Archiv für die Kategorie: 'Klinische Anwendung'


18. März 2009

Nabelschnurblut wurde in der Zeitschrift Joy thematisiertTatort: Zeitschriftenregal. Anklage: Buntes Frauenmagazin mit Nabelschnurblut-Inhalten. Strafe: Lebenslängliche Weiterführung dieser Maßnahme. Zumindest wünschen wir Redakteure uns das. Denn in der aktuellen Ausgabe des Frauenmagazins Joy wird das Portal für interessierte Eltern beschrieben. Ein toller Erfolg, wenn man bedenkt, dass diese Themenseite rund um Blut aus der Nabelschnur noch nicht mal ein Jahr alt ist.


17. März 2009

Nabelschnurblut - Romina PlanitzerAnnett Planitzers Sohn leidet an Muskelschwund. Diese Erkrankung ist nicht heilbar und endet in den meisten Fällen mit dem Tod. Die junge Mutter ließ das Nabelschnurblut ihrer Tochter einlagern – in der Hoffnung, dass damit die Krankheit ihres Sohnes zumindest gestoppt werden kann. Durch eine Therapie mit Stammzellen aus Nabelschnurblut soll die Eiweißproduktion in seinen Muskelzellen wieder anlaufen.

Frau Planitzer, Sie haben sich für eine Einlagerung des Nabelschnurblutes ihrer Tochter entschieden. Warum?
Als Romina zur Welt kam, waren wir zunächst überglücklich, dass sie gesund ist. Denn ihr älterer Bruder ist sehr krank. Er leidet an Muskeldystrophie Duchenne. Das ist eine Art Muskelschwund, die im Moment noch nicht heilbar ist. Es wird zwar daran geforscht, die Erkrankung medikamentös oder mit Stammzellen zu therapieren, doch leider gibt es noch keinen Durchbruch. Wir hoffen, dass sich das bald ändert und mit dem Nabelschnurblut von Romina zumindest gestoppt werden kann. Sie ist gesund und sehr mobil. Das macht uns viel Freude. Wir beten, dass das auch so bleibt. weiterlesen »


13. März 2009

Nabelschnurblut - Justin BreitkreuzJasmin Breitkreutz aus Berlin hat das Nabelschnurblut ihres Sohnes Justin einlagern lassen. Besonders überzeugend fand sie die Möglichkeit, sich vor Ort in einer Nabelschnurblutbank von allen Arbeitsschritten persönlich ein Bild zu machen. Ihrer Meinung nach wissen noch immer zu wenige werdende Mütter über die Möglichkeit Bescheid, Nabelschnurblut entnehmen und einlagern zu lassen. Deshalb plädiert Jasmin Breitkreutz für mehr öffentlichen Diskurs zu diesem Thema.

Warum haben Sie sich für die Einlagerung des Blutes aus der Nabelschnur Ihres Sohnes entschieden?

Weil mein Mann und ich davon überzeugt sind, dass es eine sinnvolle Maßnahme ist. Es gibt sehr viele verschiedene Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten, von denen viele nicht ausreichend erforscht sind. Doch der wissenschaftliche Fortschritt steht nicht still. Ich kann heute noch nicht abschätzen, wozu die Medizin in einigen Jahren fähig ist. Deshalb möchte ich meinem Kind für die Zukunft alle Möglichkeiten offen halten. weiterlesen »


23. Februar 2009

Das Nabelschnurblut von Neugeborenen enthält wertvolle Materialien, die im Stande sind, das Blut- und das Abwehrsystem wiederherzustellen. Dass diese so genannten Stammzellen im Blut aus der Nabelschnur vorkommen, ist erst seit zirka 20 Jahren bekannt. Mehr als doppelt so lange sind die ”Alleskönner” aus Knochenmark im Einsatz. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich auf diesem Gebiet vermehrt Forschungserfolge verzeichnen lassen. Vor kurzem wieder in Amerika: Dort wurden Multiple Sklerose (MS)-Patienten erfolgreich mit ihren eigenen blutbildenden Stammzellen aus dem Knochenmark behandelt. Zunächst wurden die kranken Zellen, die das Nervensystem angriffen, durch eine Chemotherapie zerstört. Die danach transplantierten Stammzellen erwiesen sich als voll funktionstüchtig und linderten die Symptome der behandelten Personen. Wie Studien zeigen, ist das nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Die Arbeiten müssen fortgesetzt werden, um die Wirksamkeit zu bestätigen. Zudem hilft diese Art der Behandlung bisher nur Patienten, die am Anfang der Erkrankung stehen. Trotzdem legen die Ergebnisse den Einsatz von Nabelschnurblut nahe, da in ihm die gleichen Stammzellen wie Knochenmark sitzen – nur in einer jüngeren Version.


13. Februar 2009

Die privaten Nabelschnurblutbanken haben genau durchgezählt. Das Ergebnis: Vorsorglich eingelagertes Nabelschnurblut wird immer häufiger angewendet. Im Vergleich zu 2007 stiegt die Zahl der Transplantationen um 64 Prozent, auf 2006 bezogen sogar um 370 Prozent. In den meisten Fällen wurde das Blut für den Spender selbst eingesetzt aber auch enge Verwandte profitierten von konservierten Stammzellen. In den USA wird das Blut aus der Nabelschnur am häufigsten angewendet – vor allem bei Hirnschäden, Diabetes Typ-1, Leukämie und Sichelzellanämie. Auch in Deutschland tut sich Einiges: Anfang des Jahres startete eine Studie zur Wirksamkeit von Nabelschnurblut bei Kindern mit Diabetes Typ-1. Lesen Sie hier die Pressemitteilung der privaten Nabelschnurblutbank.


6. Februar 2009

In Bochum wurde ein zweijähriges Kind mit seinem eigenen Nabelschnurblut behandelt. Es litt seit einer Operation an spastischen Lähmungen. Die Eltern entdeckten auf der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten die Ärzte am Knappschaftskrankenhaus Langendreer. Diese hatten in ihren Forschungen den positiven Effekt des Blutes aus der Nabelschnur auf Hirnschäden bewiesen. Nachdem die Formalitäten abgeschlossen waren und auch der Ethikrat zustimmte, konnte das Blut am 27. Januar transplantiert werden. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.


4. Februar 2009

Nabelschnurblut bringt SicherheitNicht nur Eltern grübeln über die Entscheidung: Nabelschnurblut einlagern – ja oder nein? Denn es geht darum, Stammzellen zu konservieren, die vielen Menschen das Leben retten können. Deshalb hat sich auch das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspende-Register (NKR) dazu entschlossen, Nabelschnurblut in die Datenbank aufzunehmen. Für die Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft, Dr. Marlena Robin-Winn, hat das Blut unbestreitbare Vorteile. Im Interview geht sie nicht nur darauf ein, sondern steht Fragen rund um ihre Arbeit beim NKR und dem Thema Nabelschnurblut- und Blutstammzell-Spende Rede und Antwort. Hier können Sie sich den ersten Teil der Podcast-Reihe anhören.

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2. Februar 2009

Nabelschnurblut - Selina Emilia Leilani LudwigSylvia und Roman Ludwig haben sich entschieden, das Nabelschnurblut ihrer Tochter Selina Emilia Leilani einzulagern. Denn: Sie sind sich sicher, dass in den Stammzellen noch viel Potenzial steckt. Die Familie glaubt fest daran, dass sich künftig Möglichkeiten in der Medizin entwickeln, die heute noch undenkbar sind.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Tochter einlagern zu lassen?
Sylvia Ludwig: Einerseits ist es eine gute Vorsorge. Andererseits hoffen wir, dass wir die Stammzellen aus dem eingelagerten Blut nie benötigen werden. Bisher ist das eigene Nabelschnurblut zwar nur bei etwa 200 Kindern eingesetzt worden, aber das kann sich in den nächsten Jahren noch ändern.

Herr Ludwig, denken Sie, dass Sie als Arzt eine andere Entscheidung treffen als Eltern, die nicht über Fachwissen verfügen? weiterlesen »


30. Januar 2009

Ein weiterer Beweis für die Wirksamkeit von Nabelschnurblut: In Japan litt eine 26-jährige Frau an Wucherflechte, einer Krebsart, bei der Blutzellen entarten und den Körper angreifen. Da Bestrahlung und eine Knochenmarktransplantation nicht halfen, versuchten es die Ärzte mit Stammzellen aus Nabelschnurblut: Zwei Jahre nach der Behandlung ist die junge Frau jetzt ohne Symptome. Die Frage, welche weiteren Krankheiten in Zukunft mit Nabelschnurblut geheilt werden können, erhält damit neue Brisanz.


26. Januar 2009

Nabelschnurblut - Das fehlende PuzzleteilEltern können erneut aufatmen: Von Neugeborenen entnommenes Nabelschnurblut hat einen großen Vorteil gegenüber Knochenmark. Soll beispielsweise innerhalb der Familie das Blut zur Stammzell-Therapie eingesetzt werden, müssen dessen Gewebemerkmale nicht zu 100 Prozent mit denen des Empfängers übereinstimmen. Es reichen 40 bis 50 Prozent aus, um erfolgreich zu transplantieren. Bei einer Knochenmark-Übertragung müssen alle Merkmale stimmen. Deshalb ist selbst bei nahen Verwandten die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass sie als Stammzellspender in Frage kommen. Der Vorteil von Nabelschnurblut liegt somit auf der Hand: Die Suche nach einem Spender verkürzt sich. Die Voraussetzungen dafür bleiben jedoch weiterhin das Sammeln und Aufbewahren des Blutes. Lesen Sie dazu auch die Meinung des Experten Dr. Hans Knabe hier im Interview.

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