Archiv für Dezember, 2008
Walter Bast (49) aus Bremen litt seit einem Schlaganfall an Lähmungen und Sprachstörungen. Eine Art ”Teebeutel” in seinem Gehirn, die ihm Ärzte hinein operiert hatten, half ihm wieder auf die Beine. In diesem befanden sich gespendete Stammzellen (wie sie auch im Nabelschnurblut enthalten sind), die eine heilende Wirkung auf das schwer geschädigte Gehirn des Mannes ausübten. Nachdem die ”Powerzellen” ihre Arbeit getan hatten – die Behinderungen gingen zurück – wurden sie wieder entfernt. Jedoch müssen weitere Anwendungen folgen, beispielsweise auch mit Zellen aus Nabelschnurblut, um das Ergebnis der Therapie zu stärken. Lesen Sie hier den ganzen Artikel über die Behandlung. Ein ähnlichen Ansatz verfolgen Wissenschaftler in Leipzig, die mit Stammzellen aus Nabelschnurblut arbeiten. Diese Zellen konnten in bisherigen Untersuchungen eine ähnlich heilsame Wirkung im Gehirn vorweisen. Klinische Studien sollen in den nächsten Jahren folgen.
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Im hellen, mit Glas überdachten Innenhof kommt ihnen freundlich lächelnd ein adrett gekleideter Mann mittleren Alters entgegen und begrüßt beide mit einem kräftigen Händeschütteln. Er stellt sich als Dr. Erich Kunert, Mitarbeiter von VITA 34, vor. Die Frau scheint sehr erleichtert – das Baby drückt auf die Blase und nun kann sie endlich jemanden nach dem Weg zur Toilette fragen. Während sie hinter einer Glastür verschwindet, treffen weitere Pärchen ein. Die kugelrunden Bäuche der Frauen verraten, dass die Geburt nicht mehr lang auf sich warten lässt. Dr. Erich Kunert begleitet die Eingetroffenen in einen mit Holz verkleideten Raum, dessen Licht durch eine Glasfront in den Innenhof scheint – hier wird der theoretische Teil der Veranstaltung stattfinden. Die roten, gepolsterten Stühle im Vortragsraum scheinen gemütlich zu sein und auf den Tischen stehen Kekse und Getränke bereit. An den Seiten stehen Tische mit Broschüren und einem Paket – das Entnahmeset für das Nabelschnurblut. Wer will kann es auseinander nehmen und gründlich inspizieren.
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Der beste Beweis, dass eine Anwendung von Nabelschnurblut auch in hohem Alter Sinn macht, lieferte jüngst eine 65-jährige Münchnerin. Bei ihr wurde ein Mantelzellenlymphom diagnostiziert, eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems. Nach 30 Chemotherapien und vier Lungenentzündungen entschied sich ihr Arzt Hans-Jochen Kolb zur Transplantation von Blut aus der Nabelschnur. Die zwei Nabelschnurblut-Präparate schlugen bei der Patientin gut an und sie gilt heute als geheilt. Lesen Sie hier mehr.
Nabelschnurblut enthält wertvolle und einzigartige Stammzellen, die einem Kind bei einer schweren Erkrankungen die Chance auf einen gesundheitlichen Neuanfang bieten. Deswegen entscheiden sich immer mehr Eltern dafür, das Blut aus der Nabelschnur ihrer Kinder aufzubewahren. Aber auch persönliche Erfahrungen oder Erlebnisse von Bekannten spielen eine Rolle, wie das Beispiel von Markus und Bettina Meile aus Ködnitz zeigt.
Warum haben sie sich dazu entschieden, das Nabelschnurblut ihrer Zwillinge einzulagern?
Ich habe kurz von der Geburt eine Freundin besucht: Deren Kind – gerade in die Schule gekommen – war mit fünfeinhalb Jahren an jugendlichem Diabetes erkrankt. Wir waren wirklich geschockt, dass so eine Krankheit von heute auf morgen plötzlich auftritt. Dank einer Vielzahl von Informationen stellten wir fest, dass es für viele Erkrankungen gute Heilungschancen mit Hilfe der Stammzellen aus Nabelschnurblut gibt. Während meiner Schwangerschaft habe ich mich in den Broschüren einer privaten Blutbank zu diesem Thema kundig gemacht. Als ich dann meinem Mann davon erzählte, haben wir gemeinsam beschlossen, das Blut von unseren Zwillingen einlagern zu lassen. weiterlesen »
Oftmals sind die Begriffe von Wissenschaftlern für Laien fremd und unverständlich. Gerade wenn es um das Thema Nabelschnurblut geht, tauchen Worte wie hämatopoetisch oder mesenchymal auf, die werdende Eltern verunsichern. Um dem Abhilfe zu schaffen, lohnt es sich in Fachzeitschriften nachzulesen, die im Abo, in Fachgeschäften und teilweise auch online für jedermann verfügbar sind. Diese Texte bieten dem interessierten Leser grundlegende und vertiefende Hintergrundinformationen. Ein gutes Beispiel ist der Artikel ”Hämapoetische Stammzellen” – die Stammzellen im Nabelschnurblut und im Blut – der in der Zeitschrift BIOspektrum erschienen ist. Den Beitrag finden sie hier online.
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Die Hoffnung für Kinder mit angeborenen Herzfehlern kommt aus Nabelschnurblut und aus der Herzklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU). Dort arbeiten Wissenschaftler an mitwachsenden Herzklappen aus der Nabelschnur. Die aus Nabelschnurblut oder dem Gewebe isolierten Zellen konnten im Rahmen des Tissue Engineering erfolgreich zum Herstellen von Herzklappenkonstrukten genutzt werden. Der Clou: Die Herzklappen wachsen mit ihren kleinen Patienten mit, so werden Folgeoperationen überflüssig. Künftig soll nach Angaben des geschäftsführenden Oberarztes Dr. med. Bruno Meisel ein Netzwerk an Pränatalmedizinern aufgebaut werden, dass Eltern darüber informiert. So haben gerade diejenigen, bei deren Kindern im Vorfeld ein Herzfehler festgestellt wurde, die Möglichkeit, schnelle Hilfe zu bekommen – durch die Entnahme und Einlagerung des Nabelschnurblutes. Dr. Bruno Meisel rechnet mit einem Einsatz am Patienten in vier bis fünf Jahren. Für mehr Informationen können Sie hier die Pressemitteilung der Universität München lesen.
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Spätestens mit Erhalt des Mutterpasses stoßen zukünftige Mütter auf Informationen zur Einlagerung von Nabelschnurblut: Private Nabelschnurblutbanken werben dafür, das Nabelschnurblut der Kinder nach der Geburt zu konservieren, damit es bei eventuellen Krankheiten zur Heilung genutzt werden kann. Die Informationen über dieses Thema gibt es inzwischen gut einsehbar im Internet oder auf Anfrage in umfangreichen Broschüren. Wer dennoch das Ganze hautnah erleben möchte, kann das bei einem Infoabend einer privaten Nabelschnurblutbank in Leipzig tun – oder die folgende mehrteiligen Reportage lesen. weiterlesen »


