Archiv für die Kategorie: 'Meinungen'


6. März 2009

Nabelschnurblut - Maria VossDie Medizinerin und dreifache Mutter Gabriela Voß hat sich für eine Einlagerung des Nabelschnurblutes ihrer jüngsten Tochter Maria entschieden. Damit will sie ihr in Zukunft alle Möglichkeiten einer Behandlung mit Stammzellen offen halten. Die Ärztin glaubt, dass Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Stoffwechselleiden in naher Zukunft gezielt therapiert werden können.

Frau Voß, ist Ihnen die Entscheidung, das Nabelschnurblut Ihrer Tochter einzulagern, aufgrund Ihres Berufs leichter gefallen?
Das glaube ich schon. Ich behandle viele Krebspatienten und habe etliche Krankheitsverläufe beobachtet. Mit unseren heutigen Methoden versetzen wir die Patienten in Ausnahmezustände. Gerade bei Tumorleiden besteht eine hohe Sterberate und nur bei einigen Karzinomen kann eine Hochdosis-Therapie mit eigenen Stammzellen angewendet werden. Die Stammzellapherese, also das Absammeln der im eigenen Blut enthaltenen Stammzellen, und die Krebstherapie mit Eigenblut haben inzwischen ihren Platz in der Onkologie gefunden. Allerdings ist heutzutage eine Fremdspender-Transplantation gerade bei Leukämie günstiger, weil eine größere Anzahl Krebszellen zerstört werden kann. Wie Krebsleiden jedoch in Zukunft behandelt werden, das ist noch ein offenes Feld. Als besonders belastend habe ich die Situation in der Kinderonkologie empfunden – das geht einem als Mutter durch und durch. Da ist mir klar geworden, welche Angst ich davor habe, dass meiner Familie das auch mal passieren könnte. Ich musste alles ermöglichen, um meinen Kindern, falls sie einmal in eine solche Situation geraten, dann helfen zu können. weiterlesen »


27. Februar 2009

Nabelschnurblut - Dr. Andreas Ottlik

Dr. Andreas Ottlik klärt als Frauenarzt werdende Mütter zum Thema Einlagerung von Nabelschnurblut auf. Warum ihm dieses Thema am Herzen liegt und welche Ratschläge er den Müttern mit auf den Weg gibt, erklärt der Arzt aus Oschatz im Interview. Sein Fazit zur Aufbewahrung von Nabelschnurblut: ”Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich es tun!”

Was motiviert Sie, werdende Mütter aufzuklären?
Gerade Schwangere sind sensibel und empfänglich, was die Gesundheit Ihres Kindes angeht. Sie sollten daher objektiv über Vorsorgemöglichkeiten informiert werden. Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist eine moderne Option für die Zukunft und sollte in der Beratung angesprochen werden. weiterlesen »


25. Februar 2009

Nabelschnurblut - Familie Hoeppener ist glücklich über die Entscheidung zur EinlagerungSusann Hoeppener ist eine von vielen Müttern, die sich dafür entschieden haben, das Nabelschnurblut ihrer Kinder einzulagern. Genauer gesagt, ist mit dem Blut ihrer Tochter das 50.000. Präparat bei einer privaten Nabelschnurblutbank in Leipzig eingegangen. Die junge Mutter ist sich sicher, dass sie diese Chance immer wieder nutzen würde. In einem Interview berichtet Susann Hoeppener von ihren Erfahrungen.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Niemand kann in die Zukunft sehen. So kann auch ich nicht voraussagen, ob meine Kinder einmal schwer krank werden oder nicht. Deshalb ist es gut zu wissen, dass das Blut eingelagert worden ist, auf das im Notfall zurückgegriffen werden kann, um zu helfen. weiterlesen »


20. Februar 2009

Nabelschnurblut - Von links: Hannah, Vincent, Leah GrütznerFamilie Grützner hat 2007 Drillinge bekommen und sich für eine Einlagerung von Nabelschnurblut ihrer drei Kinder entschieden. Dabei spielten Religion und Fortschrittsglaube eine wichtige Rolle. Zum einen wird die Entnahme von Stammzellen aus der Nabelschnur von der katholischen Kirche als unbedenklich eingestuft, was für die Entscheidung der Familie ungemein wichtig war. Zum anderen haben sie sich für eine Einlagerung entschieden, obwohl die Menge an Nabelschnurblut nach heutigem Stand zu gering war. Die Grützners glauben fest an den Fortschritt in der Medizin, die Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden und daran, dass auch kleine Mengen Nabelschnurblut in Zukunft das Leben ihrer Kinder retten könnte.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der  Nabelschnur Ihrer Kinder einlagern zu lassen?
Wir sind uns sicher, dass der medizinische Fortschritt die Einlagerung letztendlich rechtfertigen wird. Es werden sich Behandlungsmethoden erschließen, die wir ohne das Blut nicht in Anspruch nehmen könnten. Zumal es aus ethisch-religiösen Gründen unbedenklich ist,  Stammzellen daraus  zu entnehmen und einzulagern. weiterlesen »


16. Februar 2009

Nabelschnurblut - Isabell LiedkeHätte Familie Liedke bereits bei ihren ersten vier Kindern von der Möglichkeit gewusst, dass Nabelschnurblut eingelagert werden kann, hätten sie die Chance genutzt. Als sie sich bei ihrem fünften Kind für die Aufbewahrung des Nabelschnurblutes entschieden, stießen sie bei ihren Verwandten und Bekannten auf wenig Verständnis. Trotz alledem ließen sie sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen und stehen nach wie vor zu dieser Entscheidung.

Wann haben Sie zum ersten Mal davon gehört, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut eingelagert werden können?

Das war Ende des Jahres 1999. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade mein viertes Kind zur Welt gebracht. Ich fand es schade, dass ich erst danach – und somit zu spät – von dieser Möglichkeit gehört habe, denn so konnte ich bei meinen ersten vier Kindern nicht davon Gebrauch machen. Doch während meiner fünften Schwangerschaft habe ich mich bei einer privaten Nabelschnurblutbank genau informiert und Isabells Blut einlagern lassen. Wir hoffen, dass wir im Notfall auch unseren anderen Kindern helfen können, wenn sie die Stammzellen für die Therapie einer schweren Krankheit benötigen. weiterlesen »


11. Februar 2009

Nabelschnurblut - Eilika Thielking-NeesNachdem in ihrem Familien- und Bekanntenkreis einige schwere Krebserkrankungen auftraten, hat sich Brigitte Thielking-Nees bei ihrem dritten Kind für die Vorsorge entschieden: 2002 ließ sie das Nabelschnurblut ihrer Tochter Eilika einlagern, auch wenn ihr damals nur wenige Informationen zu diesem Thema zugänglich waren. Sie und ihr Mann hoffen damit, im Notfall auch ihren ältesten Kindern – heute neun und 16 Jahre alt – helfen zu können.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Nabelschnurblut Ihres Kindes einlagern zu lassen?

Wir haben uns entschlossen, es aufzubewahren, da in unserem näheren Umfeld einige schwere Erkrankungen aufgetreten sind. Zum einen ist unser ältester Sohn von Geburt an herzkrank und muss dementsprechend versorgt werden. Zum anderen gab es in unserem Bekannten- und Verwandtenkreis zwei schlimme Krebsfälle, die wir hautnah miterlebten. Zuerst starb meine Mutter mit 49 Jahren an dieser Krankheit. Und kurz danach ist der Sohn unserer Freundin im Alter von vier Monaten plötzlich an Leukämie erkrankt, obwohl es vorher noch nie einen ähnlichen Fall in der Familie gab. Diese beiden Schicksalsschläge zeigten uns, dass es jeden treffen kann. Aus diesem Grund haben wir uns für die Aufbewahrung des Blutes aus der Nabelschnur entschieden. Denn sollte bei unserer Tochter eine Krankheit festgestellt werden, könnte das Blut ihre Rettung sein. weiterlesen »


2. Februar 2009

Nabelschnurblut - Selina Emilia Leilani LudwigSylvia und Roman Ludwig haben sich entschieden, das Nabelschnurblut ihrer Tochter Selina Emilia Leilani einzulagern. Denn: Sie sind sich sicher, dass in den Stammzellen noch viel Potenzial steckt. Die Familie glaubt fest daran, dass sich künftig Möglichkeiten in der Medizin entwickeln, die heute noch undenkbar sind.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihrer Tochter einlagern zu lassen?
Sylvia Ludwig: Einerseits ist es eine gute Vorsorge. Andererseits hoffen wir, dass wir die Stammzellen aus dem eingelagerten Blut nie benötigen werden. Bisher ist das eigene Nabelschnurblut zwar nur bei etwa 200 Kindern eingesetzt worden, aber das kann sich in den nächsten Jahren noch ändern.

Herr Ludwig, denken Sie, dass Sie als Arzt eine andere Entscheidung treffen als Eltern, die nicht über Fachwissen verfügen? weiterlesen »


26. Januar 2009

Nabelschnurblut - Das fehlende PuzzleteilEltern können erneut aufatmen: Von Neugeborenen entnommenes Nabelschnurblut hat einen großen Vorteil gegenüber Knochenmark. Soll beispielsweise innerhalb der Familie das Blut zur Stammzell-Therapie eingesetzt werden, müssen dessen Gewebemerkmale nicht zu 100 Prozent mit denen des Empfängers übereinstimmen. Es reichen 40 bis 50 Prozent aus, um erfolgreich zu transplantieren. Bei einer Knochenmark-Übertragung müssen alle Merkmale stimmen. Deshalb ist selbst bei nahen Verwandten die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass sie als Stammzellspender in Frage kommen. Der Vorteil von Nabelschnurblut liegt somit auf der Hand: Die Suche nach einem Spender verkürzt sich. Die Voraussetzungen dafür bleiben jedoch weiterhin das Sammeln und Aufbewahren des Blutes. Lesen Sie dazu auch die Meinung des Experten Dr. Hans Knabe hier im Interview.

Bildquelle: www.sxc.hu


23. Januar 2009

Nabelschnurblut - Timon JaapGroßmütter wollen nur das Beste für ihre Enkel: Genau aus diesem Grund war es der Mutter – eine Oma wie sie im Buche steht – von Annika Jaap auch so wichtig, dass das Nabelschnurblut ihres Enkelsohnes Timon eingelagert wird. Nachdem die werdende Mama alle nötigen Informationen gesammelt hatte, war die Entscheidung schnell gefallen. Und: Auch das nächste Kind soll von dieser Vorsorgemöglichkeit profitieren.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, das Blut aus der Nabelschnur Ihres Kindes einlagern zu lassen?
Meine Mutter hat mich zuerst auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Als sie in Zeitschriften gelesen hatte, welches Potenzial im Nabelschnurblut steckt und sich auch das spanische Kronprinzenpaar für eine Einlagerung entschieden hat, wollte sie das Gleiche für ihren zukünftigen Enkel. Ich war etwa im vierten Monat, als meine Mutter meinem Mann und mir den Vorschlag machte, uns mit dem Thema Stammzellen aus Nabelschnurblut näher zu befassen. Da wir zu dieser Zeit noch keinen Internetzugang hatten, wussten wir nicht genau, wie wir an die Informationen kommen sollten. Aber als ich dann eine Anzeige in einer Zeitschrift sah, ergriff ich die Chance und rief sofort bei der Hotline einer privaten Nabelschnurblutbank an und erhielt schon wenige Tage später einige Broschüren. Bis dahin wussten wir kaum etwas über Nabelschnurblut und waren überrascht, was mit Stammzellen alles möglich ist. Wir dachten immer nur an die Heilung von Krebs, aber tatsächlich gibt es viel mehr Erkrankungen, die auf diesem Weg therapiert werden können. Im Nachhinein denke ich, dass wir uns im Falle einer Krankheit unseres Sohnes große Vorwürfe machen würden, wenn wir uns gegen die Einlagerung entschieden hätten. Wir hatten das Geld zur Verfügung und haben es für die Aufbewahrung des Blutes aus der Nabelschnur verwendet, anstatt es auf ein Sparbuch zu legen. Wir haben uns aus Vernunft dafür entschieden und nicht lange überlegt. weiterlesen »


21. Januar 2009

Der Gynäkologe Prof. Arne Jensen von der Universitätsfrauenklinik in Bochum (Nordrhein-Westfalen) betritt mit seinem Forscherteam jetzt Neuland: Gemeinsam gehen die Mediziner der Frage nach, ob behinderten Kindern mit Stammzellen aus Nabelschnurblut geholfen werden kann. Erste Laborversuche bringen erstaunliche Ergebnisse zu Tage: Als Versuchsobjekte dienten gelähmte Ratten, die mit einem Hirnschaden zur Welt gekommen sind. Dieser wurde durch Sauerstoffmangel bei der Geburt verursacht. Nachdem die Tiere mit Nabelschnurblut behandelt wurden, konnten sie ihre Pfoten wieder ohne Einschränkung benutzen. Wann diese erstaunlichen Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind, ist laut Prof. Jensen nur eine Frage der Zeit: ”Da bin ich guter Hoffnung. Vor fünf Jahren konnten wir uns auch nicht vorstellen, dass Hirnschäden überhaupt therapierbar sind.” Eine klinische Studie soll nun den wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit von Nabelschnurblut erbringen. Interessierte Eltern können sich zu diesem Thema ein Video auf der Webseite der Bochumer Klinik ansehen. Hier gehts direkt zum Vodcast.

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