Archiv für September, 2008


In Deutschland wird die Konservierung von Nabelschnurblut mit der Produktion von Arzneimitteln gleichgesetzt. Deshalb darf eine private Nabelschnurblutbank erst dann mit der Einlagerung beginnen, wenn eine staatliche Kontrolle und Zertifizierung vorliegt. Sowohl Personal, Technik und Räumlichkeiten, die an der Verarbeitung mit Nabelschnurblut beteiligt sind, müssen gesetzliche Richtlinien einhalten, die regelmäßig von Behörden überprüft werden.

Erfahren Sie hier mehr über die Qualitätsstandards in einer privaten Nabelschnurblutbank.


Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die bis heute mit herkömmlichen Therapien nicht heilbar sind. Stammzellen aus Nabelschnurblut könnten laut Expertenmeinungen Abhilfe schaffen. Dieses Potenzial ist heute, am 26. September, Thema eines Workshops der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin (GRM) am Universitätsklinikum Heidelberg. Wissenschaftler aus ganz Deutschland und den USA werden dort darüber diskutieren, welche Krankheiten in Zukunft mit Hilfe von Nabelschnurblut therapiert werden können – darunter auch Krebs, Typ 1 Diabetes und frühkindliche Hirnschäden. Ziel soll es sein, mehr Patienten als bisher eine Behandlung zu ermöglichen. In den USA gehört dies bereits heute zum Alltag.


Die Einlagerung von Nabelschnurblut als Gesundheitsvorsorge wird von immer mehr Krankenkassen unterstützt. Neuestes Mitglied in dieser Gruppe ist die BKK MEDICUS. Nach Aussagen des Vorstandes Peter Arndt wird sich die Aufbewahrung des Blutes aus der Nabelschnur als Gesundheitsvorsorge für die Versicherten auszahlen. Die Krankenkasse folgt damit dem allgemeinen Trend in der Branche, die Entnahme des Blutes als moderne Investition in die Gesundheit ihrer Versicherten zu sehen.


Nabelschnurblut - Familie RichterAnne und Jörg Richter aus Dreiskau-Muckern bei Leipzig wollten das Nabelschnurblut ihres ersten Kindes einlagern lassen. Dabei sind sie auf widersprüchliche Informationen gestoßen und haben sich schließlich eine eigene Meinung gebildet. Im Interview erzählen sie, was sie schließlich doch dazu bewegt hat, das Blut zu bewahren.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Jörg Richter: Unser Bekanntenkreis zeichnet sich im Moment durch junge Familien mit kleinen Kindern aus. So haben wir von unseren Freunden und Bekannten erfahren, dass es die Möglichkeit gibt, das Blut einzulagern. Daraufhin haben wir uns über das Internet kundig gemacht und besuchten die Informationsveranstaltung einer privaten Nabelschnurblutbank in Leipzig. Das alles hatte uns aber noch nicht ganz überzeugt. Denn wir konnten nicht einschätzen, ob die Anwendungsmöglichkeiten des Nabelschnurblutes nur ”Zukunftsmusik” sind oder ob es wirklich irgendwann interessant für uns werden würde. Deshalb holten wir uns Rat von Fachleuten – befreundeten Ärzten – ein. Dabei sind wir aber schnell zu der Erkenntnis gekommen, dass auch in den so genannten ”Ärztekreisen” die Meinungen über den Nutzen der Einlagerung sehr weit auseinander gehen – es gab Fürsprecher und Skeptiker. Schlussendlich haben wir uns eine eigene Meinung gebildet und stehen auch heute noch dahinter: Es geht bei der Einlagerung um unsere Kinder. Dabei ist es egal, ob wir es irgendwann in Anspruch nehmen werden oder nicht. Das ist vergleichbar mit einer Art Versicherung. Kurz gesagt: Wer bereit ist, in das Wohl seiner Kinder zu investieren, für den ist die Entscheidung, das Nabelschnurblut einzulagern, schon gefallen. Dann stand unser Beschluss schnell fest. weiterlesen »


Die Ohren überall und sechs Hände haben – Mütter kriegen das hin. Denn sie wissen, manchmal braucht es unkonventionelle Methoden, um den Alltag zu meistern. Einen neuen Weg ist auch der Nabelschnurblut-Pionier Dr. Eberhard Lampeter gegangen. Er wollte werdenden Eltern die Möglichkeit geben, das Blut aus der Nabelschnur ihres Kindes für die Zukunft zu bewahren. Die innovative Idee, die letzendlich hinter der Gründung seiner privaten Nabelschnurblutbank liegt, ist Thema auf dem Zukunfts- und Meinungsportal 100visions. Der Wissenschaftler, der sich sonst ganz dem Thema Nabelschnurblut verschrieben hat, mal ganz privat im Interview – lesen Sie hier mehr.


Nabelschnurblut - Nora Alicia

Wir sind froh und dankbar, dass die Einlagerung des Nabelschnurblutes so unkompliziert war. Auch die Beratung war super.

Kerstin Winter aus Gernrode – sie hat das Blut aus der Nabelschnur ihrer Tochter Nora Alicia einlagern lassen.


Nabelschnurblut - Dietmar LeubeWie kommt das Nabelschnurblut von der Klinik zur privaten Nabelschnurblutbank? Dietmar Leube kennt die Antwort. Er ist Geschäftsführer des Transportunternehmens “Dietmar Leube KURIER SERVICE”. Seine Mitarbeiter sind 24 Stunden und 365 Tage im Jahr einsatzbereit, um nach einer Geburt das Blut schnell und sicher zu seinem Bestimmungsort zu bringen – das Labor, in dem es für viele Jahre eingelagert wird.

Der Zeitpunkt der Geburt ist nicht immer hundertprozentig voraussagbar. Wie können Sie trotzdem garantieren, dass das Nabelschnurblut rechtzeitig im Labor von VITA 34 in Leipzig ankommt?
Die Abholung läuft in der Regel ad hoc ab. Nur wenn es sich um einen Kaiserschnitt handelt, wissen wir genau, wann die Geburt stattfinden wird. VITA 34, das Krankenhaus oder die verantwortliche Hebamme informieren uns, sobald das Nabelschnurblut zur Abholung bereit steht; zum Teil melden sich die Eltern auch direkt bei uns. Es wird ständig daran gearbeitet, dass die Zeitspanne zwischen der Entnahme und dem Anruf bei uns noch weiter verkürzt wird. Schließlich wollen wir eine Transportzeit von höchstens 24 Stunden einhalten. weiterlesen »


Welche Fragen werden Experten am häufigsten gestellt?
Unsere Online-Redaktion hat nachgefragt. Lesen Sie selbst!

Dr. Andreas Ottlik, Frauenarzt aus Oschatz:
Wird das Nabelschnurblut heute schon eingesetzt?
Wie könnte es in Zukunft genutzt werden?
Was macht die Forschung mit Nabelschnurblut?
Reichen die Stammzellen auch für zwei Behandlungen?

Prof. Volker Ragosch Frauenarzt aus Hamburg:
Ist die Einlagerung sinnvoll?
Wie wichtig erachte ich es als Arzt?
Ist es gefährlich?
Ist die Einlagerung von Nabelschnurblut nur ”Geldschneiderei”?

Dr. Ute Heyme, Teamleiterin im Kundenservice einer privaten Nabelschnurblutbank:
Wie ist der Ablauf der Nabelschnurblut-Einlagerung?
Wie werden Stammzellen im Bereich Regenerative Medizin genutzt?

Die Antworten finden Sie hier im Mütterportal oder im Expertenportal www.nabelschnurblut-experten.de


Sie möchten das Nabelschnurblut in der Klinik Ihres Vertrauens zur Eigenvorsorge entnehmen lassen? Oder überlegen Sie, es nach der Geburt für die Allgemeinheit zu spenden? Für die Information, in welchem Krankenhaus Blut aus der Nabelschnur entnommen werden kann, gibt es eine ständig aktualisierte Datenbank. Dort können Sie den Namen Ihres Ortes oder dessen Postleitzahl eingeben und erfahren sofort, wo sich in der Umgebung zertifizierte Nabelschnurblut-Entnahmestellen befinden. Zur Onlinesuche klicken Sie bitte hier.


Nabelschnurblut - Dr. Jürgen KlaußnerDr. Jürgen Klaußner ist niedergelassener Frauenarzt in Wurzen/Sachsen. Für ihn ist Nabelschnurblut ein zukunftsträchtiges Thema und sollte in keiner Beratungsstunde fehlen. Im Interview nennt er Gründe, die für die Einlagerung sprechen. Zudem kann er Auskunft darüber geben, ab wann es ratsam ist, sich mit der Einlagerung des Blutes aus der Nabelschnur auseinanderzusetzen, wenn sich Eltern für diese Art der Vorsorge interessieren.

Sprechen Sie die Nabelschnurblutaufbewahrung aktiv bei Ihren schwangeren Patientinnen an oder wird das Anliegen an Sie getragen?
Ich spreche niemanden direkt auf dieses Thema an. Wenn sie interessiert sind, fragen sie nach. Wenn nicht, bedränge ich sie nicht weiter. Ich habe als Arzt natürlich eine Aufklärungspflicht. Die Einlagerung von Nabelschnurblut geht zwar über die von den Krankenkassen vorgeschriebenen Beratungen hinaus, ist aber genau so wichtig. Nichts wäre für mich schlimmer als der Vorwurf einer jungen Mutter: ”Warum habe ich bei Ihnen nichts darüber erfahren?” weiterlesen »