Archiv für die Kategorie: 'Hinter den Kulissen'
Die Hoffnung für Kinder mit angeborenen Herzfehlern kommt aus Nabelschnurblut und aus der Herzklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU). Dort arbeiten Wissenschaftler an mitwachsenden Herzklappen aus der Nabelschnur. Die aus Nabelschnurblut oder dem Gewebe isolierten Zellen konnten im Rahmen des Tissue Engineering erfolgreich zum Herstellen von Herzklappenkonstrukten genutzt werden. Der Clou: Die Herzklappen wachsen mit ihren kleinen Patienten mit, so werden Folgeoperationen überflüssig. Künftig soll nach Angaben des geschäftsführenden Oberarztes Dr. med. Bruno Meisel ein Netzwerk an Pränatalmedizinern aufgebaut werden, dass Eltern darüber informiert. So haben gerade diejenigen, bei deren Kindern im Vorfeld ein Herzfehler festgestellt wurde, die Möglichkeit, schnelle Hilfe zu bekommen – durch die Entnahme und Einlagerung des Nabelschnurblutes. Dr. Bruno Meisel rechnet mit einem Einsatz am Patienten in vier bis fünf Jahren. Für mehr Informationen können Sie hier die Pressemitteilung der Universität München lesen.
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Bilder sagen mehr als tausend Worte: Getreu diesem Motto zeigt das Internetportal www.nabelschnurblut-tv.de Berichte von Kindern, deren Erkrankungen mit eigenen oder fremden Nabelschnurblut behandelt wurden. Das Portal gibt damit einen Überblick über Ereignisse, bei denen eingelagerte Stammzellen aus dem wertvollen Blut das Leben von Familien positiv und langfristig verändert. Neben konkreten Anwendungsfällen stellt die Seite auch Interviews mit Wissenschaftlern zum Thema Stammzellen zur Verfügung. Zudem berichten Eltern, die das Nabelschnurblut ihrer Kinder eingelagert haben, von ihren Erfahrungen. Hier gehts zu den Videos.
Nabelschnurblut – darin liegt für viele Wissenschaftler der Schlüssel, um zukünftig körpereigenes Gewebe herstellen zu können. Das wird in solchen Fällen nötig, wenn Menschen durch Krankheiten oder Unfälle überlebenswichtige Gewebe, wie Haut, Blutgefäße oder die Augenhornhaut verlieren. Um auf die Lebensretter Stammzellen zurück zu greifen, ist es notwendig, dass Eltern Nabelschnurblut ihres Kindes einlagern lassen oder passendes Blut eines Spenders zur Verfügung steht. Bis die Forschung ihre Studien endgültig abgeschlossen hat oder Nabelschnurblut flächendeckend für alle zugänglich ist, sind die Transplantationen von Gewebe eine Alternative. Ähnlich wie die Spende und der Erhalt des Blutes steht auch die Gewebeentnahme, -einlagerung und -transplantation unter gesetzlichen Vorschriften – dem Gewebegesetz. Es dient der Sicherheit der Patienten, da die betreffenden Rahmenbedingungen geregelt sind. Um alle rechtlichen, ethischen und ökonomischen Fragen zu diesem Thema zu klären, veranstaltete die Gesellschaft für Gewebetransplantation am 7. November 2008 eine Expertentagung zu ”Recht, Ethik, Ökonomie in der Gewebespende, Prozessierung und Verteilung”. Weitere Informationen dazu lesen sie hier.
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”Wenn Nabelschnurblut so wertvolle Stammzellen enthält, warum braucht die Forschung dann so lange, um diese auch einzusetzen?” Diese Frage stellen sich viele werdenden Eltern. Gefolgt von der Vermutung, dass die möglichen Anwendungen ihren Weg in die Klinik zu spät finden. Doch dem ist nicht so: Die Forschung bewegt sich – ständig! Aber es dauert seine Zeit, bis neue Therapien mit Nabelschnurblut so weit erkundet sind, dass sie ohne Risiko am Menschen angewandt werden dürfen. Schließlich sollen die Neuerungen nicht unvorhersehbaren Schaden anrichten, sondern den Patienten beim gesund werden helfen. Dafür ist es notwendig, dass die Testreihen mehrmals wiederholt werden, um einerseits ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten und andererseits Langzeitwirkungen zu erkennen. Dafür benötigen die Forscher finanzielle Mittel. Diese werden durch Institutionen wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) allerdings erst dann bereit gestellt, wenn sich die Untersuchungen als innovativ und zukunftsträchtig darstellen. Fazit: Sicher sind viele Menschen der Meinung, dass die Erforschung neuer Behandlungen zu lange dauert, aber die Zeit wird dringend benötigt. Nur so können in Zukunft unheilbare Krankheiten mit Nabelschnurblut therapiert werden, ohne dass Risiken für die Patienten bestehen.
Nabelschnurblut hat seinen festen Platz in der Wissenschaft. Denn die Stammzellen, die darin enthalten sind, helfen bei Schlaganfall und Herzinfarkt gleichermaßen. Auf dem dritten Life Science Symposium der Fraunhofer Gesellschaft trafen sich am 24. und 25. Oktober 2008 Wissenschaftler in Leipzig, um ihre Forschungsergebnisse mit Stammzellen zu präsentieren.


Neben den Vorträgen stellten Biotechnologie-Unternehmen Geräte vor, die den Laboralltag erleichtern können. Es gab beispielsweise einen Bioreaktor in dem sich Stammzellen, auch die aus dem Nabelschnurblut, vermehren lassen.


Stammzellen – Alleskönner, die zerstörtes oder beschädigtes Gewebe regenerieren können – übernahmen die Hauptrolle beim dritten Fraunhofer Life Science Symposium am 24. und 25. Oktober 2008 in Leipzig. Dort stellten Wissenschaftler ihre neuesten Ergebnisse im Kampf gegen Schlaganfall und Herzinfarkt vor. Dabei gehen die Stammzellen der unterschiedlichsten Herkunftsbereiche, wie Knochenmark, Nabelschnurblut, Embryo und Reagenzglas (induzierte pluripotente Stammzellen) ganz unterschiedliche Wege: Sie entwickeln sich in die benötigten Zellen, fördern die Sauerstoffversorgung oder aktivieren die Selbstheilungskräfte eines ganzen Organs. Neben den wissenschaftlichen Vorträgen waren auch Biotechnologie-Unternehmen vor Ort, um neue Geräte vorzustellen. Besondere Aufmerksamkeit erregte, neben faszinierenden Mikroskopen und Zellkulturgerätschaften, ein Bioreaktor, in dem sich unter anderem Stammzellen aus Nabelschnurblut vermehren lassen.
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Das “Innovationsforum – Demografie und Gesundheitsressourcen” fand am 23. Oktober 2008 in Leipzig statt. Zu der Veranstaltung hatte die Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern e.V. geladen, um den Umgang mit dem demografischen Wandel, vor allem in der Arbeitswelt, zu besprechen. Die Vereinsvorsitzende Dr. med. Dagmar Pöthig übernahm die Moderation. Austragungsort war das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig, das unter anderem mit Stammzellen aus Nabelschnurblut an neuen Zelltherapieansätzen forscht.
Die Stammzellforschung, bei der auch Zellen aus Nabelschnurblut eine wichtige Rolle spielen, macht ständig Fortschritte. Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, ist es für Wissenschaftler wichtig, sich über Erfahrungen auszutauschen. Aus diesem Grund finden in den kommenden Tagen gleich zwei Veranstaltungen in Leipzig statt. Zum Fraunhofer-Innovationsforum ”Demografie und Gesundheitsressourcen – Neue Lösungen für den Gesundheits- und Arbeitsmarkt” am 23. Oktober 2008 sind Spezialisten eingeladen, die darüber sprechen, wie Regeneration in einer immer älter-werdenden Gesellschaft möglich ist. Dies wird besonders für unsere künftigen Generationen von Bedeutung sein, denn bei einer steigenden Lebenserwartung muss auch eine bessere medizinische Versorgung gewährleistet werden. In Zukunft sollen Volkskrankheiten, wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen, die bei älteren Menschen immer häufiger auftreten, mit Hilfe der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse therapiert werden. Auf dem Feld der Regenerativen Medizin spielen dabei neueste Studien zur Forschung mit Stammzellen (wie sie auch im Nabelschnurblut vorkommen) ein bedeutende Rolle. Ähnliche Themen werden auch auf dem ”Fraunhofer Life Science Symposium” am 24. und 25. Oktober besprochen. Das Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig (IZI) hat anerkannte Wissenschaftler aus In- und Ausland eingeladen, um über das Thema ”Ischämie und Regeneration” zu sprechen. Bei ischämischen Krankheiten handelt es sich um Erkrankungen des Körpergewebes, die auf Grund von Sauerstoffmangel auftreten. Forscher der Regenerativen Medizin sind daher bemüht, Heilungsmethoden für diese Art von Erkrankungen zu finden: Dabei sollen Stammzellen, wie sie auch im Nabelschnurblut vorkommen, eingesetzt werden, um das erkrankte Gewebe wieder herzustellen. Damit ist das Potential von Stammzellen (beispielsweise aus Nabelschnurblut) noch nicht ausgeschöpft: Ebenfalls zur Diskussion stehen neue Chancen für Therapien bei Schlaganfällen und Herzinfarkten. Mehr Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie hier und hier.
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Heutzutage informieren sich die meisten werdenden Eltern, die etwas über die Einlagerung von Nabelschnurblut erfahren möchten, über das Internet. Und dort vor allem auf Portalen, die transparent, ehrlich und zudem noch strukturiert Informationen anbieten. Ein gelungenes Beispiel für eine Mischung aus Stammzell- und Medizinlexikon finden Sie hier.
Wenn die Nabelschnurblut-Probe – also die Anzahl der adulten Stammzellen – nur bis zu einer bestimmten Gewichtsgrenze des Kindes ausreicht, können Eltern entscheiden, ob sie das Nabelschnurblut trotzdem einlagern lassen wollen oder eben nicht. Diese Frage könnte bald der Vergangenheit angehören: Auf der internationalen Messe ”BIOTECHNICA” wurde die Forschung zur Zellvermehrung von Dr. Tobias May mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Sein patentiertes Verfahren ermöglicht eine regulierte Reproduktion von Zellen. Nach Aussagen des Preisträgers kann die Methode unabhängig von Spezies oder Typ der Zelle angewendet werden. Weitere Informationen finden Sie hier, hier und hier.
Bildquelle: S. Hofschlaeger – www.pixelio.de


