4. August 2009
Es gibt immer mehr positive Anwendungsfälle von Nabelschnurblut04.08.2009

Nachdem bereits im Januar ein dreijähriges Kind erfolgreich mit den aus dem eigenen Nabelschnurblut gewonnenen Stammzellen behandelt wurde, ist nun der zweite Anwendungsfall von Nabelschnurblut in der Bochumer Ruhr-Universität erfolgt. Am 16. Juli wurde bei einem drei Monate alten Kind die Stammzelltherapie angewendet. Der kleine Patient leidet an einem, durch eine Hirnhautentzündung hervorgerufenen, Hirnschaden. Nun hoffen die behandelnden Ärzte, dass der Genesungsprozess in gleicher Weise erfolgreich ist, wie bei dem im Januar behandelten Kind. Dieses war nach einem Herzstillstand unter anderem erblindet und konnte nur jammernde Geräusche von sich geben. Heute sind die Nervenfunktionen weitestgehend hergestellt und das Kind hat sein Sehvermögen wiedererlangt. Zudem hat es nun mit dem Sprechen begonnen.

Für den dreimonatigen Säugling versprechen sich die Ärzte, dass durch die mittels Bluttransfusion injizierten Stammzellen die noch unbeschädigten Hirnnervenzellen zur Teilung angeregt werden. Diese sollen dann die Funktion der zerstörten Hirnzellen übernehmen. Wie genau die transplantierten Stammzellen wirken, ist jedoch nicht vollständig erforscht. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung und aus Tierversuchen sind aber vielversprechend. Und so gehen die Forscher davon aus, dass die geschädigten Hirnnervenzellen Eiweißstoffe aussenden, die dann die verabreichten Stammzellen anziehen. Zudem vermuten die Wissenschaftler, dass die gesunden Nervenzellen durch die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut zur Teilung angeregt werden. Da die Nabelschnurblutforschung jedoch eine sehr junge Wissenschaft ist, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine wissenschaftlichen Studien. Diese sind derzeit noch in der Vorbereitung. Daher ist zum jetzigen Zeitpunkt auch unklar, wie lange derartige Prozesse nach einer Hirnschädigung überhaupt funktionieren.

Wann genau eine Verbesserung der Hirnfunktion bei dem drei Monate alten Säugling eintritt, muss nun abgewartet werden. Die behandelnden Ärzte sind jedoch optimistisch, dass die Stammzellen aus Nabelschnurblut die Heilungschancen des Kindes deutlich erhöhen werden.

Bildquelle: www.sxh.hu

VN:F [1.9.10_1130]
Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0.0/5 (0 Bewertungen abgegeben)

Tags: ,

 

1 Kommentar für “Bochumer Ärzte optimistisch nach Behandlung mit Nabelschnurblut”

  1. Nabelschnurblut: Experten im Gespräch » Wiskott-Aldrich-Syndrom erfolgreich mit Nabelschnurblut behandelt Says:

    [...] Universitätsklinik durch den koreanischen Mediziner Young-Ho Lee ist nun ein weiterer positiver Anwendungsfall von Nabelschnurblut zu verzeichnen. Tags: Anwendung, Nabelschnurblut, [...]

Kommentar schreiben

*

 
Babyclub.de Community