Laura Denzels Mutter Maria hatte gleich drei gute Gründe, das Nabelschnurblut bei der Geburt ihrer Tochter aufzubewahren. Denn es soll nicht nur Laura im Falle eines Falles helfen können. Auch für die zwei älteren Schwestern Vanessa und Natalie ist das Nabelschnurblut der Jüngsten eine besondere Art der Versicherung.
Wie haben Sie von der Möglichkeit erfahren, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Tochter aufzubewahren, und was hat Sie davon überzeugt, es zu tun?
Zunächst bin ich durch Zeitungsberichte auf dieses Thema aufmerksam geworden. Dann habe ich beim Frauenarzt den Flyer einer privaten Nabelschnurblutbank gefunden sowie ein Poster an der Wand gesehen. Das hat mich interessiert, weil es um die Gesundheit meiner Kinder ging. Die Aussicht, dass sie einmal vor einer schweren Krankheit gerettet werden könnten, hat mich genauer hinschauen lassen. Genauer gesagt – ich rief bei der Nabelschnurblutbank an und ließ mich beraten. Dabei habe ich mich unter anderem erkundigt, ob das Blut auch den Geschwistern des neugeborenen Kindes helfen kann. Schlussendlich hat mich die hohe Wahrscheinlichkeit, dass das klappen kann, von der Einlagerung überzeugt.
Wie verlief dann die Zeit bis zur Geburt?
Ich bekam alle notwendigen Unterlagen und das Entnahmeset von der Nabelschnurblutbank zugeschickt. Das musste blitzschnell gehen, denn ich stand bereits kurz vor der Geburt. Innerhalb weniger Tage war dann in Sachen Nabelschnurblut alles geregelt und schon kam meine Tochter zur Welt – nachdem das Entnahmeset gerade kurz vorher eingetroffen war.
Das lief quasi wie abgesprochen. Wie haben eigentlich Ihre Freunde und Bekannten darauf reagiert, dass Sie das Blut aufbewahren ließen?
Meine Schwiegermutter war jedenfalls sehr dafür, und sie hat uns zur Geburt der Kleinen sogar das Geld für die Einlagerung geschenkt. Ansonsten waren die Meinungen geteilt. Einige unserer Freunde haben gesagt: ”Das ist ja eine tolle Sache!”, während andere den Preis für die Aufbewahrung als zu hoch empfanden. Für sie käme diese Möglichkeit deshalb nicht in Frage.
Was haben Sie den Kritikern entgegnet?
Ich habe ihnen gesagt, dass ich es schade finde, dass sie sich die Einlagerung nicht leisten können. Mir war sie jedenfalls sehr wichtig: Denn ich habe drei Töchter und wenn einer von ihnen einmal etwas passieren sollte, dann bietet das Nabelschnurblut vielleicht die Chance, ihr zu helfen.
Was würden Sie werdenden Müttern raten, die sich nicht sicher sind, ob sie das Blut aufbewahren sollen?
Ich würde ihnen sehr dazu raten, es zu tun. Das ist wie eine Versicherung für die Kinder und für diese gibt man schließlich auch Geld aus. Eine Nabelschnurblut-Einlagerung hat aus meiner Sicht keine Nachteile, aber einen wichtigen Vorteil: Sie kann zur Gesundheit der Kinder beitragen. Dass dieser Schritt früher noch nicht möglich war, als meine älteren Töchter geboren wurden, finde ich schade. Wenn ich noch ein Kind bekommen sollte – was eigentlich nicht mehr geplant ist – dann würde ich das Blut aus der Nabelschnur wieder aufbewahren lassen.
Tags: Nabelschnurblut, Stammzellen
|
|
|||
1 Kommentar für “Das Nabelschnurblut-Entnahmeset kam gerade rechtzeitig”Kommentar schreiben |
|||
|
|



22.04.2009 um 17:20
[...] zu therapeutischen Zwecken zu gewinnen, müssen keine Embryonen zerstört werden. Denn das Nabelschnurblut stellt eine ethisch unbedenkliche Alternativquelle dar. Dieses bei der Geburt zu entnehmen, ist [...]