Archiv für die Kategorie: 'Klinische Anwendung'
25.08.2009
In der Ausgabe 7 der Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedizin ”Der Kinder- und Jugendarzt” findet sich ein interessanter Beitrag von Dr. Thomas Lücke, der sich mit dem Thema Stammzelltransplantation bei angeborenen Stoffwechselerkrankungen befasst. Das Ziel des Autor ist es, diese metabolischen Erkrankungen, wie man die Stoffwechselerkrankungen auch nennt, hinsichtlich der Stammzelltransplantation in einen sinnvollen medizinischen Zusammenhang zu stellen. Interessant ist dies unter anderem auch deshalb, weil Dr. Lücke in seinem Resümee die Fortschritte der Stammzelltransplantation und somit auch die Potenziale von Nabelschnurblut anspricht. weiterlesen »
19.08.2009
Stammzellen aus Nabelschnurblut können in der gesteuerten Gewebegeneration eingesetzt werden. Hierbei wird eine Matrix aus Kollagen gezüchtet, die die Trägersubstanz für Zellen bilden, mit deren Hilfe neues Gewebe entsteht. Diese Matrix sieht in etwa so aus wie ein weißer Mini-Schwamm, der sehr weich ist und sich mit den Fingern eindrücken lässt. Diese Kollagen-Matrix kann überall dort eingesetzt werden, wo körpereigener Knorpel zerstört wurde beziehungsweise gänzlich fehlt. Schmerzhafte Knorpelschäden an Kniegelenken können auf diese Art beispielsweise behandelt werden. weiterlesen »
11.08.2009
Ein neues Patientenhandbuch beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Stammzelltherapie.
Die noch junge Stammzellforschung schürt bei Patienten und Angehörigen große Hoffnungen in Bezug auf die Heilung schwerer rheumatischer und immunologischer Krankheiten. Mithilfe von Nabelschnurblut können beispielsweise im Rahmen einer Stammzelltherapie Krankheiten wie Fanconi-Anämie, Diabetes oder Leukämie behandelt werden. Doch die Forschung steht noch am Anfang und die Sicherheit einiger Stammzelltherapien kann noch nicht in jedem Fall hundertprozentig gewährleistet werden.
Sich selbst ein umfassendes Wissen zum Thema Stammzelltherapie und Einlagerung von Nabelschnurblut anzueignen, ist jedoch für viele Patienten und Eltern mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Das neue Patientenhandbuch klärt nun kurz und bündig über die wichtigsten Fragen zum Thema auf. Denn “nur informierte Patienten können die schwarzen Schafe unter den Anbietern von Stammzelltherapien, die oft nicht nur physische, sondern auch psychische und wirtschaftliche Gefahren mit sich bringen, erkennen.”, wie Prof. Oliver Brüstle, der Sprecher der Biomediziner im nordrhein-westfälischen Stammzellnetzwerk, weiß. weiterlesen »
Dr. Dietmar Egger ist Herstellungleiter in einer privaten Nabelschnurblutbank. Unsere Redakteure haben ihn gefragt, was der bewegendet Moment in seiner bisherigen Arbeit mit Nabelschnurblut war?
Unsere erste Transplantation in Hannover war für mich die bislang eindrucksvollste Erfahrung. Die Eltern eines kranken Jungen, der an einer Blutbildungsstörung litt, bekamen Nachwuchs und lagerten das Blut aus der Nabelschnur im Rahmen unserer Geschwisterinitiative ein. weiterlesen »
04.08.2009
Nachdem bereits im Januar ein dreijähriges Kind erfolgreich mit den aus dem eigenen Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandelt wurde, ist nun der zweite Anwendungsfall von Nabelschnurblut in der Bochumer Ruhr-Universität erfolgt. Am 16. Juli wurde bei einem drei Monate alten Kind die Stammzelltherapie angewendet. Der kleine Patient leidet an einem, durch eine Hirnhautentzündung hervorgerufenen, Hirnschaden. Nun hoffen die behandelnden Ärzte, dass der Genesungsprozess in gleicher Weise erfolgreich ist, wie bei dem im Januar behandelten Kind. Dieses war nach einem Herzstillstand unter anderem erblindet und konnte nur jammernde Geräusche von sich geben. Heute sind die Nervenfunktionen weitestgehend hergestellt und das Kind hat sein Sehvermögen wiedererlangt. Zudem hat es nun mit dem Sprechen begonnen. weiterlesen »
Wie wichtig es ist, das Nabelschnurblut bei der Geburt seines Kindes entnehmen und einlagern zu lassen, wird anhand eines Beispiels aus Israel deutlich. Es geht um einen Jungen, der an einer schweren und seltenen Erbkrankheit leidet – dem Shwachman-Diamond-Syndrom. Folgen dieser Krankheit sind neben einer verkürzten Lebenserwartung, ein höheres Risiko, an Leukämie zu erkranken sowie Minderwuchs und eine schwache Bauspeicheldrüse. Zur Behandlung der Krankheit kam eigentlich nur die Stammzelltherapie infrage. Allerdings wurde das Nabelschnurblut des Jungen bei seiner Geburt nicht eingelagert. Die Wahrscheinlichkeit einen passenden Spender zu finden, bei dem die genetischen Eigenschaftem mit denen des Jungen übereinstimmen, ist äußerst gering. weiterlesen »
Immer wieder gibt es außergewöhnliche Aktionen, die die Menschen zum Spenden von Stammzellen aufrufen. Für den an Leukämie erkrankten Tobias Schöllmann aus Schmallenberg wurde eigens eine Homepage eingerichtet, die zur Knochenmarkspende animieren will. Auf der Suche nach dem genetischen Zwilling sind Betroffene wie der zehnjährige Tobias auf die Spenden möglichst vieler Menschen angewiesen. Insgesamt sind etwa 1,9 Millionen Spender bei der Deutschen Knochenmarkspender-Datei registriert. Dennoch muss beispielsweise jeder fünfte Leukämiepatient auf eine passende Spende warten. Der Grund liegt primär darin, dass die Gewebemerkmale zwischen Spender und Patienten übereinstimmen müssen – und es gibt über 3.000 verschiedene davon. Dass diese zudem noch in millionenfacher Kombination auftreten können, erschwert die Suche nach einem passenden Spender umso mehr. weiterlesen »
Das öffentliche Bewusstsein um die Chancen, die im Nabelschnurblut stecken, ist in Europa im Vergleich zu den USA oder Asien kaum ausgeprägt. Nabelschnurblut enthält die zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Hirn- und Lungenschäden, Herzinfarkt oder Diabetes einsetzbaren adulten Stammzellen. Unmittelbar nach der Geburt kann das Blut aus der Nabelschnur entnommen und über Jahrzehnte konserviert werden. Die Entnahme des Nabelschnurblutes ist dabei ohne jedes Riskiko – weder für Mutter noch für Kind. Dennoch wird in Europa bei nicht einmal fünf Prozent aller Geburten das Nabelschnurblut entnommen. weiterlesen »
Stammzellen aus Nabelschnurblut werden seit Ende der 1980er zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt. Zu diesen gehören unter anderem verschiedene Krebsvarianten und Bluterkrankungen. Nachdem im letzten Beitrag dieser Reihe die Fanconi-Anämie vorgestellt wurde, soll nun mit Leukämie eine weitere Krankheit beschrieben werden, die sich mit Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt lässt und an der jährlich etwa 1.800 Kinder in Deutschland erkranken.
Leukämie ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems, um genau zu sein, handelt es sich um eine spezielle Form von Blutkrebs. Sie wurde bereits 1845 von Rudolf Virchow beschrieben. Leukämien bilden unter anderem verstärkt weiße Blutkörperchen in funktionsuntüchtigen Vorstufen aus. Weiße Blutkörper sind normalerweise für die Immunabwehr verantwortlich. Doch diese defekten Zellen breiten sich im Knochenmark aus und verdrängen dort die übliche Blutbildung. Mit anderen Worten, die Leukämiezellen führen zu einer Verringerung der normalen Blutbestandteile und beeinträchtigen auf diese Weise die Funktionen des Blutes, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff oder eben die Immunabwehr. weiterlesen »
Das Nabelschnurblut der zweijährigen Amelie Hamper aus Dreieich wird sicher verwahrt: Denn ihre Mutter Christina möchte ihrer Tochter alle Zukunftschancen offen halten. Ihre Erfahrungen, Ansichten und Eindrücke rund um die Einlagerung von Nabelschnurblut schildert sie im Interview. Außerdem erläutert sie, wie sie über eine Spende des wertvollen Blutes denkt.
Wie ist es für Sie eigentlich, Mutter zu sein, und wie empfanden Sie die ersten Tage mit Ihrem Kind?
Das war eine ganz neue und sehr spannende Erfahrung. Das Leben verändert sich schon ziemlich, wenn plötzlich ein Kind da ist. In den ersten Tagen ging es erst einmal darum, sich aneinander zu gewöhnen und den Menschen kennenzulernen, der soeben auf die Welt gekommen ist. weiterlesen »

