Archiv für die Kategorie: 'Erfahrungen'


1. September 2009
0109kind-am-fluss01.09.2009

Eine weitere Erfolgsgeschichte des Nabelschnurblutes ist nun aus der Hanyang Universitätsklinik in Seoul zu berichten. Erstmals ist es einem Mediziner gelungen, mit Stammzellen aus Nabelschnurblut nicht nur die Symptome der äußerst seltenen Erbkrankheit zu beheben, sondern auch das betroffene Gen zu korrigieren. Der koreanische Forscher Young-Ho Lee nahm diesen Eingriff bei zwei jungen Patienten vor, bei denen das Wiskott-Aldrich-Syndrom kurz nach der Geburt festgestellt wurde. Da es sich hierbei um X-chromosomal rezessiv vererbte Erkrankung handelt, wurde hierbei Nabelschnurblut eines nicht mit den beiden Patienten verwandten Spenders eingesetzt. Obwohl eines beziehungsweise sogar zwei der sechs HLA-Gewebemerkmale nicht übereinstimmten, sind durch die Transplantation keine Abstoßungsreaktionen hervorgerufenen worden. Zurückzuführen ist dieser Umstand darauf, dass Nabelschnurblut äußerst verträglich ist. weiterlesen »


14. August 2009

connor-michelDas Nabelschnurblut des heute vierjährigen Connor Michel aus Langenbernsdorf bei Chemnitz wurde bei der Geburt entnommen und eingelagert. Mutter Anja gab nabelschnurblut4you.de ein Interview. Darin spricht sie über die Geburt ihrer Kinder und ihre Motive, das Blut aus der Nabelschnur aufzubewahren – auch bei Connors jüngerer Schwester.

Was ist es für Sie für ein Gefühl, Mutter zu sein, und wie empfanden Sie die ersten Tage mit Ihren Kindern?

Es ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl, sein Kind im Arm halten zu dürfen – überwältigend. Ich habe es nun zweimal erleben dürfen und es war unbeschreiblich. Später kommt dann die Verantwortung auf einen zu und man fragt sich schon manchmal: ”Was habe ich da auf mich genommen?” Sicher hat man auch Stress und durchwachte Nächte. Aber wieder hergeben würde ich die Kleinen trotzdem nicht. Was die ersten Tage mit meinen Kindern betrifft, so habe ich das Glück gehabt, in einem Geburtshaus in einer sehr schönen Atmosphäre entbinden zu dürfen. Bei beiden Geburten habe ich mich jeweils für fünf Tage aus dem Alltag ausgeklinkt und mit den Neugeborenen eine sehr innige und intensiv erlebte Zeit verbracht. weiterlesen »


7. August 2009

Nabelschnurblut - Dr. Dietmar EggerDr. Dietmar Egger ist Herstellungleiter in einer privaten Nabelschnurblutbank. Unsere Redakteure haben ihn gefragt, was der bewegendet Moment in seiner bisherigen Arbeit mit Nabelschnurblut war?

Unsere erste Transplantation in Hannover war für mich die bislang eindrucksvollste Erfahrung. Die Eltern eines kranken Jungen, der an einer Blutbildungsstörung litt, bekamen Nachwuchs und lagerten das Blut aus der Nabelschnur im Rahmen unserer Geschwisterinitiative ein. weiterlesen »


17. Juli 2009

emely-sophie-gosmann-2Die Eltern von Emely Sophie Goßmann aus Dessau wollten auf Nummer sicher gehen und haben ihr Nabelschnurblut eingelagert. Mirko Wolf, der Vater des vier Jahre alten Mädchens, gab nabelschnurblut4you.de dazu ein Interview. Darin erzählt er nicht nur, wie er den großen Moment der Geburt seiner Tochter erlebte, sondern erklärt auch, welches Potenzial er in der Aufbewahrung von Nabelschnurblut sieht und warum die Krankenkassen diese stärker unterstützen sollten.

Was ist es für Sie für ein Gefühl, Vater zu sein?

Vater zu werden, war das Größte, was mir bisher in meinem Leben passiert ist. Die Geburt kam mir wie ein Wunder vor. Das hätte ich vorher nicht gedacht. Was ein Geburtsvorgang eigentlich bedeutet, wird einem erst klar, wenn man zum ersten Mal ”live dabei” ist. Außerdem blieben mir insbesondere die ersten Tage nach der Geburt in Erinnerung: Einerseits, weil ich mich über das neu geborene Kind gefreut habe, und andererseits wegen der schlaflosen Nächte. Die Erziehung eines eigenen Kindes ist natürlich eine besondere Herausforderung, obwohl ich früher schon einmal bei der Bundeswehr im pädagogischen Bereich tätig war. Aber das ist natürlich etwas ganz anderes. weiterlesen »


7. Juli 2009

Annika Kempers Nabelschnurblut wurde eingelagert.Annika Kemper, * 14.01.06

Mutter: Elke Kemper aus Erwitte

Das Nabelschnurblut der kleinen Annika liegt sicher verwahrt bei minus 196 Grad Celsius in einem Stickstofftank. So kann Ihren wertvollen Stammzellen nichts passieren.


19. Juni 2009

felix-rauenFamilie Rauen aus Merzkirchen hat das Nabelschnurblut ihres Sohnes Felix aufbewahrt. Im Interview erklärt Silvia Rauen, die Mutter des heute Dreijährigen, warum sie und ihr Mann sich zu diesem Schritt entschlossen haben. Außerdem erzählt sie, welche Fortschritte sie sich von der Forschung mit Nabelschnurblut-Stammzellen erhoffen.

Was für ein Gefühl ist es für Sie, Mutter zu sein, und wie empfanden Sie die ersten Tage mit Ihrem Kind?

Es ist schön – rundum schön. Die ersten Tage waren sehr aufregend, denn plötzlich Mutter zu sein, ist eine große Umstellung – aber eine angenehme. weiterlesen »


9. Juni 2009

kind-fanconi-4youDas öffentliche Bewusstsein um die Chancen, die im Nabelschnurblut stecken, ist in Europa im Vergleich zu den USA oder Asien kaum ausgeprägt. Nabelschnurblut enthält die zur Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Hirn- und Lungenschäden, Herzinfarkt oder Diabetes einsetzbaren adulten Stammzellen. Unmittelbar nach der Geburt kann das Blut aus der Nabelschnur entnommen und über Jahrzehnte konserviert werden. Die Entnahme des Nabelschnurblutes ist dabei ohne jedes Riskiko – weder für Mutter noch für Kind. Dennoch wird in Europa bei nicht einmal fünf Prozent aller Geburten das Nabelschnurblut entnommen. weiterlesen »


2. Juni 2009

kind-leukamieStammzellen aus Nabelschnurblut werden seit Ende der 1980er zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt. Zu diesen gehören unter anderem verschiedene Krebsvarianten und Bluterkrankungen. Nachdem im letzten Beitrag dieser Reihe die Fanconi-Anämie vorgestellt wurde, soll nun mit Leukämie eine weitere Krankheit beschrieben werden, die sich mit Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt lässt und an der jährlich etwa 1.800 Kinder in Deutschland erkranken.

Leukämie ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems, um genau zu sein, handelt es sich um eine spezielle Form von Blutkrebs. Sie wurde bereits 1845 von Rudolf Virchow beschrieben. Leukämien bilden unter anderem verstärkt weiße Blutkörperchen in funktionsuntüchtigen Vorstufen aus. Weiße Blutkörper sind normalerweise für die Immunabwehr verantwortlich. Doch diese defekten Zellen breiten sich im Knochenmark aus und verdrängen dort die übliche Blutbildung. Mit anderen Worten, die Leukämiezellen führen zu einer Verringerung der normalen Blutbestandteile und beeinträchtigen auf diese Weise die Funktionen des Blutes, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff oder eben die Immunabwehr. weiterlesen »


29. Mai 2009

amelie-hamperDas Nabelschnurblut der zweijährigen Amelie Hamper aus Dreieich wird sicher verwahrt: Denn ihre Mutter Christina möchte ihrer Tochter alle Zukunftschancen offen halten. Ihre Erfahrungen, Ansichten und Eindrücke rund um die Einlagerung von Nabelschnurblut schildert sie im Interview. Außerdem erläutert sie, wie sie über eine Spende des wertvollen Blutes denkt.

Wie ist es für Sie eigentlich, Mutter zu sein, und wie empfanden Sie die ersten Tage mit Ihrem Kind?

Das war eine ganz neue und sehr spannende Erfahrung. Das Leben verändert sich schon ziemlich, wenn plötzlich ein Kind da ist. In den ersten Tagen ging es erst einmal darum, sich aneinander zu gewöhnen und den Menschen kennenzulernen, der soeben auf die Welt gekommen ist. weiterlesen »


26. Mai 2009

kindStammzellen aus Nabelschnurblut wurden 1988 zum ersten Mal zur Behandlung einer Krankheit eingesetzt. Damals konnte ein sechsjähriger Junge geheilt werden, der an der Fanconi-Anämie erkrankt war. Die Stammzellen wurden aus dem Nabelschnurblut seiner Schwester gewonnen. Heute können über 40 Krankheiten auf diese Weise behandelt werden. Das sind zumeist verschiedene Formen von Krebs oder Erkrankungen von Knochenmark und Blut. Die Fortschritte in der Regenerativen Medizin nehmen stetig zu. Experten gehen davon aus, dass künftig mehr als 100 Krankheiten mit den aus Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandelt werden können. In einer Beitragsreihe wollen wir hier die wichtigsten dieser Krankheiten beschreiben. weiterlesen »

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