabelschnur auf Hirnschäden bewiesen. Nachdem die Formalitäten abgeschlossen waren und auch der Ethikrat zustimmte, konnte das Blut am 27. Januar transplantiert werden. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

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